Fakuma 2014: Messevorschau Mehr als nur 3D-Druck

Redakteur: Luca Meister

Die Fakuma – Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, verbucht in ihrer 23. Ausgabe eine rekordverdächtige Anzahl an Ausstellern und eine sehr hohe Internationalität bezüglich des Angebots an Hard- und Software für die industrielle Kunststoffverarbeitung. Die am Bodensee stattfindende Messe ist auf das globale Entscheider-Fachpublikum ausgerichtet und widmet sich allen relevanten Themen rund um das Verarbeiten von Kunststoffen.

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Die komplette Prozesskette der Kunststoffverarbeitung im Visier: Impressionen der letzten Fakuma.
Die komplette Prozesskette der Kunststoffverarbeitung im Visier: Impressionen der letzten Fakuma.
(Bild: P. E. Schall)

mei. Auch im Jahr 2014 herrscht in Sachen kunststofftechnischer Innovationen kein Mangel. Das ist an solchen Trends wie energie- und materialsparende Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffteilen, zunehmender Einsatz von Verbundwerkstoffen, verfeinertes Präzisionsspritzgiessen von Mikro- und Medizintechnikbauteilen, weitergehende Funktionsintegration trotz Miniaturisierung und noch dünnwandigerer Bauteile/Baugruppen, neue Anwendungen der Rotationsgiesstechnologie wie die Thermoformverfahren und nicht zuletzt von den 3D-Druckverfahren abzulesen.

Weiter profitiert die Messe von einem beachtenswerten Zulauf an Anbietern, die im Stil «von der Produktentwicklung über das Rapid Prototyping und die Werkzeugherstellung bis zur Serienfertigung» die ganze Prozesskette abdecken. Die Aussteller, dabei sowohl Hersteller und Zulieferer als auch Anbieter und Händler, kommen aus 30 Nationen. Nach Deutschland mit dem grössten Ausstellerkontingent (640 Unternehmen) folgt die Schweiz mit 62, Italien mit 59 und Österreich (27) und China (21).

Seit Jahren generativ

Spritzgiessmaschinen, Thermo-Umformtechnik, Extrusionsanlagen, Werkzeugsysteme, Werkstoffe und Bauteile: Die Messe bleibt sich treu und versagt sich dem Modetrend (um nicht zu sagen: schwer nachvollziehbaren Hype) im Bereich generativer Fertigungsmöglichkeiten. Genau genommen gibt es sich da aber gar nichts zu versagen, denn eben die generativen Fertigungsmöglichkeiten stellen schon seit vielen Jahren einen elementaren Baustein des Messeportfolios dar. Nimmt man das neue Schlagwort «3D-Printing» weg und ersetzt es durch die altbekannten Begriffe «Rapid Prototyping» in Form von Stereolithographie oder Lasersintern von Kunststoff- und Metallpulvern sowie ähnliche Technologien/Verfahren, dann befindet man sich gleich wieder in der tatsächlichen Welt der industriellen Herstellung von Prototypen, Musterteilen und Kleinserien.

Messe im Kompaktformat

Die Fakuma setzt nach wie vor auf die Darstellung der kompletten Prozesskette der Kunststoffverarbeitung. Diese beginnt bei der Produktentwicklung, setzt sich über den Werkzeug- und Formenbau fort, mündet dann in der industriellen Fertigung inklusive Qualitätssicherung und schliesst etwa mit der Produktverpackung oder Weiterverarbeitung per Baugruppenmontage ab. Das alles inklusive Prozess- und Materialflussperipherie.

Die kunststoffverarbeitende Branche findet in Friedrichshafen in Sachen Hard- und Software alles vor, was sie zur effizienten, ressourcenschonenden und hoch wirtschaftlichen Qualitätsproduktion von Kunststoffprodukten benötigt. Präsentiert werden im Kompaktformat das aktuelle Angebot an Technologien, Verfahren, Werkstoffen, Maschinen, Werkzeugen, Produkten und Systemlösungen.

Dazu gibt es Sonderschauen und Foren, Guided Tours oder die in Planung befindliche Präsentation der VDMA-Nachhaltigkeitsinitiative «Blue Competence» des Fachbereichs Kunststoff- und Gummimaschinen. <<

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