Wasserstrahlschneiden

Kleiner. Präziser. Microwaterjet.

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Nachfrage nach kleineren, präziseren Teilen

Es zeigt sich auch hier, dass nicht nur die Nachfrage nach kleineren, präziseren Teilen das Mikrowasserstrahlschneiden begünstigt hat; der Kostendruck sorgte innerhalb der neuen Technologie für weitere Innovationen. Die Düsen wurden anfänglich kleiner, um präziser zu schneiden. Heute ist es so, dass sie auch weniger Abrasiv und Wasser verbrauchen, was sich langfristig positiv auf die Kosten auswirkt, speziell in dem Moment, wo die Preise für Granatsand explodieren.

Ressourcen-Schonung und Energiesparen ist für die Branche mittlerweile so zentral, dass sie sich im Mai am ersten von Waterjet organisierten Symposium zum Wasserstrahlschneiden versammelte (siehe Kasten). Vertreter aus allen Bereichen – Wasserstrahlschneider, Pumpenspezialisten, Forschung – tauschten sich aus. Innovationen, so die Erkenntnis, müssen nicht zwangsläufig für die Kunden sichtbar sein (aber über den Preis spürbar).

Kostenfaktor Energie

Ein schwerwiegender Kostenfaktor im Wasserstrahlschneiden ist die Energie. Die Anlagen arbeiten mit Drücken bis zu 6000 bar. Waterjet arbeitet derzeit an einer sequentiellen Pumpensteuerung mit Plungerpumpen. Ein grosser Vorteil der Plungerpumpe ist der Wirkungsgrad von über 90 Prozent im Vergleich zu 65 Prozent eines Druckübersetzers. Die benötigte Energie wird nur beim Schneidvorgang abgerufen. Die Höchstdruckpumpe verbraucht somit nur die tatsächlich benötigte Energie für die Schneidanwendung. Wird nicht geschnitten, ist nur die Energie notwendig, um die Pumpe auf Drehzahl zu halten.

Die eingesparten Stromkosten im sechsstelligen Bereich können wiederum in die Entwicklung neuer Prozesse und in die richtigen Mitarbeiter investiert werden. Denn ohne die richtigen Leute, das weiss man auch bei der Waterjet, ist guter Rat teuer. Innovationen, welcher Art auch immer, sind nur mit motivierten Spezialisten zu schaffen. <<

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