KOF-Konjunkturbarometer & -Beschäftigungsindikator Leicht verbesserte Konjunkturperspektiven, mässige Beschäftigungsentwicklung

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Das KOF-Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) steigt im Januar 2025. Es liegt damit nach einem Rückgang im Vormonat wieder knapp im überdurchschnittlichen Bereich. Die Perspektiven für die Schweizer Konjunktur zeigen sich zum Jahresbeginn leicht verbessert.

Das KOF-Konjunkturbarometer steigt im Januar. Es liegt damit nach einem Rückgang im Vormonat wieder knapp im überdurchschnittlichen Bereich. Die Perspektiven für die Schweizer Konjunktur zeigen sich zum Jahresbeginn leicht verbessert.(Bild:  KOF)
Das KOF-Konjunkturbarometer steigt im Januar. Es liegt damit nach einem Rückgang im Vormonat wieder knapp im überdurchschnittlichen Bereich. Die Perspektiven für die Schweizer Konjunktur zeigen sich zum Jahresbeginn leicht verbessert.
(Bild: KOF)

Das KOF-Konjunkturbarometer legte im Januar um zwei Punkte auf einen Stand von 101.6 Zähler zu (nach revidierten 99.6 im Dezember). Die Indikatorenbündel der in das Konjunkturbarometer einfliessenden entstehungsseitigen Bereiche zeigen mehrheitlich positive Entwicklungen. Insbesondere die Indikatoren für das Verarbeitende Gewerbe, für die übrigen Dienstleistungen, für die Finanz- und Versicherungsdienstleister, sowie für das Gastgewerbe tragen zu dem Anstieg bei. Die Indikatoren des Baugewerbes müssen hingegen zurückstecken. Unter Druck zeigen sich ebenfalls die nachfrageseitigen Indikatoren. Die Indikatoren der Auslandsnachfrage sowie der Konsumnachfrage geben nach.

Innerhalb des Produzierenden Gewerbes (Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe) entwickeln sich insbesondere die Teilindikatoren für die Aussichten der Exportwirtschaft, der Beurteilung von Produktionshemmnissen sowie der Produktionstätigkeit positiv. Rückläufig sind dagegen die Teilindikatoren Auftragslage, Wettbewerbssituation und allgemeine Geschäftslage.

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Die Entwicklungen in den Unterbranchen des Verarbeitenden Gewerbes zeigen sich uneinheitlich. Während insbesondere die Aussichten für die Papier- und Druckindustrie sowie für den Metallbereich eintrüben, hellen sie sich für die Textil- und Bekleidungsindustrie, den Fahrzeug- und Maschinenbau und die Elektroindustrie auf.

KOF-Beschäftigungsindikator: Aussichten bleiben verhalten

Im ersten Quartal 2025 sinkt der KOF-Beschäftigungsindikator auf 2.6 Punkte, nach 3 Punkten (revidiert von 3.9 Punkten) im letzten Quartal 2024. Der Indikator bewegt sich damit weiter in Richtung des langjährigen Mittelwerts von 1.5 Punkten. Die Auswertungen für das erste Quartal 2025 basieren auf den Antworten von rund 4500 Unternehmen, die im Januar zu ihren Beschäftigungsplänen und -erwartungen befragt wurden. Da der KOF-Beschäftigungsindikator der tatsächlichen Beschäftigungsentwicklung vorausläuft, deutet der aktuelle Indikatorwert auf eine mässige Beschäftigungsentwicklung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten hin.

Der leichte Rückgang des Beschäftigungsindikators ist auf beide Teilkomponenten des Indikators zurückzuführen: So bewerten die befragten Firmen die Beschäftigungsaussichten für die kommenden drei Monate per saldo etwas weniger positiv als noch vor drei Monaten (2 Punkte gegenüber 2.5 Punkten vor einem Quartal). Zudem hat sich das Urteil zum Beschäftigungsbestand per saldo ebenfalls leicht eingetrübt (3.2 Punkte gegenüber 3.5 Punkten vor einem Quartal).

Am negativsten werden die Beschäftigungsaussichten im Grosshandel und Verarbeitenden Gewerbe beurteilt. Im Verarbeitenden Gewerbe etwa schätzt per saldo eine recht deutliche Mehrheit der Unternehmen den aktuellen Personalbestand als zu hoch ein und plant in den kommenden Monaten einen Abbau. Der KOF Beschäftigungsindikator dieser Branche ist seit dem vorigen Quartal weiter gesunken und liegt neu bei -12.4 Punkten. Er befindet sich bereits seit Mitte 2023 im negativen Bereich.

Auch im Detailhandel, Grosshandel und Gastgewerbe plant per saldo eine Mehrheit der befragten Unternehmen einen Personalabbau. In den übrigen Branchen, insbesondere bei den Versicherungen, im Baugewerbe und bei den übrigen Dienstleistungen, überwiegt jedoch per saldo die Zahl der Unternehmen, die mit einem Stellenaufbau rechnen.

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