Mehr Erfolg mit digitaler Produktentwicklung

Redakteur: Redaktion SMM

Die Einführung der 3D-Konstruktion mit Autodesk Inventor brachte bei der Rösler Schweiz AG nicht nur höhere Qualität und Produktivität in die Konstruktion von Maschinen zur Entgratung von Kunststoffprodukten, sondern auch mehr Freude an der Arbeit. Dank digitaler Produktentwicklung ist so für mehr Durchsatz in der Konstruktion und mehr Umsatz im Verkauf gesorgt. Dies ist gerade in Krisenzeiten überlebenswichtig.

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Fru. Werden Kunststoffteile nach dem Fertigungsprozess aus der Spritzgussmaschine entnommen, weisen sie oft scharfkantige Grate auf. Diese wären aufwändig manuell zu entfernen, gäbe es nicht die Anlagen der Rösler Schweiz AG, die diese Aufgabe in maschinellen Verfahren mit hoher Durchsatzleistung kostengünstig erledigen. Die schweizerische Niederlassung der internationalen Rösler-Gruppe firmierte bis 1998 unter dem Namen Hunziker und hatte mit Strahlkabinen auf dem Markt Fuss gefasst. Seit der Gründung 1958 entwickelte sich die Firma aus einem Handwerksbetrieb zu einem Hersteller von automatisierten Maschinen für das Entgraten, die Oberflächenbehandlung und das Finishing.

Heute gehören Sandstrahlsysteme, automatisiert als Durchlaufanlagen für Schüttgut oder als Fertigungszellen für grössere Teile, zu den Produkten des Betriebs in Kirchleerau im Kanton Aargau. Rund 35 Mitarbeiter sind an diesem Standort beschäftigt. Die deutsche Muttergesellschaft, die Rösler Oberflächentechnik GmbH mit Sitz im unterfränkischen Untermerzbach, ist heute ein grosses internationales Unternehmen mit über 1200 Mitarbeitern und Niederlassungen auf allen Kontinenten. Sie beschäftigt sich vorwiegend mit der Oberflächenbearbeitung von metallischen Bauteilen.

Start mit AutoCAD

Die Entwickler in Kirchleerau begannen Anfang der 90er Jahre, mit CAD zu konstruieren. Sie entschieden sich für das am weitesten verbreitete System AutoCAD. Als der Entwicklungsleiter Werner Schneider im Jahr 2001 in die Firma eintrat, war Auto-CAD/Genius-Version 14 und die Datenverwaltung Compass, das heutige Autodesk Productstream Professional, bereits auf fünf Arbeitsplätzen im Einsatz. «Ich fing damals als Projektleiter hier an. Eine meiner Bedingungen beim Einstellungsgespräch war, dass in der Konstruktion ein 3D-CAD-System eingeführt wird. Ich besass zu dem Zeitpunkt zwar keine eigene 3D-Erfahrung, hatte aber Systeme wie Solid Works und Solid Edge im Betrieb gesehen und war sicher, dass diese Technologie Vorteile bringt», erzählt Schneider, der vor zweieinhalb Jahren die Leitung der Technik und Entwicklung in der Rösler Schweiz AG übernahm.