Fragen an Helmut Haas, CEO bei Inneo Solutions

Kurzinterview zum Thema Konstruktion und Cloud

| Redakteur: Luca Meister

Helmut Haas, Geschäftsführer bei Inneo Solutions.
Helmut Haas, Geschäftsführer bei Inneo Solutions. (Bild: Inneo Solutions)

>> Alle sprechen von der Cloud. Doch wie steht es um sie wirklich? Helmut Haas, seit 2002 Geschäftsführer der Firmengruppe Inneo Solutions mit Hauptsitz in D-Ellwangen (zuvor Geschäftsführer der Schweizer Tochtergesellschaft), beantwortet Fragen rund um das Thema Konstruktion in der Cloud mit Fokus auf das neue Software-Paket «Creo». Inneo Solutions vertreibt die PTC-Produktpalette in Deutschland, der Schweiz und Grossbritannien.

SMM: PTC hat «Creo 1.0» letzten Sommer lanciert, mittlerweile ist Version 2.0 erhältlich. Wie verlief die Einführung des Software-Pakets in der Schweiz?

Helmut Haas: Die Schweizer Kunden haben Creo sehr gut angenommen. Vielfach ist man gleich mit der Version 2.0 eingestiegen, um so in den Genuss der Vorteile der neuesten Version zu kommen.

SMM: Wann kommt Version 3.0?

H. Haas: Creo 3.0 ist für den Herbst 2013 angekündigt und wird wieder zahlreiche Highlights und Neuerungen wie z. B. das Einlesen und Bearbeiten der meisten Nativ-Formate anderer Hersteller enthalten.

SMM: Haben Sie erste Feedbacks von Kunden, die spezifisch mit Creo bestimmte Optimierungen in der Produktentwicklung machen konnten?

H. Haas: Highlights, die ich an der Stelle besonders hervorheben möchte, sind das äusserst einfache und dennoch sehr leistungsfähige Bedienererlebnis. CAD-Konstruieren war noch nie so intuitiv, effizient und doch leistungsfähig. Weiterhin sind viele Kunden begeistert von der Kombination aus parametrischem und direktem Modellieren. «Flexible Modelling» hat hier neue Massstäbe gesetzt, da der Anwender die komplexesten Änderungen vornehmen kann und trotzdem die komplette Intelligenz seiner Modelle erhalten bleibt.

SMM: Stimmt es, dass sich viele Schweizer KMU immer noch gegen Cloud-Lösungen sträuben? Oder: Inwiefern nutzen Schweizer KMU bereits Cloud-Lösungen im Bereich Konstruktion und Entwicklung?

H. Haas: Die Skepsis gegenüber Cloud-Lösungen ist noch immer gegeben. Dafür haben wir grosses Verständnis, schliesslich handelt es sich ja auch um sensibelste Unternehmensdaten. Wir sehen dieses Verhalten in gleicher Weise auch in anderen europäischen Ländern. Wir beobachten auch, dass eher andere Unternehmensbereiche und damit andere Unternehmensdaten in die Cloud gehen, bevor die Konstruktion/Entwicklung das tun wird.

SMM: Was für Cloud-Typen werden genutzt?

H. Haas: Die Tendenz geht sicher eher in Richtung private Cloud oder hybride Cloud. Einige Unternehmen haben begonnen, ihre Infrastruktur auszulagern und kommen so an dem Thema konzeptionell nicht mehr vorbei. Dabei ist aber nachvollziehbar, dass man weiterhin Herr seiner Daten und Eigentümer seiner Lösung sein muss. Schon deshalb, weil der Produktentwicklungsprozess unternehmenskritisch ist, wird es auch zukünftig entscheidend sein, hierin seine Wettbewerbsvorteile abzubilden und auszuspielen. Das bedingt dann wiederum eigene und massgeschneiderte Lösungen auf Basis bekannter Lizenz- und Geschäftsmodelle. <<

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