Innovative Werkzeuge

Mapal: Energiesparende Bearbeitung

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Beispiel aus der Praxis

Für einen Kunden aus der Automobilindustrie hat das Unternehmen die Zylinderkopfbearbeitung auf MMS umgestellt. Dadurch konnte auf eine Pumpe mit 12 kW Motorleistung, die im Druckbereich bis 50 bar arbeitet, komplett verzichtet werden. Eine Reihe von Massnahmen machte die Umstellung des Bearbeitungsprozesses möglich.

  • Für die Grundbohrungen von Ventilsitz und -führung wurde ein PKD-Präzisionsaufbohrwerkzeug entwickelt. Durch die exakte Abstimmung der Kanalquerschnitte erfolgt eine gesicherte und gleichmässige Abgabe des Mediums an alle Schneiden. Zusätzliche spezielle Spanraumgeometrien sichern die Spanabfuhr.
  • Die Injektor- und Zündkerzenbohrungen wurden mit zweischneidigen PKD-Werkzeugen ausgeführt. Trotz des grossen Durchmesserunterschieds von 7 auf 23 mm werden dabei die Späne auch ohne Hochdruck sicher aus der Bohrung gefördert. Selbst bei einem Luftdruck von nur 4 bar wird die Bearbeitung prozesssicher durchgeführt.
  • Die Fertigbearbeitung der Nockenwellenlagerbohrung erfolgte mit einem leistengeführten Feinbohrwerkzeug. Führungsleisten aus PKD im Bereich der Schneiden sowie Hartmetall an der Nachführung und auf die Lagerstege abgestimmte MMS-Austritte garantieren bei dieser Bearbeitung die einwandfreie Funktion.

Die möglichen Einsparungen durch den Entfall der Hochdruckpumpe bei einer mittelgrossen Werkzeugmaschine im Dreischichtbetrieb und einem Hauptzeitanteil von 30 % an der Gesamtlaufzeit belaufen sich auf 33 000 kWh Energie. Die Emission verringert sich dadurch um 19 t CO2 – das entspricht etwa der Emission eines PKW bei 160 000 km Laufleistung. <<

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