KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH: Investitionen nehmen zu
>> Die Schweizer Firmen investieren wieder mehr: Die Anlageinvestitionen der privaten Firmen stiegen 2010 nominell um 7%, 2011 dürften sie um 4% zunehmen. Die Unsicherheit bei den Investitionsplanungen bleibt aber weiterhin gross. Dies zeigen die aktuellen Resultate der KOF Investitionsumfrage vom Herbst 2010. Dafür wurden rund 6000 Firmen in fast allen Sektoren (Industrie, Bau, Dienstleistungen) befragt. Zwischen den Sektoren zeigen sich deutliche Unterschiede.
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Die Industrie, die während der Krise einen kräftigen Nachfrageeinbruch erlitten hatte, investierte 2010 sehr stark: Die Firmen rechnen für 2010 mit einer Zunahme von 21%. Dieses Jahr dürfte die Steigerung noch rund 5% betragen. Das Baugewerbe geht sowohl für 2010 als auch für 2011 eher von rückläufigen Investitionen aus.
Der weitaus grösste Teil der privaten Investitionen – rund zwei Drittel – wird von den Firmen des Dienstleistungssektors getätigt. Dieser Sektor war von der Rezession weniger betroffen als andere Branchen. Entsprechend ist der Nachholbedarf weniger gross wie etwa in der Industrie. Die Dienstleistungsfirmen gaben an, dass sie 2010 4% mehr investierten und im laufenden Jahr 6% mehr investieren wollen. Für die Unternehmen aller Sektoren gilt, dass sie ihre Investitionen in Ausrüstungen deutlicher als jene in Bauten erhöhen wollen.
Grosse Unsicherheiten
Die Investitionspläne für das laufende Jahr sind mit grossen Unsicherheiten behaftet. Bei den Industriefirmen war bei den letzten beiden Befragungen die Planungsunsicherheit sehr hoch. Die aktuelle Erhebung zeigt eine deutlich höhere Sicherheit. Demgegenüber hat sich die Planungssicherheit im Baugewerbe und dem Dienstleistungssektor im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verschlechtert.
Wichtigstes Ziel der Investitionen bleibt der Ersatz bestehender Produktionsanlagen.Rationalisierungsinvestitionen stehen weniger im Vordergrund als in den vergangenen Jahren. Dies gilt ebenfalls für Investitionen zugunsten des Umweltschutzes. Die Produktionskapazität in der Industrie dürfte nächstes Jahr deutlich ausgeweitet werden. Insbesondere in den Branchen Chemie, Metall, Maschinen und Geräte sind grosse Steigerungen vorgesehen. <<
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