Lükon Thermal Solutions AG: Vertikal-Durchlaufofen schafft deutliche Vorteile

Redakteur: Hermann Jörg

>> Für Trocknungs- und Aushärteprozesse von Lacken oder Vergussmassen, an Leiterplatten mit unterschiedlichen Breiten mittels Umluft, bietet die Firma Lükon Thermal Solutions AG einen platzsparenden und effizienten vertikalen Durchlaufofen mit vollautomatischer Breitenverstellung an. Auf einer vergleichsweise geringen Standfläche erbringt dieser Ofen so viel Durchsatz wie die erheblich längeren Horizontalöfen.

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Vertikal-Durchlaufofen des Typs V-Pro von Lükon. (Bild: Lükon)
Vertikal-Durchlaufofen des Typs V-Pro von Lükon. (Bild: Lükon)

joe. Mit dem «Lükon Vertical Pro»-Durchlaufofen mit automatischer Breitenverstellung können Leiterplatten mit Längen von 60 bis 394 und Breiten von 60 bis 300 Millimeter im ständigen Wechsel (One-Piece-Flow) bearbeitet werden, vorausgesetzt, die Prozessparameter (Temperatur und Zeit) ändern sich nicht.

Die Wärmeprozessanlagen von Lükon, einem international tätigen Lösungsanbieter im Bereich industrieller Wärmetechnik, sind besonders für den Einsatz bei grossen Stückzahlen und bei Prozesszeiten von mehr als zirka 20 Minuten geeignet. Der Standard-Temperaturbereich beträgt 50 bis 200 Grad Celsius (Sonderlösungen auf Anfrage).

Einfache Kalkulation

Thermisch härtende Lacke (also nicht UV-härtende Lacke) werden oft vermieden, da die langen Trocknungszeiten bei hoher Stückzahl den Einsatz grosser und sehr langer Horizontalöfen erfordern. Eine einfache Kalkulation für eine bestückte Leiterplatte mit 250 Millimeter Länge und 50 Millimeter Abstand zwischen je 2 Platinen ergibt bei einer Taktzeit von 1 LP/min und einer Gesamtprozesszeit (Aufwärmen, Halten und Abkühlen) von 40 Minuten bereits 40 LP im Prozess beziehungsweise 40 x 300 Millimeter, also 12 Meter Heizstrecke.

Selbst bei zweispuriger Beschickung benötigt ein Horizontalofen noch immer 6 Meter Tunnellänge (zuzüglich Ein- und Auslauf). In einem Lükon-Vertikalofen kann diese Leistung in einer Anlage mit zirka 2,2 Meter Länge (in der Linie) und etwa 1,3 Meter Tiefe erzielt werden.

Ein weiterer wichtiger Vorteil liegt im Transport jeder einzelnen Leiterplatte auf einem individuell verstellbaren Werkstückträger (Ofentray). Dieser Werkstückträger wird vollautomatisch jeweils auf die Breite der nächsten zugeführten Leiterplatte eingestellt. Theoretisch könnte also jede Leiterplatte andere Abmessungen haben. In der Praxis stellt sich der Vorteil dann ein, wenn mehrmals am Tag auf andere Leiterplattenabmessungen umgestellt werden soll (kleine Fertigungschargen). Im Vergleich zu einem Horizontalofen mit Kettentransport entfällt hier die Notwendigkeit, die Anlage zunächst leer zu fahren, bevor auf das neue Produkte umgestellt werden kann. Je länger die Prozesszeit (Trocknungszeit), desto grösser das Einsparpotential.

Das System wird in den meisten Fällen am Lükon-Vertikalofen, Type V-Pro, eingesetzt, wobei der Basisofen mit 4 bis 14 Zonen exakt den Erfordernissen an Prozessparameter (Zeit und Temperatur) und an die gewünschte Leistung (Taktzeit der Leiterplatten) angepasst werden kann. <<

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