Inventor Tooling bringt Kunststoffteile in Form

Redakteur: Redaktion SMM

Die Produktion von Kunststoffteilen ist das Kerngeschäft der Real-Technik AG. Erfolgreich ist sie damit, weil sie ihren Kunden den kompletten Prozess von der kunststoffgerechten Auslegung der Bauteile über den Formen- und Werkzeugbau bis zur Serienproduktion abnimmt. Um die Konstruktion zu beschleunigen, setzt die Firma das Formenbaupaket Inventor Tooling ein.

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«Geht nicht ? gibt's nicht» ist das Firmenmotto der Real-Technik AG, die in Kaiseraugst auf der Schweizer Rheinseite zu Hause ist. Die Firma wurde vor 38 Jahren von Joachim Bernhardt als Ingenieurbüro für die Kunststofftechnik gegründet und erweiterte ihr Tätigkeitsspektrum in den Folgejahren um den Formenbau und die Kunststofffertigung. 1997 bezog sie eine neue Produktionsstätte, die mit 30 Spritzgussmaschinen, einer Extrusionslinie, mehreren Fräszentren, einer Drahterodiermaschine sowie mehreren Senkerodiermaschinen ausgestattet ist. Derzeit beschäftigt Real-Technik über 30 Mitarbeiter, davon drei in der Konstruktion und vier im Werkzeugbau.

Spezialisiert ist das Unternehmen auf die Produktion von technisch komplexen Kunststoffteilen für Maschinenbau, Medizintechnik, Gebäudetechnik und andere Branchen, die zum Teil hohe mechanische Belastungen oder schwierige Umweltbedingungen aushalten müssen. Gefertigt werden die Teile normalerweise in kleinen bis mittleren Losgrössen. «Das heisst für uns, dass wir die Spritzgiesswerkzeuge möglichst schnell und kostengünstig konstruieren müssen, weil der Kunde nicht bereit ist, bei den geringen Stückzahlen viel Geld für die Konstruktion auszugeben. Aus­serdem sollten sie nach Möglichkeit einfach aufgebaut sein, um die Maschinen schnell umrüsten zu können», erläutert Kay Bernhardt, Juniorchef und Enkel des Firmengründers.

Kunststoffgerechte Teilekonstruktion

Es werden aber nicht nur Werkzeuge konstruiert. Oft kommt es vor, dass die Kunden bei den Kunststoff-Spezialisten auch die Teilekonstruktion in Auftrag geben oder dass die Konstrukteure zumindest die Aufgabe übernehmen, Konstruktionen der Kunden unter kunststoff- und fertigungstechnischen Gesichtspunkten zu optimieren. Die Bauteile werden geometrisch immer komplexer, weil sie neben funktionalen Anforderungen auch Design-Aspekten genügen müssen. Daraus ergab sich schon vor sieben Jahren die Notwendigkeit, ein 3D-CAD-System mit guten Schnittstellen einzuführen, um die Modelldaten der Kunden importieren und weiter verarbeiten zu können. Das Unternehmen entschied sich für den Umstieg von Autocad auf Autodesk Inventor.

Die Konstrukteure modellierten mit dem 3D-System anfänglich nur die Bauteile, später dann auch die ersten Formen und Werkzeugaufbauten, was jedoch in Ermangelung entsprechender Zusatzfunktionen und Normalien-Kataloge recht mühsam war. Sehr viel Zeit nahm auch die Zeichnungserstellung in Anspruch, weil die meisten Werkzeuge noch in 2D detailliert wurden und deshalb für die Werkstatt bis ins letzte Detail vermasst werden mussten. Um die Konstruktion zu beschleunigen, spielte man vor drei Jahren mit dem Gedanken, ein spezielles CAD-System für den Formen- und Werkzeugbau anzuschaffen. Nachdem Autodesk jedoch zugesichert hatte, eine eigene Lösung auf den Markt zu bringen, entschloss man sich, auf Inventor Tooling zu warten.