Chemisch Nickel bringt kritische Bauteile perfekt in Form

Klare Kante

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Damit immer die gleiche Konzentration an Nickelionen die Werkstücke umspült, durchwälzt ein Rührwerk permanent die Lösung. Trotz der konstanten Durchmischung verarmt das Bad durch die kontinuierliche Abgabe der Nickelionen an die Werkstückoberfläche. Mit kontinuierlich am Tag durchgeführten Analysen des Nickel- und Hypophosphit-Gehalts und entsprechenden Nachdosierungen gewährleistet Pallas die konstante chemische Zusammensetzung der Lösung. Zehnmal pro Stunde wird das Bad überdies komplett über Filter gereinigt. Nach sechs bis acht Wochen Standzeit ist das Bad verbraucht und wird in der unternehmenseigenen Abwasserbehandlungsanlage zur Entsorgung umweltgerecht aufbereitet. Über die Dauer der Beschichtung steuert Pallas – bei unverändertem pH-Wert und konstanter Temperatur – die Herstellung von Schichtdicken zwischen 2 bis 80 Mikrometern. Pro Stunde werden bei dem Verfahren etwa 10 Mikrometer der Legierungsschicht aufgebaut. Die Trocknung nach dem letzten Spülgang erfolgt wiederum per Druckluft, da die Werkstücke immer noch bis zu 50 Grad heiss sind.

Durch eine nachgeschaltete Wärmebehandlung kann eine hartchromähnliche Härte von bis zu 1000 HV erzielt werden, welche die Verschleissfestigkeit der Beschichtung – etwa für Passungen von Wellen oder für Bauteile, die einer starken Reibung ausgesetzt sind – optimiert.

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