Mikrowerkzeuge effektiv überprüfen
Neue Werkzeuge haben oft kleine Fehler, die sich erst zeigen, wenn die ersten unbrauchbaren Teile produziert sind. Umgekehrt werden gebrauchte Werkzeuge manchmal aussortiert, obwohl sie eigentlich noch funktionstüchtig sind. Mit dem µ-view hat der bayrische Maschinenhersteller Kern ein Produkt auf den Markt gebracht, das einen unkomplizierten Werkzeug-Check im täglichen Betrieb ermöglicht. Erstmalig lassen sich damit auch Mikrowerkzeuge im Submillimeter-Bereich überprüfen
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Kleines µ, grosse Wirkung: In der Präzisionsteilefertigung führen schon geringste Abweichungen in Form-, Rundlauf oder Winkelgenauigkeit von Mikrowerkzeugen zu unbrauchbaren Werkstücken. Leider sind auch neue Werkzeuge nicht immer ein Garant für höchste Oberflächengüten. Daher lohnt sich der kritische Blick auf das Werkzeug, bevor es in der Fertigung eingesetzt wird. Denn jeder Werkzeugfehler kostet Zeit und Geld und verzögert im schlimmsten Fall Liefertermine.
Bedarf: Geeignete Lösung für Ortung von Werkzeugfehlern
Mit den heute gebräuchlichen Mikroskopen, die maximal über einen 50-fach-Zoom verfügen, lassen sich zwar die gröbsten Werkzeugmängel orten. Doch wenn der Teufel im Detail steckt, werden Werkzeugfehler leicht übersehen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, lässt seine Werkzeuge im Labor auf Herz und Nieren prüfen. Keine besonders effektive Lösung, denn neben hohen Kosten bedeutet das auch Wartezeit und somit Produktionsausfälle.
Probleme, die auch bei der Kern Micro-und Feinwerktechnik bekannt sind. Im oberbayrischen Murnau fertigt das Unternehmen Ultrapräzisionsteile, beispielsweise für Uhren. «Bisher gab es noch kein geeignetes System auf dem Markt, mit dem Unternehmen ihre Mikrowerkzeuge vor Ort selbst auf Fehler checken konnten», so Geschäftsführer Rudolf Riedel und ergänzt: «Mit dem Kern-µ-view lässt sich der Vorab-Check von Werkzeugen unkompliziert in den Produktionsalltag integrieren, und bei guter Auslastung amortisieren sich die Investitionskosten schon innerhalb eines Jahres.»
