Starrag präsentiert drei neue Heckert 5-Achs-Maschinen Komplettbearbeitung von grossen Teilen auf kleiner Fläche

Von Wolfgang Klingauf, k+k-PR GmbH 4 min Lesedauer

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Die fünfachsige Heckert X-Kompaktbaureihe ist komplett: Ergänzend zu der seit April 2022 verfügbaren «Heckert X50» brachte Starrag im April 2025 die grösseren Versionen «Heckert X70», «X80» und «X90» auf den Markt. Sie lösen die erfolgreichen Produkte «HEC 630 X5» und «HEC 800 X5» ab und erweitern deren bekannten Einsatzbereich: Mit der «Heckert X90» ist die Bearbeitung grösserer Werkstücke möglich. Die neue «Heckert X70» war auf der EMO 2025 in Hannover zu bestaunen.

Die neue «Heckert X70», ein fünfachsiges Kompakt-BAZ für die hochdynamische Komplettbearbeitung. Wie alle Maschinen dieser Baureihe punktet sie unter anderem durch effektive Flächennutzung und höchste Langzeitgenauigkeit.(Bild:  Starrag)
Die neue «Heckert X70», ein fünfachsiges Kompakt-BAZ für die hochdynamische Komplettbearbeitung. Wie alle Maschinen dieser Baureihe punktet sie unter anderem durch effektive Flächennutzung und höchste Langzeitgenauigkeit.
(Bild: Starrag)

Mit Palettengrössen von 630 x 800 mm («Heckert X70») und 800 x 1000 mm («Heckert X80» und «X90») eignen sich die neuen 5-Achs-Horizontal-Bearbeitungszentren zur Komplettbearbeitung grosser Bauteile, die durchaus schwer sein dürfen. Denn die Belademasse der «Neuen» reicht von 1000 kg («Heckert X70») bis 2000 kg im Falle der «Heckert X90». In ihrem Fokus steht dementsprechend die fünfachsige Schwerzerspanung von Getriebegehäusen und Zylinderköpfen, von Achsen, Ventil- und Pumpengehäusen, Planetenradträgern sowie Maschinenbauteilen wie z. B. Paletten, Spindelkästen und Spindelrahmen.

Das Besondere der neuen Bearbeitungszentren ist der geringere Flächenbedarf aufgrund ihrer kompakten Bauweise. So benötigt die «Heckert X70» ganze 18 Prozent weniger Aufstellfläche als ihr Vorgänger «Heckert HEC 630 X5». Ähnliche Platzeinsparungen können auch die anderen Modelle der X-Serie vorweisen. Der Anwender muss trotz der Kompaktheit keinerlei werkstückseitige Abstriche machen. Arbeitsraum und Störkreis sind gleichgeblieben, ebenso das zulässige Werkstückgewicht und die Werkstückhöhe.

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Weiterhin ist das Drehen als Technologie ein integraler Bestandteil des Maschinenkonzeptes und kann optional konfiguriert werden. Dank eigens entwickelter Baugruppen und Softwaremodule lassen sich klassische und komplexe Drehoperationen mit der unvergleichlichen Produktivität eines Bearbeitungszentrums umsetzen.

Vorteilhaft gegenüber einer Drehmaschine sind die Möglichkeiten beim Rüsten der Maschine. Das Aufspannen erfolgt nicht nur bequem vertikal, sondern durch den Palettenwechsler auch hauptzeitparallel. Auf der Werkzeugseite können alle Ausprägungen der grossen Werkzeugmagazine genutzt werden, und im Arbeitsraum sind Drehdurchmesser bis 1400 mm möglich («Heckert X90»).

Unverändert setzte Starrag die typischen Heckert-Eigenschaften um: Die Maschinen sind robust, leistungsstark, schnell und über Jahre hinweg aussergewöhnlich genau und zuverlässig. Wie alle neuen Kompakt-Bearbeitungszentren aus Chemnitz (D) basieren auch die neuen «Heckert X70», «X80» und «X90» auf einem kompakten, schwingungsarmen Maschinenbett aus Grauguss. Es sorgt gemeinsam mit dem thermosymmetrisch aufgebauten Ständer für eine sehr hohe mechanische Grundgenauigkeit, zu der unter anderem auch geschabte Führungen beitragen. Somit muss die Software nur noch für das «Tüpfelchen auf dem i» kompensieren.

Die neuen «Heckert X70», «X80» und «X90» basieren auf den vergleichbaren Maschinengrössen der vierachsigen Heckert H-Serie. Anstatt des dort verbauten NC-Rundtisches enthalten die Modelle der X-Baureihe einen robusten Drehschwenktisch – eine Eigenentwicklung, die ebenfalls im Chemnitzer Starrag-Werk hergestellt wird. Die Schwenkeinheit verfügt nicht nur über zwei gleich grosse Lagerungen, sondern ist auch darüber hinaus thermisch stabil aufgebaut. Damit sind die Maschinen in der Lage, anspruchsvolle Bauteile hochdynamisch fünfseitig komplett zu bearbeiten.

Ein besonderes Augenmerk legten die Entwickler auf die Kompatibilität der Paletten der neuen «Heckert X70», «X80» und «X90». Sie sind mit denen der H-Baureihe austauschbar. Auch lassen sich die Paletten der älteren «Heckert HEC 630 / 800 X5»-Maschinen auf den neuen X-Modellen weiterverwenden.

Ein weiterer zukunftsweisender Punkt: Alle Maschinen der fünfachsigen Kompaktbaureihe sind mit der aktuellen «Sinumerik One»-Steuerung, mit neuer Hardware und schneller Sensorik ausgestattet. Zudem lassen sie sich einfacher automatisieren als ihre Vorgänger. Dazu tragen eine erweitere 13-Kanal-Spannhydraulik sowie optimierte Standard-Schnittstellen zu Palettenspeichersystemen und Roboterzellen bei.

Halbjahresbericht 2025

Nach einem herausfordernden ersten Semester ist StarragTornos zuversichtlich für die zweite Jahreshälfte
Aufgrund anhaltender geopolitischer Turbulenzen und einer Abschwächung in wichtigen Märkten verzeichnete die StarragTornos Group im ersten Semester 2025 geringere Absatzmengen und einen Rückgang beim Umsatzerlös. Zusätzlich belasteten ausserordentliche, nicht wiederkehrende Kosten und negative Währungseffekte die Marge. In der Folge verzeichnete die Gruppe einen negativen EBIT und einen Reinverlust. Beim Free Cashflow erzielte StarragTornos ein markant besseres Halbjahresresultat als im Vorjahr.
Auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz), die angespannte Marktsituation in den USA und die nachlassende Dynamik in der Uhrenindustrie reagierte die Gruppe mit gezielten Kostensenkungsmassnahmen und selektiven Restrukturierungen in bestimmten Geschäftsbereichen. Diese Massnahmen werden sich im Lauf des Jahres positiv auf das Ergebnis auswirken. An den Standorten in Vuadens und Moutier sowie in Chemnitz (D) wurde Kurzarbeit eingeführt.
In einem äusserst herausfordernden Marktumfeld verzeichnete die StarragTornos Group einen deutlichen Rückgang des Auftragseingangs gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, der durch mehrere grosse und langfristige Aufträge für das Marktsegment Aerospace geprägt gewesen war. Im ersten Halbjahr 2025 erzielte die StarragTornos Group einen Auftragseingang von CHF 196.5 Mio. (erstes Halbjahr 2024: CHF 255.5 Mio., -23.1 Prozent). Der Umsatzerlös sank auf CHF 218.2 Mio. (erstes Halbjahr 2024: CHF 254.9 Mio., -14.4 Prozent), wodurch sich die Book-to-Bill-Ratio von 1.00 auf 0.90 verringerte. Der Auftragsbestand belief sich am 30. Juni 2025 auf CHF 288.1 Mio., was im Vergleich zum Jahresende 2024 (CHF 326.0 Mio.) einem Rückgang um -11.6 Prozent entspricht.

Synergieprogramm macht erfreuliche Fortschritte
Als die Starrag Group und Tornos im Dezember 2023 fusionierten, wurde ein Programm ins Leben gerufen, um Synergiepotenziale zwischen den beiden Gruppen zu identifizieren und zu nutzen. Dessen Umsetzung läuft planmässig.
Im Jahr 2024 lag der Schwerpunkt auf der Neuausrichtung der Beschaffung und der Umsetzung von Einkaufssynergien. Darüber hinaus machte die Gruppe 2025 Fortschritte bei der Realisierung zusätzlicher Kostensynergien, beispielsweise durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen. Obwohl das schwierige wirtschaftliche Umfeld die Umsetzung von Vertriebssynergien im ersten Halbjahr 2025 etwas verlangsamte, bleibt die Gruppe entschlossen, in diesem Bereich weitere Fortschritte zu erzielen.

Ausblick
Angesichts der weiterhin schwer abschätzbaren Entwicklung der Weltwirtschaft, bleiben genaue Prognosen schwierig. Die StarragTornos Group blickt jedoch zuversichtlich auf das zweite Semester und rechnet mit dem Abschluss mehrerer Grossaufträge aus der Verteidigungsindustrie. Für das zweite Halbjahr wird ein Anstieg des Umsatzes und der Margen erwartet, was zu einem deutlich positiven Jahresergebnis führen dürfte. Die von der StarragTornos Group kommunizierten mittel- und langfristigen Ziele bleiben unverändert bestehen.

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