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Vergleichen wir kurz die SBB mit der deutschen Bahn…
… Da wissen Sie, dass die Schweiz Weltmeister in Präzision und Zuverlässigkeit ist. Damit setzen wir uns vom Rest der Welt ab, aber gegenüber Deutschland sind wir gerade im Bereich Maschinenbau auf Augenhöhe.
Also ist die Beziehung zwischen der Schweizer und Deutschen MEM-Industrie eine Beziehung auf Augenhöhe?
Genau. Daneben stehen die engen Beziehungen, in denen die Schweizer Firmen als Lieferant für spezielle Lösungen stehen. Für die Herstellung von schweizerischen Spezialmaschinen für die Produktionsstrassen der Automobilindustrie in Deutschland setzen die Unternehmen wiederum deutsche Komponenten ein. Als Teil der Produktionskette ist es für unsere Unternehmen besonders wichtig, dass die Funktionalität und Qualität der Komponenten stimmt, was uns zu einem Abnehmer deutscher Produkte macht.
In welchem Preis- und Qualitätssegment kauft die Schweizer Fertigungsindustrie in erster Linie ein?
Da wir in der Regel anspruchsvolle Maschinen bauen, sind die Komponenten auch anspruchsvoll und dementsprechend hochpreisig. Leider hat sich das zum Standard und zu einem Swiss-Premium-Preisspiegel entwickelt.
Es werden also Unterschiede in der Preisbildung für den Schweizer Markt im Vergleich zu anderen Märkten gemacht?
Das ist im Moment eines unserer grössten Probleme. Die Schweiz ist auch historisch betrachtet ein Markt in dem Unternehmen glauben, hohe Preise zu erzielen. Oft bezahlen deshalb Schweizer Unternehmen für dieselben Produkte in der Schweiz wesentlich mehr als im benachbarten Ausland. Es gibt konkrete Fälle, in denen durch Exklusivverträge der Schweizer Markt abgeschottet wird und auch keine anderen Kanäle zur Verfügung gestellt werden. Das ist in allen Segmenten so. So lange die Schweizer Unternehmen das in ihrer Wertschöpfung problemlos weitergeben konnten, hat das auch einigermassen funktioniert.
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