Verschlüsselter Datenaustausch Know-how-Schutz: In aller Munde statt in allen Firmen

Redakteur: Luca Meister

Brainloop, Cloud-Anbieter für sicheren Datenaustausch, präsentierte auf der Hannover Messe erstmals seine Integrationen in SAP «DMS» und Microsoft «SharePoint». Damit verteilen Anwender vertrauliche Dokumente direkt aus ihrer gewohnten Arbeitsumgebung heraus. Die verschlüsselte Speicherung sowie der Transport der Daten erfolgt im Hintergrund über den «Brainloop Secure Dataroom». Eine von Brainloop in Auftrag gegebene Studie zeigt ausserdem, dass viele Unternehmen die Sicherheit wertvoller Daten nicht sonderlich ernst nehmen.

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(Bild: Vege/Fotolia)

mei. Fast jeder Industrieunternehmer ist sich dessen bewusst: In der heutigen arbeitsteiligen Wirtschaft ist es unumgänglich, vertrauliche Daten auch über Unternehmensgrenzen hinweg auszutauschen. Diese Offenlegung von geistigem Eigentum und firmenrelevanten Daten birgt unbestritten Gefahren und hohes Schadenspotenzial bei Technologieführern. Vor allem durch die voranschreitende Digitalisierung von Prozessen und Produkten steigt das Risiko der Cyberattacken immens, wie eine kürzlich veröffentlichte Studie der Unternehmensberatungsgesellschaft Roland Berger verdeutlicht.

Doch viele Unternehmen verlassen sich beim sicheren Austausch und der Datenspeicherung innerhalb der Lieferkette ausschliesslich auf vertragliche Vereinbarungen. Technische Sicherheitslösungen kommen noch nicht in der Breite zum Einsatz.

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Sicherer Austausch aus «DMS» und «SharePoint»

Dies nimmt Brainloop zum Anlass, Schutzmassnahmen direkt vor Ort bei den Technologieführern zu erläutern und stellte auf der Hannover Messe erstmalig die Integrationen mit Microsoft «SharePoint» und SAP «DMS» vor. Die sicheren Datenräume ermöglichen einen schnellen, sicheren und komfortablen elektronischen Austausch vertraulicher Dokumente mit Geschäftspartnern und Lieferanten. Brainloop kommt dabei im gesamten Unternehmen zum Einsatz, etwa im Einkauf und Verkauf, in Rechtsabteilungen, im Bereich Forschung und Entwicklung sowie auf der Produktionsebene.

«Die lückenlose Integration mit führenden Technologien von Microsoft und SAP verbessert sowohl die Sicherheit als auch den Komfort. Mehr Sicherheit ist gegeben, da unverschlüsselte lokale Kopien und unsichere Datenträger vermieden werden, und komfortabler wird es für die Nutzer, da sie aus ihrer gewohnten Umgebung heraus arbeiten können», erklärt Dorothee Andermann, Vice President Extend Products bei der Brainloop AG. «Durch diese Herangehensweise sind nicht nur die Dokumente innerhalb des Datenraums bei der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern vor Datenverlust und Spionage geschützt. Auch die Informationen, die von SAP DMS oder SharePoint heraus versendet werden sollen, sind durch die Sicherheitsarchitektur von Brainloop über Unternehmensgrenzen hinweg geschützt.»

Aktuelle Studie der Deutschen Messe Interactive

Finanzkennzahlen, Konstruktionsdaten und Verträge – noch immer werden sensible Daten schutzlos per E-Mail übermittelt. Dabei gehört das Ausspionieren von solchen Nachrichten für Hacker mittlerweile zu den leichtesten Übungen. In den meisten Unternehmen wird dieses Problem allerdings nicht sonderlich ernst genommen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Deutschen Messe Interactive im Auftrag von Brainloop. Die Studie interessierte sich dafür, wie 142 Entscheider aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den Schutz ihrer Unternehmensdaten beurteilen. Bei den teilnehmenden Firmen handelt es sich um bedeutende Grössen der Wirtschaft, die ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen ein attraktives Ziel für Angriffe bieten. Rund 56 Prozent der Firmen beschäftigen zwischen 1000 und 10 000 Mitarbeiter.

Nicht ausreichend abgesichert

Besonders in der Zusammenarbeit mit internen und externen Projektmitgliedern ist eine starke Verschlüsselung der Informationen essenziell. Die Industriebereiche Elektronik und Elektrotechnik sowie der Maschinen- und Anlagenbau zeigen dafür vergleichsweise viel Verständnis. In diesen Branchen antworteten jeweils mehr als 60 Prozent, dass der Verlust von geistigem Eigentum die Unternehmensexistenz bedrohen könnte. Dem Know-how-Schutz wird generell eine hohe Bedeutung zugemessen. Umso erstaunlicher ist es, dass Unternehmen ihre Informationen jedoch nicht ausreichend absichern. Nur 63 Prozent der Befragten verfügen laut Umfrage über eine verschlüsselte Datenübertragung innerhalb und ausserhalb der Firma.

Interne Zusammenhänge

Zudem werden nicht alle Unternehmensprozesse als gleichermassen sensibel wahrgenommen. So sind z.B. lediglich 38 Prozent der Befragten der Meinung, dass auch die Lieferantenkommunikation sensible Daten beinhaltet. Bei der Auswertung der Ergebnisse werden einige interne Zusammenhänge und Ursachen für Sicherheitsprobleme klarer. So antworten rund 61 Prozent der Befragten, dass die IT-Fachabteilungen für den Schutz von vertraulichen Informationen verantwortlich sind. Die eigenen Mitarbeiter sehen hingegen nur vier Prozent der befragten Entscheider in der Pflicht. Dabei geben 56 Prozent der Unternehmen an, dass sensible Daten zentral auf dem Firmenserver gespeichert werden. Darauf jedoch hat in der Regel jeder Angestellte Zugriff.

Zu wenig eingebunden

«Die Umfrage zeigt anschaulich das Grundproblem in vielen Unternehmen: Mitarbeiter und Entscheidungsträger werden in Sicherheitskonzepte nicht hinreichend eingebunden», erklärt Thomas Deutschmann, Geschäftsführer von Brainloop. «Auch haben 62 Prozent der Entscheidungsträger keine Ahnung, ob in ihrem Unternehmen der Einsatz von Spezialsoftware zum Schutz von vertraulichen Informationen geplant ist.» <<

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