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Deutsche Edelstahlwerke: Pulvermetalle speziell für Additive Fertigung Metallpulver für hochwertigen 3D-Druck

| Redakteur: Konrad Mücke

Die Deutschen Edelstahlwerke (DEW), zugehörig zu Schmolz + Bickenbach, erweitern ihr Spektrum an Metallpulvern zum additiven Fertigen. Für eine hohe Qualität der Bauteile optimieren die Werkstoffspezialisten gemeinsam mit Fertigungsbetrieben die gesamte Prozesskette.

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Dank einem breiten Spektrum verdüster Metallpulver, basierend auf Eisen, Nickel oder Kobalt, können Fertigungsbetriebe additiv hochwertige Bauteile fertigen.
Dank einem breiten Spektrum verdüster Metallpulver, basierend auf Eisen, Nickel oder Kobalt, können Fertigungsbetriebe additiv hochwertige Bauteile fertigen.
(Bild: Schmolz + Bickenbach DEW)

Additiv zu fertigen erweist sich erheblich flexibler hinsichtlich der zu verwirklichenden Bauteilgeometrien verglichen mit dem konventionellen Zerspanen. Allerdings hängen mechanische und strukturelle Eigenschaften der generierten Werkstücke entscheidend von der Qualität der Metallpulver ab. Spezielle Merkmale der Pulver, beispielsweise die Reinheit, die Legierungsanteile und die Partikelgrösse, beeinflussen wesentlich den Herstellungsprozess der Bauteile beim Laser-Schmelz-Verfahren.

Pulver basiert auf Eisen, Nickel und Kobalt

Um die Prozesssicherheit beim additiven Fertigen zu erhöhen und eine gleichbleibende Qualität der erzeugten Werkstücke gewährleisten zu könnnen, haben die Deutschen Edelstahlwerke inzwischen ihr Spektrum an Metallpulvern Printdur deutlich erweitert. Es umfasst nunmehr Werkstoffe auf Basis von Eisen, Nickel und Kobalt. Zum Herstellen der Pulver werden die Rohstoffe in einem Induktionsofen verflüssigt. Danach durchlaufen sie eine Anlage zum Gasverdüsen. In ihr werden die Partikel sphärisch eingeformt. Die so gebildeten, kugeligen Partikel sorgen dafür, dass das generierte Metallpulver ausgezeichnet und gleichmässig fliesst. Zudem lässt es sich sehr gut dosieren. Mit diesen Eigenschaften eignen sich die Metallpulver bestens für unterschiedliche Anlagen zum additiven Fertigen. Derzeit stellt der Produzent mehr als 200 unterschiedliche pulvermetallurgische Werkstoffe zur Verfügung.

Vom Design bis zum Recyclieren

Insbesondere die Luft- und Raumfahrt, die Medizintechnik und der Werkzeug- und Formenbau profitieren bereits von den Vorteilen additiv gefertigter Bauteile. Künftig werden generativ hergestellte Werkstücke wahrscheinlich zunehmend auch für den Leichtbau in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Dafür sind allerdings einige weitreichende Verbesserungen an den verwendeten Werkstoffen, in der Konstruktion der Bauteile und beim Produktionsprozess erforderlich. Der Werkstoffhersteller beabsichtigt, Anwender im gesamten Produktionsprozess mit seinem Know-how zu unterstützen. Dabei kann er auf eigene Erfahrungen und umfassendes Fachwissen hinsichtlich der additiven Fertigung zugreifen. Er verfügt über zeitgemässe Anlagen zum Additive Manufacturing. Auf ihnen kann er die erzeugten Pulver verarbeiten und prüfen, Halbzeuge und einbaufertige Bauteile herstellen.
Dazu berichtet Dr. Horst Hill, Leiter des Bereichs Sonderwerkstoffe bei den Deutschen Edelstahlwerken: «Von der eigenen Legierungsidee bis zum gedruckten Endprodukt helfen wir Anwendern dabei, ihre Produkte zu verwirklichen. Dabei arbeiten wir schrittweise. Wir definieren gemeinsam die Forderungen, entwickeln den Werkstoff, realisieren die Pulververdüsung, erproben und optimieren den Werkstoff und unterstützen sogar beim Recycling des Pulvers. Auch hinsichtlich der jeweils benötigten Mengen an Metallpulvern agieren wir extrem flexibel. Wir liefern sowohl kleinste als auch sehr grosse Mengen individuell abgestimmt auf den Bedarf.» - kmu - SMM

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