IT-6-Toleranzen mit automatisiertem Drehzentrum

Redakteur: Redaktion SMM

Mit Portalroboter und ausgeklügelten Palettenspeicher ausgerüstet, verwandelt sich die Quick Turn Nexus 250 II MSY mit GL-100F in ein autonomes Drehzentrum mit Fräsfunktion. Neben hoher Prozesssicherheit und mannlosem Fertigen stehen hohe Präzision und Komplettbearbeitung im Vordergrund des Aufgabenspektrums der Maschine. Sie sorgt seit knapp einem Jahr bei Völlmin Landtechnik AG für einen ordentlichen Leistungsschub.

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Das Unternehmen Völlmin Landtechnik AG (im Folgenden Völlmin) macht weit mehr als Landmaschinentechnik, wie der Name auf den ersten Blick vermittelt. Landmaschinen und der Service in diesem Segment sind ein wesentliches Standbein, aber da das Unternehmen auch über eine völlig unabhängige CNC-Fertigung verfügt - die nur bedingt für den Landmaschinenbereich fertigt, wird einem erst bewusst, wenn man sich das Werkstoff- und Teilespektrum vergegenwärtigt. Rostfreie Stähle, Hastelloy, Regelgehäuse, Düsen, Druckminderer sind einige Schlagwörter, die bei Völlmin verarbeitet und gefertigt werden.

Die Werkstücke gehen vielfach in die chemische und Lebensmittel-Industrie. Aber auch Antriebskomponenten für Centerless-Schleifmaschinen sowie Teile für Zukunftsenergie wie Wind- und Biogasanlagen werden bei Völlmin hergestellt.

Suche nach neuem Drehzentrum

Aufgrund der guten Auftragslage im Frühjahr/Sommer 2008 sollte in ein neues Drehzentrum mit Fräsfunktion investiert werden, das für diese schwierig zu bearbeitenden Werkstücke eingesetzt werden sollte. Bei der Wahl der Maschine mussten mehrere wichtige Faktoren berücksichtigt werden. Abgesehen davon, dass die Maschine vollautomatisiert laufen sollte, muss zudem eine einfache Maschinenprogrammierung für komplexe Dreh-Frästeile möglich sein, denn bei Völlmin werden die CNC-Programme an den Maschinen programmiert - je einfacher, umso besser. Steht mannlose Vollautomation im Fokus, zählen eine hohe Prozesssicherheit mit einer sicheren Wiederholgenauigkeit bis hin zur optimalen Späneentsorgung dazu. Und schliesslich sollten die Werkstücke auf der Maschine komplett bearbeitet werden können.

Hier hört der Anforderungskatalog noch längst nicht auf, denn das Schwierigste war, dass alles an seinen vorhergesehenen Platz zu bringen. Wobei weniger die Fläche entscheidend war, als die Höhe der Maschine, denn: Die Raumhöhe des Gebäudes der Völlmin Landtechnik AG war für vollautomatisierte Maschinen mit Portalroboter alles andere als grosszügig bemessen.