Intralogistik von Jungheinrich Intralogistik: Effizienter Materialfluss

Redakteur: Sergio Caré

Auf über 5500 m² und somit der grössten Ausstellungsfläche auf dem gesamten Messegelände zeigt der Intralogistikanbieter Jungheinrich unter dem Expo-Dach Cemat und Hannover Messe ganzheitliche Lösungen für einen effizienten Materialfluss.

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Der Intralogistikkonzern präsentiert auf der Cemat den ECE 225 mit 'Easypilot Follow' Funktion. Die Remote-Bedienungsoption verbindet das Fahrzeug per NFC-Schnittstelle mit dem Control Bar des Bedieners und folgt diesem automatisch auf Schritt und Tritt.
Der Intralogistikkonzern präsentiert auf der Cemat den ECE 225 mit 'Easypilot Follow' Funktion. Die Remote-Bedienungsoption verbindet das Fahrzeug per NFC-Schnittstelle mit dem Control Bar des Bedieners und folgt diesem automatisch auf Schritt und Tritt.
(Bild: Jungheinrich)

Jungheinrich präsentiert sich in Hannover mit den vier Themenbereichen Technologie-Highlights, Logistiksysteme, Lagertechnik sowie starke und schwere Maschinen für den Innen- und Ausseneinsatz. Bereits nach aussen hin sichtbar erwartet den Besucher im Pavillon P33 die Jungheinrich-Lithium-Ionen-Erlebniswelt. Das Unternehmen ist der einzige Intralogistik-Anbieter, der nicht nur Lithium-Ionen-Technologien verbaut, sondern diese auch selbst entwickelt und produziert. Dieses Know-how erstreckt sich über Batterien, Ladegeräte und alle korrespondierenden Komponenten im Fahrzeug selbst. «Nur so können alle Teile des Systems perfekt miteinander kommunizieren und die volle Leistung abrufen», erklärte Dr. Carsten Harnisch, Gesamtspartenleiter Jungheinrich Energy and Drive Systems, auf der Jungheinrich-Fachpresseveranstaltung Innovations & Highlights 2018 am 25. Januar in Hamburg. Vernetzte Systeme, flexible Energienutzung und ein individueller Automatisierungsgrad sind Schlüssel zu maximaler Produktivität, höchster Umschlagsleistung und einem effizienten Materialfluss. Dabei verbinden die hochentwickelten Softwarelösungen von Jungheinrich Fahrzeuge, Prozesse und jede Art von Lagerumgebung miteinander.

Stapler mit Lithium-Ionen-Lösungen

Mit dem ersten Schubmaststapler ETV 216i mit serienmässig festverbauter Lithium-Ionen-Batterie hat Jungheinrich ein Fahrzeugdesign in besonders kompakter Bauweise umsetzen können. Damit verfügt der Schubmaststapler über eine deutlich verbesserte Ergonomie mit mehr Bewegungsfreiheit und einer verbesserten Rundumsicht für den Fahrer sowie ein Höchstmass an Agilität. Durch die höhere Lebensdauer, Wartungsfreiheit und eine bessere Performance der Lithium-Ionen-Batterie gegenüber herkömmlichen Blei-Säure-Batterien erreicht der neue Schubmaststapler eine höhere Umschlagsleistung und Lagereffizienz. Kurze Ladeintervalle ermöglichen einen 24/7-Einsatz des Fahrzeugs, in dem es Lasten bis zu 1600 kg und bis zu einer Hubhöhe von 10,7 Metern einlagern kann.

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Für den Übergang von der Blei-Säure-Technologie zu Lithium-Ionen präsentiert Jungheinrich das für den diesjährigen International Intralogistics and Forklift Truck of the Year (IFOY) Award nominierte flexible Ladegerät SLH 300 für beide Technologien mit einer Spannungsvielfalt von 15 bis 320A in 24V, 48V und 80V. Durch die Variantenvielfalt verspricht der Hersteller mit dem Gerät für jeden Einsatzfall ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis. Es biete maximale Flexibilität für den Anwender und ist mit zahlreichen Optionen verfügbar, zum Beispiel mit einem Vollgrafik-Display oder einer Aquamatik-Steuerung mit intelligentem Wassernachfüllsystem über einen Level-Sensor.

Kommissionierfahrzeug folgt auf Fuss

Als Weiterentwicklung präsentiert der Intralogistikkonzern auf der Cemat den ECE 225 mit «Easypilot Follow»-Funktion. Die neue nachrüstbare Re­mote-Bedienungsoption verbindet das Fahrzeug per NFC-Schnittstelle mit der Control Bar des Bedieners und folgt dieser automatisch bei Vorwärtsbewegung und stoppt, sobald er stehen bleibt. So hat der Bediener beide Hände frei zum Kommissionieren. Mit der NFC-Pairing verspricht Jungheinrich eine stabile und einfache Verbindung zwischen Fahrzeug und Bediener, selbst bei hohen Lasten. Zudem folgt das Fahrzeug nur dem einen definierten Bediener.

Die halbautomatische Steuerung des ECE mithilfe des «Easypilot Follow» ist für die Anwender ein weiterer Schritt in Richtung Automatisierung: Im Gegensatz zum manuellen Normalbetrieb, der neben häufigem Auf- und Absteigen auf das Fahrzeug auch viele Laufwege des Bedieners vom Pickplatz zum Fahrzeug und zurück beinhaltet, ermöglicht «Easypilot Follow» dem Bediener, den ECE zum nächsten Pickplatz zu bewegen, ohne selbst aufzusteigen. Ausgestattet mit modernsten Laserscannern, scannt der ECE stets den Bereich vor dem Fahrzeug, wodurch eine sichere Navigation und Positionierung im Regalgang ermöglicht wird.

Schwergewichte für drinnen und draussen

Der ebenfalls für den IFOY nominierte Elektroschlepper EZS 7280 für schwere Lasten ist mit bis zu 28 t Zugleistung besonders für den Ausseneinsatz am Flughafen oder auf dem Betriebsgelände von Industrieunternehmen geeignet. Dank des starken Drehmoments ist der Schlepper auch für Rampenfahrten mit grosser Last ausgelegt. Besondere Effizienz verspricht Jungheinrich mit dem Einsatz einer neuen 500-Ah-Lithium-Ionen-Batterie.

Zu den Highlights zählt auch der Hochregal-Elektro-Kommissionierstapler EKX 516, der ab 2018 auch vollautomatisiert als Fahrerloses Transportsystem erhältlich ist. Das Fahrzeug basiert auf dem bewährten Dreiseitenstapler EKX 516 mit einer Tragfähigkeit von 1600 kg, der von Jungheinrich nun um Automatisierungskomponenten und eine induktive Spurführung mit Transpondern im Boden ergänzt wurde. Damit rundet das Gerät die Familie der Fahrerlosen Transportsysteme (FTS) als automatisierte Lösung für Lageraufgaben bis 13 m Hubhöhe nach oben hin ab. Durch die Integration eines On-Board-Laders und die Ausstattung mit Stromschiene und Stromabnehmer ist der automatisierte Hochregalstapler auch für den 24/7-Einsatz gerüstet.

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Automatische Lagertechnik reduziert Betriebskosten

Eine weitere Neuheit aus dem Bereich Lagertechnik ist das erste von Jungheinrich selbst entwickelte Hochleistungs-Regalbediengerät für Kleinteile. Im STC 2B1A wurden gleich drei neue Patente umgesetzt: ein neuartiges Mastdesign für die Skalierbarkeit des Gerätes bis 25 Meter bei maximaler Stabilität trotz Leichtbauweise, ein innovatives Fahrschienenkonzept für minimierte Anfahrmasse sowie ein im Mastfuss integrierter Omega-Fahrantrieb für geringe Anfahrmasse und eine noch platzsparendere Lagerung. Mit einer Fahrgeschwindigkeit von 6 Metern pro Sekunde bei hohen Beschleunigungswerten zählt es zu den Spitzengeräten am Markt. Zusätzlich verfügt es über Energiepuffer, sogenannte «Super Caps», die bei Bremsvorgängen freigesetzte Energie speichern und diese beim Beschleunigen wieder in das Antriebssystem abgeben. Nach Angaben von Jungheinrich kommt kein anderes Regalbediengerät seiner Klasse an die Umschlagsleistung, Raumnutzung und Energieeffizienz heran, die zusammen zu einer deutlichen Reduzierung der Betriebskosten beitragen. SMM

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