Konjunktur

KMU-Exportindikator: Exporte nehmen wieder zu

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Produktinnovation und Marketing als Erfolgsfaktor

Die Unternehmen, die in den kommenden Monaten höhere Exporte erwarten, führen dies vor allem auf Produktinnovation (52% der Nennungen; Mehrfachnennungen möglich) und verstärktes Marketing (49%) zurück. Insbesondere der Faktor Marketing ist im Vergleich zu den Vorquartalen deutlich wichtiger. Ebenfalls an Bedeutung gewonnen hat der Faktor Erholung des wirtschaftlichen Umfelds mit 25% der Nennungen. KMU, die von rückläufigen Ausfuhren ausgehen, schreiben dies primär dem Konkurrenzdruck zu: 54% nennen diesen Faktor, gegenüber 45% im Vorquartal. Abgenommen hat demgegenüber die Furcht vor einem konjunkturellen Abschwung: Nur noch 42% der KMU nennen diesen Faktor, nachdem es im Vorquartal noch 65% gewesen waren.

Europa bleibt dominierender Absatzmarkt

Gemäss dem Exportbarometer der Credit Suisse sind Wachstumsimpulse derzeit vor allem aus den USA sowie aus einigen Schwellenländern wie Indien und Taiwan zu erwarten. Für Europa ist weiterhin nur mit einer schwachen Exportentwicklung oder sogar einer Stagnation zu rechnen.

Ungeachtet von Frankenstärke und Eurokrise bleibt Europa die bei weitem bedeutendste Absatzregion für Schweizer Ausfuhren. 95% der durch die Osec befragten Schweizer KMU beabsichtigen, in den kommenden sechs Monaten nach Europa zu exportieren, gegenüber 90% im Vorquartal (Mehrfachnennungen möglich). 56% der Schweizer KMU werden im nächsten Halbjahr in die Region Asien-Pazifik exportieren (Vorperiode 55%). Nach Nordamerika dürften in den kommenden sechs Monaten 43% der KMU exportieren, 34% in die Region Naher Osten-Afrika sowie 25% nach Südamerika.

Sorge um Frankenstärke nimmt ab

Etwas entspannt hat sich die Währungsproblematik: Zu Beginn des 2. Quartals 2012 erwarten 64% der im Rahmen der KMU-Exportperspektiven der Osec befragten Unternehmen, dass sich ihr Exportwachstum als Folge des starken Schweizer Frankens verlangsamen wird. In den Vorquartalen waren es 70% respektive 73%. Besonders resistent zeigt sich der Dienstleistungssektor, in dem nur 36% der befragten Firmen einen negativen Einfluss erwarten. Besonders sensitiv bezüglich Währungsentwicklung sind die Branchen Konsumgüter und Maschinenbau, in denen je 76% der KMU einen negativen Einfluss erwarten.

75% der befragten KMU geben an, dass der starke Franken negative Auswirkungen auf ihre Gewinnmargen hat. Im Vorquartal waren es 79%. Besonders ausgeprägt ist der Margendruck in der Metallindustrie (95%), in der Elektrotechnik (82%) und in der Papierindustrie (80%). Die 25% der KMU, die keinen negativen Einfluss auf ihre Gewinnmargen befürchten, geben als Hauptgrund an, dass sie Preiserhöhungen durchsetzen können. <<

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