Quereinstieg in die MEM-Berufe Mit der MEM-Passerelle 4.0 gegen den Fachkräftemangel

Von Susanne Reinshagen

Mit dem Nachwuchs aus der beruflichen Grundbildung kann die Nachfrage an Fachkräften in der Branche nicht mehr ausreichend gedeckt werden. Es gilt also zusätzliche Wege zu finden, um interessierten Berufsleuten auch zu einem späteren Zeitpunkt in ihrer beruflichen Laufbahn die Gelegenheit zu bieten, sich Qualifikationen anzueignen, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind.

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Die MEM-Passerelle 4.0 ermöglicht Berufsleuten den Quereinstieg in die MEM-Branche resp. einen verkürzten Weg zur erweiterten Qualifizierung.
Die MEM-Passerelle 4.0 ermöglicht Berufsleuten den Quereinstieg in die MEM-Branche resp. einen verkürzten Weg zur erweiterten Qualifizierung.
(Bild: gemeinfrei/geralt / Pixabay )

Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt wie auch die demografische Entwicklung führen dazu, dass die traditionellen Massnahmen der Rekrutierung nicht mehr optimal greifen. Mit dem Nachwuchs aus der beruflichen Grundbildung kann die Nachfrage an Fachkräften in der Branche nicht mehr ausreichend gedeckt werden. Es sind also neue zusätzliche Wege gefragt, die interessierten Berufsleuten auch zu einem späteren Zeitpunkt in ihrer beruflichen Laufbahn die Gelegenheit bieten, sich zusätzlich Qualifikationen anzueignen.

Neuer Geschäftsführer der MEM-Passerelle 4.0

Am 17. Januar 2022 übernimmt Beat Schuler (Dr. sc. ETHZ, 49) die operative Leitung der MEM-Passerelle AG. Durch seinen Werdegang ist er mit allen Aspekten des Schweizer Bildungssystem bestens vertraut. Nach einer Berufslehre als Landschaftsgärtner, studierte und doktorierte er an der ETH Zürich. Unter anderem war Beat Schuler als Lehrperson und
Mitglied der erweiterten Schulleitung der Gewerblich-industriellen Berufsfachschule Olten, sowie als Geschäftsführer des Kompetenzzentrum EXCITE der ETH und Universität Zürich tätig. Während der letzten drei Jahre hatte er an der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften die Funktion als Leiter Nachwuchsförderung und Mitglied der Geschäftsleitung inne.

Die MEM-Passerelle 4.0 baut genau diese Brücke und bietet eine Lösung für einen nachhaltigen Wechsel in ein neues Berufsfeld. Mit einem Intensivstart für Berufsumsteigende erleichtert es den Umstieg in die MEM-Industrie. Das Bildungsmodell fokussiert auf erwachsene Personen, die bereits über einen Berufsabschluss verfügen. Für Unternehmen wiederum eröffnet sich dadurch eine interessante Möglichkeit, auf wirksame und effiziente Weise die gesuchten Fachkräfte zu rekrutieren und entwickeln.

Für Quereinsteiger: Intensivstart in die MEM-Industrie

Mit einem 6 wöchigen Intensivkurs können Berufsleuten einen effektiven und effizienten Einstieg in die MEM-Industrie finden . Der Intensivkurs vermittelt fachliche und methodische Kompetenzen und erste praktische Fertigkeiten.
Die Fit4MEM-Intensivkurse werden ab Sommer 2022 an unterschiedlichen Standorten angeboten.

Wer steht dahinter?

Die MEM-Passerelle 4.0 soll MEM-Unternehmen eine neuen Weg zur Rekrutierung von Fachkräften bieten und branchenfremden Berufsleuten den Wechsel in die MEM-Industrie ermöglichen. Die Abbildung zeigt die Handulungsfelder der MEM-Passerelle 4.0
Die MEM-Passerelle 4.0 soll MEM-Unternehmen eine neuen Weg zur Rekrutierung von Fachkräften bieten und branchenfremden Berufsleuten den Wechsel in die MEM-Industrie ermöglichen. Die Abbildung zeigt die Handulungsfelder der MEM-Passerelle 4.0
(Bild: MEM-Passerelle AG)

Die MEM-Passerelle 4.0 AG ist eine breit abgestützte Institution der Sozialpartner der MEM-Industrie. Sie setzt sich als Vermittlerin zwischen Berufsleuten, Unternehmen, Bildungsanbietern und weiteren relevanten Akteuren ein und fördert dadurch eine weitere wichtige Möglichkeit, Fachkräfte auszubilden und zu sichern.

Die primären Aktivitäten der MEM-Passerelle sind:

  • entwicklungsbereite Berufsleute und Unternehmen zusammenzubringen
  • den Berufsleuten eine gefragte Neuqualifikation in der und in die MEM-Industrie zu ermöglichen
  • den MEM-Unternehmen einen neuen Weg zur Rekrutierung von Fachkräften zu erschliessen
  • die Voraussetzungen zur Bewältigung der mit einer Neuqualifikation einhergehenden Herausforderungen zu schaffen

Wie funktioniert das Modell?

Die Organisation legt gemeinsam mit entwicklungsbereiten Einzelpersonen oder Unternehmen einen individualisierten Weg zur beruflichen Neuqualifikation fest.
Die Organisation legt gemeinsam mit entwicklungsbereiten Einzelpersonen oder Unternehmen einen individualisierten Weg zur beruflichen Neuqualifikation fest.
(Bild: MEM-Passerelle AG)

Die MEM-Passerelle berücksichtigt die beruflichen Erfahrungen und Kenntnisse erfahrener Berufsleute und ist erwachsenengerecht konzipiert. Der Einsatz moderner Lernformen ermöglicht es, der individuellen Situation der Absolventinnen und Absolventen Rechnung zu tragen. Durch die duale Ausrichtung können erworbene Kenntnisse direkt im Arbeitsumfeld vertieft und angewendet werden.

Aktuelle Angebote

Die detaillierten Modulbeschriebe und Daten der Angebote der MEM-Passerelle sind auf der Website www.mem-passerelle.ch zu finden. Ab Februar 2022 starten im Bildungsprogramm weitere Module zur Qualifizierung von Erwachsenen an der IDM in Thun. <<

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