Mit seiner Produktreihe Neologiq präsentiert Iscar verschleissbeständige, hochgenau bearbeitende Werkzeuge für nahezu sämtliche spanenden Bearbeitungsverfahren. Damit zeigt der Werkzeughersteller erneut, dass er fortlaufend Innovationen vorantreibt.
HSC nachgerüstet: Die mit Kühlschmiermittel betriebenen Spindeln Spinjet werden in den Hauptspindeln aufgenommen.
(Bild: Iscar)
Die Automobilindustrie und zahlreiche weitere Branchen befassen sich mit einem raschen technologischen Wandel. Einhergehend sind von Fertigungsbetrieben andere Werkstoffe und Werkstücke zu bearbeiten. Das erfordert selbstredend angepasste Werkzeuge. Der Werkzeughersteller Iscar beansprucht für sich, eine Führungsrolle hinsichtlich der Entwicklung optimal geeigneter Werkzeuge einzunehmen. «Where innovation never stops» prangt beispielsweise als Slogan an den Wänden seiner Produktionsanlagen. Seit mehreren Jahrzehnten steht dieses Motto synonym für das gesamte Unternehmen. Auch zwei Jahre mit eingeschränkter Geschäftstätigkeit durch die weltweite Krankheitswelle konnte die Entwicklungsabteilungen nicht daran hindern, zukunftsweisende Werkzeuge zu entwickeln. Entstanden ist die Produktreihe Neologiq, die dazu beitragen soll, dass Fertigungsbetriebe «intelligent» bearbeiten können.
Effizient bohren
Sein Wechselkopf-Bohrsystem Cham-Drill hat der Werkzeughersteller um neue Bohrköpfe mit 33 bis 40 mm Durchmesser erweitert. Diese können in jeden Bohrkörper mit der passenden Schnittstellengrösse montiert werden. Das Hauptmerkmal der neuen Köpfe ist eine multifunktionale Schneidengeometrie. Damit lassen sich unterschiedliche ISO-P-, M- und S-Werkstoffe, wie Stahl, rostfreier Stahl, hitzebeständige Superlegierungen und Titan, effizient bearbeiten. Eine Genauigkeit innerhalb der Toleranzklassen IT10 bis IT9 ist sichergestellt. Dank der unterschiedlichen Geometrien profitieren Anwender von grosser Flexibilität bei der Anwendung in unterschiedlichen Werkstoffen sowie von reduzierten Lagerhaltungs- und Anschaffungskosten. Die Produktlinie Logiq Q 3 Cham basiert ebenfalls auf auswechselbaren Vollhartmetall-Bohrköpfen mit drei Schneidkanten für eine verbesserte Produktivität. Es stehen künftig Flachbohrköpfe für Bohrungen mit flachem Grund zur Verfügung. Das ist für Schrauben-Senkbohrungen, Feder- und Dichtsitze erforderlich. Durch das neue Design können Anwender ohne Pilotbohrung ins Volle arbeiten. Für die modulare Bohrer-Reihe Modudrill mit austauschbaren VHM-Köpfen und Wendeschneidplatten (WSP) enthält die aktuell vorgestellte Produktlinie ein praktisches Zubehörteil. Mit der Bohrkörperverlängerung Extension kann der Anwender in Bohrungen mit 33 bis 40 mm Durchmesser einfach um 200 mm tiefer bohren. Auch für das Reiben bei hohen Geschwindigkeiten gibt es nunmehr ein zusätzliches, kombiniertes Reib-Rollier-Werkzeug mit VHM-Reibkopf. Es verkürzt die Bearbeitungszeit deutlich und erzeugt hochgenaue Bohrungen mit spiegelglatten Oberflächen.
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Stabil drehen
Modulare Werkzeuge lassen sich für individuelle Forderungen einfach und rasch anpassen. Das aktualisierte Wechselkopf-Drehsystem Neoswiss steht deshalb mit sechs unterschiedlichen Werkzeugköpfen für alle üblichen Bearbeitungen, wie Drehen, Ab- und Einstechen, Gewinde- oder Stechdrehen, zur Verfügung. Der Schaft der Werkzeuge bleibt beim Kopfwechsel in der Maschine. Das Fachpersonal wechselt lediglich schnell und einfach den Werkzeugkopf, der mit nur einer Schraube im Schaft befestigt ist. Dank speziellem Klemmmechanismus und Vierpunktanlage sitzt der Wechselkopf fest und sicher. Wiederholtes Messen und Anfahren entfallen. Die Drehmaschinen können nach einem Wechsel der Köpfe ohne weitere Rüstzeit unverzüglich produzieren. Als Combi D Lock bezeichnet der Werkzeughersteller ein erweitertes, anwenderfreundliches Kniehebel-Klemmsystem. Das neue Design kombiniert alle Vorteile der Kniehebelspannung mit der hohen Stabilität einer Spannpratze. Dabei wird die Wendeschneidplatte von oben und unten geklemmt. Das verlängert die Standzeit und steigert die Produktivität im Vergleich zur herkömmlichen Kniehebelklemmung. Zentrales Element der Abstechwerkzeuge Logiq F Grip ist der verstärkte, robuste Spannschaft für quadratische Schneidenträger mit vier Plattensitzen. Anwender profitieren von zusätzlicher Stabilität und Vibrationsbeständigkeit beim Ab- und Einstechen.
Wirtschaftlich Schruppfräsen
In der Reihe Fräswerkzeuge Neodo S890 stehen nunmehr 90°-Wendeplattenfräser für Schrupp- und Vorschlichtbearbeitungen mit robusten, doppelseitigen, quadratischen Wendeschneidplatten mit acht Schneiden zur Verfügung. Diese Werkzeuge vereinfachen das Plan- und Eckfräsen von Schultern. Sie bieten zudem eine Option, dabei ganz nah dran zu fräsen – auch wenn dies durch das Werkstück oder die Werkstückhalterung nur eingeschränkt möglich sein sollte. Weiter ergänzt der Werkzeughersteller seine Produktreihe Neodo S890 um gesinterte Wendeschneidplatten mit 0,8 mm Eckenradius sowie Schaftfräser mit 25 und 32 mm Durchmesser. Speziell zum Schruppen und Vorschlichten komplexer Oberflächen enthält die erweiterte Produktpalette nun doppelseitige WSP-Rundfräser. Sie eignen sich speziell für den Werkzeug- und Formenbau, zum Bearbeiten grosser Werkstücke in der Energiebranche sowie in der Luft- und Raumfahrt. Das Plattensitzdesign mit der speziellen sphärischen Freiflächengeometrie sorgt für eine zuverlässige Klemmung und eine reibungslose Indexierung der Schneidplatten. Je nach Schnitttiefe lassen sich bis zu sechs Wendeschneidplatten pro Seite montieren. Dazu muss die Klemmschraube nicht entfernt werden. Auch das Programm an Vollhartmetallfräsern hat der israelische Werkzeughersteller um Varianten mit weiteren Werkzeugdurchmessern und Eckenradien ausgebaut.
Stand vom 30.10.2020
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HSC für kleinste Werkzeuge nachrüsten
Speziell für Werkzeuge mit kleinen Durchmessern hat Iscar die mit Kühlschmiermittel betriebenen Schnelllaufspindeln Spinjet verwirklicht. Damit können Maschinen auf höhere Schnittgeschwindigkeiten aufgerüstet werden. Die Variante Micro 90 ist für rotierende Miniaturwerkzeuge beim Fräsen, Bohren, Senken, Gewindefräsen, Anfasen, Entgraten und Gravieren vorgesehen. Sie besteht aus einem sechsteiligen Titan-Gussgehäuse. Sie erreicht 35 000 bis 53 000 min–1 Drehzahl. Häufig bilden Spannfutter unerwünschte Störkonturen. Um dennoch ausgewählte Geometrien an Werkstücken bearbeiten zu können, müssen deshalb weit auskragende Werkzeuge eingesetzt werden. Das erübrigen künftig die besonders schlanken Werkzeughalter mit Schrumpffutter der Reihe X-Stream. Sie verfügen über eine Kühlmittelzufuhr am Werkzeugschaft entlang. SMM