Gedruckter Genuss Jetzt kommt das Obst bald aus dem 3D-Drucker gehopst

Redakteur: Peter Königsreuther

Was Kennern der Additiven Fertigungs-Szene in Sachen Metall- und Kunststoffdrucken schon wissen, will Super Garden jetzt auf die Verarbeitung von gefriergetrockneten Lebensmitteln übertragen.

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Die Gefriertrockung von Nahrung aller Art ist das Metier des litauischen Unternehmens Super Garden. Dieses Know-how liefert jetzt die Basis, auf der diverse Nahrungsmittel künftig aus Pulvern gedruckt werden können.
Die Gefriertrockung von Nahrung aller Art ist das Metier des litauischen Unternehmens Super Garden. Dieses Know-how liefert jetzt die Basis, auf der diverse Nahrungsmittel künftig aus Pulvern gedruckt werden können.
(Bild: Super Garden)

Der bisherige Geschäftserfolg des in Litauen ansässigen Unternehmens Super Garden lag bis dato an der Gefriertrocknung, fachlich auch Lyophilisierung genannt. Dabei bleiben bis zu 98 Prozent der Nährstoffe im dehydrierten Produkt erhalten, während auch die ursprüngliche Form des Produkts weitgehend gleich bleibt. Diese Methode wurde übrigens von der NASA übernommen, um Astronauten mit nahrhaften, leicht zu verzehrenden Mahlzeiten zu versorgen.

Gefriergetrocknete Lebensmittel von Super Garden finden sich bereits in diversen Ländern, etwa Karotten, die das Unternehmen Foodist im Rahmen seiner Abo-Box vertreibt.

Jetzt hat Super Garden den Prototypen für einen 3D-Drucker entwickelt, der gefriergetrocknete Lebensmittel wie Gemüse, verschiedene Fleischsorten oder sogar Desserts nach Belieben drucken kann, wie es heisst.

Nahrungsmittelpulver in essbare Würfel verwandeln

Wissenschaftler unterstützen Super Garden übrigens bei der Entwicklung, merkt die Geschäftsführerin Laura Kaziukoniené an. Und so soll es gehen: Man wählt sein Essen am Drucker aus, etwa Rindfleisch, Rote Beete und Brokkoli. Der Drucker greift dann auf die zuvor gefriergetrockneten und pulverisierten Nahrungsmittel zu und druckt entsprechende Würfel daraus. Die Würfel können auch aus allen drei gewählten Lebensmitteln gemixt werden, heisst es weiter. Der Prototyp des Druckers sei so gross wie eine Kaffeemaschine und befinde sich in der finalen Testphase. Im Oktober soll diese Zubereitungs-Innovation für Lebensmittel dann marktreif sein, plant Kaziukoniené, die sich davon einen grossen Markterfolg verspricht. Vor allem Deutschland, mit seinem Hang zur Biokost, steht dabei ganz oben auf der Liste. Im Herbst will Super Garden das System auf den Messen ISM Köln und Anuga präsentieren. Leider gibt es anscheinend noch keine Bilder des Systems respektive von gedruckten Köstlichkeiten.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal maschinenmarkt.vogel.de

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