Toyota Gazoo Racing mit Kistler Messtechnik: Ans Limit gehen, um das Beste zu erreichen Maximale Motorenleistung dank Schweizer Messtechnik

Redakteur: Silvano Böni

Der Motor eines World Rally Car (WRC) ist ein kleines Wunderwerk. 1,6 Liter Hubraum, 380 PS und über 325 Nm Drehmoment. Damit dieser auch unter Extrembedingungen effizient und reibungslos funktioniert, muss er optimal entwickelt werden. Die Motorsportprofis von Toyota vertrauen bei der Motorenentwicklung ihrer Rallyefahrzeuge daher auf die Messexpertise von Kistler.

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Die Anforderungen an die Rallyewagen sind enorm. In insgesamt 13 Rennen fahren die Motorsportprofis auf Schotter, Asphalt und Schnee.
Die Anforderungen an die Rallyewagen sind enorm. In insgesamt 13 Rennen fahren die Motorsportprofis auf Schotter, Asphalt und Schnee.
(Bild: TOYOTA GAZOO Racing)

Toyota blickt in seiner Motorsportgeschichte auf über sieben Jahrzehnte Erfahrung zurück. Die verschiedenen Motorsportaktivitäten bündelt der japanische Automobilhersteller unter dem Dach von Toyota Gazoo Racing. Nach dem Motto «Jedes Hindernis überwinden, um bessere Autos zu bauen und unter den Extrembedingungen des Motorsports neue Technologien und Lösungen zu entwickeln» arbeiten in der Toyota Motorsport GmbH in Köln zahlreiche Teams aus engagierten Experten laufend an der Optimierung der Motoren.

Nach 17 Jahren zurück an der Spitze

Der Wiedereinstieg von Toyota Gazoo Racing nach 17 Jahren Abwesenheit in die FIA-Rallye-Weltmeisterschaft hätte gar nicht besser laufen können: Mehrere Rallye-Gesamtsiege können sich Team­leiter und Weltmeister Tommi Mäkinen und seine Mannschaft auf die Fahne schreiben. Ein Erfolg, an den zunächst niemand geglaubt hat: «Das Jahr 2017 war eigentlich als Entwicklungsjahr gedacht, aber das Team hätte sich keinen besseren Start in die Meisterschaft wünschen können.»

Enorme Anforderungen an die Messtechnik

Der Grundstein für den Erfolg des japanischen Rallye­teams wurde 2016 gelegt, als sich Toyota dazu entschied, in der Motorenentwicklung auf die Messtechnik von Kistler zu setzen. «Der Motor ist das Herzstück des Fahrzeugs. Neben den persönlichen Fähigkeiten des Rallyefahrers entscheidet seine Leistung im Wettkampf über Sieg oder Niederlage. Daher widmen wir ihm gemeinsam mit unserem Partner Kistler unsere vollste Aufmerksamkeit», erklärt Mäkinen. «Weil die Anforderungen an die Rallyewagen so enorm sind, muss die Messtechnik entsprechend zuverlässig und robust sein.»

Mobile Lösung für einhundertprozentige Testergebnisse

In der Vergangenheit hat der japanische Auto­mobilhersteller seine Motoren ausschliesslich am Prüfstand getestet. «An unseren Testanlagen konnten wir viele Szenarien simulieren und die Leistung unserer Motoren ausgiebig prüfen. Weil diese Simulationen die Realität nicht zu einhundert Prozent abbilden können, haben wir nach einer mobilen Lösung gesucht, mit der wir die maximale Motorenleistung unter realen Bedingungen testen und optimieren können», erläutert Martin Gerhardt, Se­nior Engineer R&D bei der Toyota Motorsport GmbH.

Dabei stiessen er und sein Team auf die KiBox von Kistler. Das bewährte Indiziersystem vereint die gesamte Hard- und Software zur Datenerfassung in einem kompakten und intuitiv bedienbaren Messgerät. Das System liefert detaillierte Informationen zur Qualität der Verbrennung in den einzelnen Zylindern und macht alle Kenndaten in Echtzeit verfügbar, die für die Motorenentwicklung relevant sind. Ein weiterer Vorteil: Das flexible System eignet sich sowohl für den mobilen Einsatz als auch für den Prüfstand. Weil die KiBox auch bei hohen g-Kräften und Beschleunigungen zuverlässige und sichere Messdaten liefert, ist sie für den Motorsport prädestiniert. Auch die Einsatztemperaturen von 40 °C bei Rallyes in Südeuropa und –20 °C in Skandinavien stellen für die KiBox kein Hindernis dar.

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