GIS: Materialfluss Kräne optimieren innerbetriebliche Transporte

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Die Konvekta AG in St. Gallen, Hersteller von Systemen zum Rückgewinnen von Energie aus Lüftungs- und Klimaanlagen, nutzt Hallenkräne der GIS AG, Schötz, für einen effizienten und wirtschaftlichen innerbetrieblichen Materialfluss.

An Hängebahnen mit Elektrozügen werden Bauteile durch die Produktion transportiert.(Bild:  GIS AG)
An Hängebahnen mit Elektrozügen werden Bauteile durch die Produktion transportiert.
(Bild: GIS AG)

Die Konvekta AG aus St. Gallen ist weltweiter Technologieführer im Bereich Hochleistungs-Energierückgewinnung für Lüftungs- und Klimaanlagen. Ihre Kreislaufverbundsysteme gewinnen bis zu 95 Prozent der Wärmeenergie aus der Abluft zurück, was zu erheblichen Energieeinsparungen und CO2-Reduktionen führt. Systeme aus St. Gallen sind vielseitig einsetzbar, für Anwendungen mit Aussenluftentfeuchtung oder auch mit einer Integration von Abwärmenutzung. Der Hersteller hat mehr als 1000 Projekte in Kliniken, in Labor- und Produktionsgebäuden und in Universitäten, Flughäfen sowie Sportstadien verwirklicht.

Jüngste Innovation ist das Zero Emission Energy Recovery System (ZEERS). Es ermöglicht eine fossilfreie Erwärmung und Kühlung der Frischluft in Gebäuden und somit eine Vollklimatisierung der Gebäudeluft ohne fossile Brennstoffe. Die selbst entwickelte Software für den Controller sorgt für präzise Überwachung und Steuerung des ERG-Systems, wodurch höchste Wirksamkeit und Zuverlässigkeit gewährleistet werden.

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Zukunftsgerichtete Produktionsgebäude

Am Hauptsitz hat das Unternehmen ZEERS als Showcase aufgebaut. Das Fertigungs- und Bürogebäude wurde in den Jahren 2021 und 2022 um- und ausgebaut. Die Produktionskapazität konnte mehr als verdoppelt werden und man ist für die steigende Nachfrage, die durch das wachsende Bedürfnis nach Energierückgewinn und Nachhaltigkeit entsteht, bestens gerüstet. Während der Plan- und Umbauphase hat sich die langjährige Zusammenarbeit mit dem Elektrokettenzug- und Kranhersteller GIS noch weiter intensiviert. In den Produktionshallen, in denen Konvekta unter anderem die Wärmeübertrager für die Energierückgewinnungssysteme herstellt, sorgen diverse Hallenkrane und Hebelösungen für ein sicheres und effizientes Warenhandling. Davon wurden viele erst in den letzten Jahren installiert und in Betrieb genommen.

Arbeitsstationen verbinden

So spielen Hängebahnen von GIS eine entscheidende Rolle in den Produktionsstrassen für Wärmeübertrager-Elemente, indem sie einen reibungslosen Materialtransport zwischen den einzelnen Arbeitsstationen ermöglichen. Die Elemente werden zunächst in der Heftstation montiert, anschliessend an den Elektrokettenzug gehängt und von Hand in der Kranschiene nacheinander zur Lötmaschine, Waschstation und Kontrolle verschoben. Für eine massgeschneiderte und platzsparende Linienführung sorgen mehrere Kurven und drei Drehkreuze. Letztere sind pneumatisch betrieben und per Funksteuerung bedienbar. Der Kettenzug fährt ins Drehkreuz, vollzieht darin bei Bedarf einen Richtungswechsel um 90° und verlässt es wieder auf der wegführenden Bahn.

Für maximale Flexibilität und Produktivität befinden sich insgesamt acht individuelle Hubeinheiten in der Hängebahn. Die Elektrokettenzüge GPM250 mit Handfahrwerk haben 250 kg Tragfähigkeit und übernehmen das Anheben und Positionieren des Transportgutes für den nächsten Arbeitsschritt. Den Strom beziehen die Kettenzüge über eine Stromschiene, die direkt in das Kranprofil integriert ist. Bei der Planung des Kransystems wurde darauf geachtet, dessen Bauhöhe so gering wie möglich zu halten, um eine maximale Hubhöhe zu bieten. Bei Löt- und Kontrollarbeiten an der Unterseite der vertikal aufgehängten Wärmeübertrager-Elemente ist man froh über jeden Zentimeter Freiraum bis zum Boden.

Halbzeuge sicher ins Gebäude transportieren

Im Stangenlager bei Konvekta leistet eine weitere Krananlage von GIS wertvolle Dienste. Sie verfügt über 10,3 m Spannweite und 22,1 m Bahnlänge. Bei Bedarf vergrössert sich der Arbeitsbereich des Laufkrans mittels eines an der Kranbrücke angebrachten Teleskopauslegers um 5 m. Mithilfe des einseitig ausfahrbaren Kranträgers wird das Rohmaterial vom Vorplatz ausserhalb des Gebäudes durch eine Gebäudeöffnung in die Produktionsebene im ersten Obergeschoss transportiert. Das permanente Überwachen der Position des Teleskopauslegers durch eine Wegmessung, Sensoren und Fahrendschalter sorgt für ein Höchstmass an Sicherheit bei der Bedienung des Kransystems. Der Ausleger ist lediglich in definierten Bereichen erweiterbar und ausschliesslich, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Die automatische Freigabe zum Ausfahren des Kranträgers aus der Gebäudeöffnung setzt voraus, dass das Tor offen und stromlos beziehungsweise stillgesetzt ist. Bei ausgefahrenem Arm erfolgt die Längsfahrt des Krans nur im Kriechgang und stoppt automatisch beim Erreichen kritischer Bereiche, also bei Kollisionsgefahr des Teleskoparms mit Hindernissen.

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Als Hubwerke des Brückenkranes dienen zwei Elektrokettenzüge GP500 mit jeweils 500 kg Tragfähigkeit. Für das Befördern von langen und sperrigen Gütern, wie Eisenstangen oder während der Umbauphase auch Maschinen, geschieht die Hubbewegung der beiden Kettenzüge im Gleichschritt. Zur Überwachung dieses Tandembetriebs verfügen beide Hubeinheiten über eine Wegmessung per Drehgeber. Die Unterbrechung des Hub- oder Senkvorgangs eines Kettenzugs führt automatisch zum Stillstand des anderen. Sämtliche Bewegungen erfolgen durch frequenzgesteuerte Elektroantriebe mit Sanftanlauf für sorgfältigen Transport und präzises Positionieren der Last. Gesteuert wird der Laufkran über eine Funkfernsteuerung.

(kmu)

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