Berufsmeisterschaften 2012 Meister im Drehen, Fräsen und Montieren

Redakteur: Anne Richter

>> Auf der Swisstech drehten, frästen und montierten vom 19. bis 22. November 2012 die 24 besten Polymechaniker aus den nationalen Vorausscheidungen um den Schweizermeistertitel in den Disziplinen CNC-Fräsen, CNC-Drehen und Automation. Armin Beckerbauer von der Ruag Schweiz AG errang dabei neben seiner Goldmedaille in der Automation den Titel ‚«Best of All» unter allen Teilnehmern.

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Schweizermeisterschaften auf der Swisstech: Disziplin Automatisation.
Schweizermeisterschaften auf der Swisstech: Disziplin Automatisation.
(Bild: Anne Richter, SMM)

ari. Vom vom 19. bis 22. November 2012 kämpften auf dem Gemeinschaftsstand von Swissmechanic während der Swisstech die 24 besten Polymechaniker aus den nationalen Vorausscheidungen um den Schweizermeistertitel in den Disziplinen CNC-Fräsen, CNC-Drehen und Automation. Die Schweizermeister qualifierten sich damit für die Worldskills, die im nächsten Jahr vom 2. bis 7. Juli in Leipzig stattfinden werden.

Rund 50 meist Ausgelernte beteiligten sich im ersten Halbjahr 2012 an einer freiwilligen Vorausscheidung zur Schweizermeisterschaft der Polymechaniker. In den Disziplinen – CNC-Drehen, CNC-Fräsen und Automation – mussten sie innert 16 Stunden nach Plan eine Aufgabe in ihrem Betrieb erfüllen. Darüber hinaus wurden sie theoretisch in ihrem fachlichen Wissen und räumlichen Denken geprüft und mussten Konzentrationsaufgaben lösen. Die besten acht aus allen drei Disziplinen qualifizierten sich so für die Schweizermeisterschaft, die vom 19. bis 23. November 2013 an der Fachmesse Swisstech in Basel durchgeführt wurde.

Innerschweizer Dominanz in der Disziplin Automation

Die Polymechaniker/Automation mussten nach Plan in 22 Stunden eine kleine 3-Walzen-Biegemaschine komplett herstellen, angefangen von der Herstellung der Teile, über Aufbau und Verdrahtung, bis hin zur Inbetriebnahme. «Man sieht teilweise schon grosse Unterschiede in Erfahrung und Routine», erklärt Experte François Fiechter. Ein auffallendes Zeichen für die Qualität der Ausbildung im Lehrbetrieb setzten die Ruag-Polymechaniker, belegten sie doch gleich die ersten fünf Ränge. Armin Beckerbauer durfte sich am Ende zudem als «Best of All» feiern lassen.

CNC-Fräser mit grosser Erfahrung

Auch bei den CNC-Fräsern zeigte sich bereits während des Wettkampfes deutlich, wer wohl am Ende obenaus schwingen würde. Experte Jürg Marti jedenfalls konnte schon am Morgen des dritten Tages feststellen: «Pascal Sieber sticht hier schon heraus, er arbeitet beeindruckend ruhig und konzentriert. Während andere noch ihre Maschine einstellen, ist er bereits mitten in der Fräsarbeit.» Und tatsächlich konnte der junge St. Galler aus Oberriet am Freitag die Goldmedaille in der Disziplin CNC-Fräsen entgegennehmen.

Kopf-an-Kopf-Rennen beim CNC-Drehen

Bei den CNC-Drehern war eine eigentliche Premiere zu verzeichnen. Mit Melani Skaljac nahm zum ersten Mal eine junge Frau an der diesjährigen Schweizermeisterschaft teil. Die Heerbruggerin hatte damit aber keine Probleme, denn schon in der Berufsschule war eine von nur vier Frauen unter 80 jungen Männern im selben Jahrgang. Inzwischen sind jedoch erfreulicherweise bereits rund die Hälfte aller Lehrlinge bei ihrem Arbeitgeber, der Sulzer Mixpac AG, weiblich. «Ich möchte nach Leipzig», sagte sie noch vor dem Wettbewerb. Gereicht hat es nicht ganz, trotzdem hat sie den respektablen sechsten Platz erreicht. Gewonnen hat hier Riccardo Bieler von der Hamilton AG. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennnen mit dem zweitplatzierten Maurice Dombon von der Ruag Schweiz AG konnte sich Riccardo Bieler dank grösserer Nervenstärke durchsetzen.

Besuch aus Kanada

Auch für Tobias Meyer, Experte und Teilnehmer an den WorldSkills London 2011 war es eine etwas besondere Meisterschaft. Er hatte nämlich Besuch aus Kanada. Wayne R. DeJong, Direktor der Heritage Tool in Ontario wird in Leipzig als Experte mit dabei sein, und liess sich von Meyer in die Geheimnisse der Bewertung einführen. Zusammen werden sie dann im kommenden Juli in Leipzig dafür sorgen, dass die WorldSkills fair ablaufen und die Arbeiten sorgfältig bewertet werden. <<

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