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Aufgabe und Lösungsweg
Die Firma Stettbacher Signal Processing, der Entwicklungspartner im Projekt, entwarf ein Anwenderkonzept, das pro Regelkanal ein kompaktes Gerät vorsieht. Demnach besitzt jedes Gerät nebst einer Grundausrüstung Steckplätze, welche bis zu zwölf Erweiterungsmodule für verschiedene Sensoren und Aktoren aufnehmen. Um die externe Komplexität und Kosten zu reduzieren, wurden Messverstärker für jeden Sensortyp direkt auf dem betreffenden Erweiterungsmodul integriert. Abgedeckt werden dabei alle gängigen analogen und digitalen Formate wie DMS, LVDT, RS-422 oder SSI. Alle Eingänge werden mit 24 Bit auf einer Rate von 8 kHz quantisiert, unabhängig von der Anzahl der verwendeten Messkanäle.
Grundanforderungen
Die Grundanforderung der Mehrkanaligkeit bedeutet, dass verschiedene Regelkreise mit entsprechenden Antrieben, zum Beispiel Hydraulikpressen, während einer beliebig langen Zeit exakt synchron definierte Lastprofile abfahren können. Diese Forderung ist zentral, wenn beispielsweise das Verformungsverhalten von Brückenträgern mit mehreren gleichzeitigen Angriffspunkten überprüft werden muss. Stettbacher entwickelte zu diesem Zweck eine spezielle Schnittstelle, über welche sich mehrere Einzelgeräte zu einer Einheit verbinden lassen. Besteht die Verbindung, so kooperieren die Geräte und geben sich nach aussen nicht mehr als individuelle Komponenten zu erkennen, sondern als ein exakt synchrones Mehrkanalsystem. Nebst der zentralen Verwaltung von derartigen mehrkreisigen Systemen erlaubt die Verbindung beispielsweise den Austausch von gemessenen Datenströmen. Das heisst, dass ein Sensorsignal nicht nur auf dem Gerät zur Verfügung steht, an dem der Sensor angeschlossen ist, sondern jedem Regelkreis im Mehrkanalsystem ist das betreffende Signal zugänglich. Die so entworfene und anschliessend unter der Bezeichnung PCS8000 realisierte Systemarchitektur bietet eine grosse Flexibilität. Die Modularität optimiert die Systemkosten und reduziert zudem externe Aufwendungen.
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