Robert Ott: Diversifizieren Mit breit gefächerten Technologien Krise abfedern

Das Gespräch führte Konrad Mücke 2 min Lesedauer

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Zum alljährlichen Resümee der aktuellen wirtschaftlichen Situation haben wir Inhaber und Geschäftsführer produzierender Unternehmen befragt. Robert Ott, CEO des gleichnamigen CNC-Fertigers in Seon, sieht sich in einer guten Position dank seiner breit gefächerten Fertigungsverfahren und Kundenbranchen.

Robert Ott, CEO der Robert Ott AG: «Mit unserer Strategie, möglichst sämtliche Produktionsverfahren im eigenen Betrieb vorzuhalten, sind wir auf dem richtigen Weg.»(Bild:  RMR)
Robert Ott, CEO der Robert Ott AG: «Mit unserer Strategie, möglichst sämtliche Produktionsverfahren im eigenen Betrieb vorzuhalten, sind wir auf dem richtigen Weg.»
(Bild: RMR)

Wie beurteilen Sie das aktuelle wirtschaftliche Umfeld?

Robert Ott: Das wirtschaftliche Umfeld ist derzeit eher als schwierig einzustufen. Nebst anhaltend tiefer Auslastung im Industriesektor und politischen Konflikten kämpfen die meisten Unternehmen gegen den ausgeprägten Fachkräftemangel.

Welche Auswirkungen hat das Umfeld auf Ihr Unternehmen?

R. Ott: Wir sind konfrontiert mit erheblichem Margendruck durch tiefe Preise, steigende Anforderungen und steigende Löhne, hervorgerufen durch den Fachkräftemangel.

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Welche Abhängigkeiten von anderen Märkten (Deutschland, Europa, USA, Asien) beeinflussen Ihre Geschäftstätigkeit?

R. Ott: Da wir ausschliesslich im Raum DACH tätig sind, stellt uns die schwächelnde deutsche Wirtschaft, wie auch der starke Franken, vor grosse Herausforderungen.

Wie agieren Sie derzeit – investieren, Mitarbeiter einstellen oder entlassen, verkleinern, Produktion einschränken, Vertrieb stärken, neue Produkte entwickeln?

R. Ott: Die Robert Ott AG darf derzeit von einer anhaltenden, sehr guten Auslastung, vor allem in den Bereichen Halbleiterindustrie und Medizintechnik profitieren. Dank dieser hervorragenden Voraussetzung haben wir dieses Jahr sehr grosse Investitionen in mehrere neue Maschinen und in die Automation getätigt. Diese Situation zeigt uns immer wieder, dass wir mit unserer Strategie, möglichst alle Produktionsverfahren im eigenen Betrieb vorzuhalten, auf dem richtigen Weg sind.

Derzeit stellen wir Mitarbeitende ein, um der sehr guten Auslastung gerecht zu werden. Diesbezüglich haben wir den Vorteil, dass wir ein grosses Ausbildungszentrum betreiben und so nicht stark vom Fachkräftemangel betroffen sind. Mehr als 20 Prozent unserer Belegschaft sind Lernende der Poly- und Produktionsmechanik, derzeit haben wir insgesamt 23 Lernende. Den überwiegenden Teil unserer Fluktuation können wir durch unseren eigenen Nachwuchs ausgleichen.

Welche wirtschaftliche Entwicklung erwarten Sie für das kommende (halbe) Jahr?

R. Ott: Ich rechne in diesem Jahr nicht mehr mit einer Verbesserung der aktuellen Wirtschaftslage. Jedoch denke ich, dass wir im kommenden Jahr mit einer leichten Erholung rechnen können.

Herr Ott, vielen Dank für das Interview.

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