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Hohe Fertigungstiefe im Unternehmen
Reiden verfügt über eine relativ hohe Fertigungstiefe und setzt mittlerweile seinen Maschinenpark auch dann ein, wenn ein Kunde nicht genügend Kapazitäten hat. Eindrücklich konnte dies auf einer BFR 23 unter Span verfolgt werden. Auf dieser Maschine mit automatischem Palettenwechsler konnte die Bearbeitung eines Diffusors für die Wasserkraftwerke KWO ? eines der grössten und komplexesten Schweizer Wasserkraftwerke ? unter die Lupe genommen werden.
Komplexe Zerspanung eines Diffusors
«Eine solche Bearbeitung wurde erstmalig auf einer Reiden-Maschine gefertigt», hebt D. Lustenberger hervor und schliesst an: «Ich muss in diesem Zusammenhang auf die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Werkzeughersteller Walter AG in Solothurn hinweisen, die uns bei der Zerspanung dieses schwierigen Werkstoffes und in Bezug auf die Frässtrategie wertvolle Hinweise gegeben hat. Walter verfügt gerade im Bereich der Bearbeitung von hochfesten Materialen über aussergewöhnliche Kompetenzen, die nicht zuletzt aus dem Bereich des Turbinenfräsens herrühren.»
Das Unternehmen KWO nutzt aktuell die Möglichkeit, bei Reiden den Diffusor zu fertigen. Der Diffusor sitzt vor dem Turbinenrad und leitet das Wasser in einem optimalen Winkel auf die Turbinen. Aufgrund des im Wasser enthaltenen Sandes muss der Werkstoff sehr abrassionsbeständig sein, was entsprechend aufwendig ist zu zerspanen. Bei dem Rostfrei-Werkstück werden 690 kg der 1100 kg Rohgewicht zerspant. Zirka 200 Stunden (Schruppen und Schlichten) ist das Werkstück auf der Maschine, wobei der Schruppvorgang eineinhalb Tage beansprucht.
Wie D. Lustenberger gegenüber dem SMM sagt, «zeigt Reiden hiermit, das die Reiden-Maschinen perfekt auch für die komplexe Turbinenfertigung konzipiert sind. Bei 200 Stunden Bearbeitungszeit, stellt sich aber auch die Frage, warum die Maschine mit einem automatischen Palettenwechselsystem ausgerüstet ist. D. Lustenberger weiss sofort die Antwort: «Wenn wir während der Diffusor-Bearbeitung schnell ein Teil dazwischen schieben wollen, geht das vollautomatisch, hochpräzis, und ohne Unterbruch.»
Der Rolls Royce unter den Werkzeugmaschinen
Direkt daneben steht eine RS 15, intern als der Rolls Royce unter den Reiden-Maschinen bezeichnet. Dank der sechs Achsen ist auf dieser Maschine praktisch alles möglich zu bearbeiten, was in den Bearbeitungsraum passt.
Es handelt sich aber um ein High-End-Produkt, das wie ein Rolls Royce auch seinen Preis hat. Die Maschine ist dann für Anwender interessant, wenn sie eine extrem universelle Maschine für ein heterogenes und hochkomplexes Teilespektrum benötigen mit Höchstanforderungen an die Präzision. «Wenn sie in die RS 15 investieren, bekommen sie», so D. Lustenberger, «viel exzellente Technik auf engstem Raum.»
RX 10 löst BFR 1 ab
Das Nachfolgermodell der BFR 1 ist die RX 10. Auf ihr wurde aus dem Vollen während der Hausausstellung ein Schneckengetriebe-Gehäuse für die Reiden BFR 22-24 gefertigt. In nur 23 Minuten kommt das Schneckengehäuse praktisch fertig bearbeitet aus der Maschine. Selbst Passungsbohrungen mit einem Durchmesser von 150 mm in H7 werden mit der Maschine problemlos zirkular gefräst. «Früher hätte man das ausdrehen müssen», sagt der Maschinenoperateur gegenüber dem SMM.
Ausserordentlich massiv ausgelegt
Obwohl die RX 10 vom Maschinenaufbau ein anderes Konzept aufweist, ist sie nach Aussage von D. Lustenberger, «eine ideale Nachfolgermaschine der BFR 1». Ein grosser Vorteil sei bei dieser Maschinenkonzeption der Polymerbeton, und zwar aus folgendem Grund: Bei den eher geringen Stückzahlen ist die Verfügbarkeit von Guss nicht 100% sichergestellt ? das ist bei Polymerbeton erheblich besser.
Da die Maschine mit einem Gesamtgewicht von 16 Tonnen ausserordentlich massiv ausgelegt ist und der Polymerbeton schwingungsdämpfend ist, sind auch die Präzisionen am Werkstück entsprechend hoch.
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