Halbierte Bearbeitungszeit Konkurrenzfähig dank Investition in Drehzentrum

Autor Anne Richter

Maprox stellt besonders flache Schnellspannfutter her, die für den Einsatz in Messmaschinen prädestiniert sind. Die Fertigung der einzelnen Komponenten erfordert ein hohes Mass an Genauigkeit und Präzision. Um weiterhin in der Schweiz konkurrenzfähig produzieren zu können, hat Maprox für die Fertigung der Drehteile in ein 5-Achs-Drehzenter des baskischen Werkzeugmaschinenbauers CMZ investiert.

Anbieter zum Thema

(Bild: Anne Richter, SMM)

Die Firma Maprox aus dem Zürcher Wetzikon hat sich auf Spannlösungen in den Bereichen Messtechnik, Automation und Feinmechanik spezialisiert. Vor allem auf dem Gebiet der Messtechnik hat sich das Unternehmen mit seinen handbetätigten Schnellspannfuttern zu einem Spezialzulieferer entwickelt. Die Schnellspannfutter zeichnen sich durch eine besonders flache Bauweise, hohe Genauigkeit und ein geringes Gewicht aus.

5-Achs-Drehzentrum für mehr Produktivität

Da alle Komponenten des Schnellspannfutters entweder direkt von Maprox am Firmensitz in Wetzikon oder durch Zulieferunternehmen in der Schweiz gefertigt werden, ist das Unternehmen mit seinen Produkten wie viele Schweizer Fertigungsunternehmen einem starken Preisdruck ausgesetzt: «Schon vor dem sogenannten Frankenschock war klar, dass wir günstiger produzieren müssen. Wir mussten unseren Maschinenpark erneuern, indem wir in moderne und produktive Technologie investieren», erklärt Maprox-Geschäftsführer Max Maurer die neueste Hightech-Investition, eine 5-Achs-Drehmaschine des baskischen Werkzeugmaschinenherstellers CMZ. Die Maschine in der Ausführung TA 25YS mit Fanuc-Steuerung ist mit einem Revolver und zwölf direkt angetriebenen Werkzeugen ausgestattet und für die Fertigung aller Drehteile (Planspirale und Futterkörper) des Schnellspannfutters vorgesehen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 11 Bildern

Überzeugende Leistungsdaten und hohe Übergabegenauigkeit

«Wir haben uns vier verschiedene Maschinen angeschaut, doch die Maschine von CMZ hat für uns am besten gepasst», berichtet Maprox-Produktionsleiter Valentin Kuratli und ergänzt: «Die Leistungsdaten haben uns überzeugt, wir können verschiedene Materialien von Aluminium bis zu Stahl mit einer Härte von 1200 N/mm2 bearbeiten, die Maschine ist kräftig und stabil gebaut und gewährleistet die notwendige Präzision.»

Ein wichtiger Punkt bei dem Entscheid für die CMZ-Maschine war vor allem die Übergabegenauigkeit zwischen Haupt- und Gegenspindel. Aus herstellungsbedingten Gründen müssen die Bauteile mehrmals übergeben werden und von jeder Seite zweimal bearbeitet werden. Deshalb und aufgrund der Präzisionsanforderungen des Bauteils muss eine hohe Genauigkeit bei der Übergabe des Bauteils gewährleistet sein. Auch die kompakte Bauweise der CMZ-Maschine und vor allem die geringe Höhe haben aufgrund der räumlichen Gegebenheiten bei Maprox bei der Entscheidung eine Rolle gespielt.

(ID:43724453)