Im mit wenigen grossen Playern besetzten Markt der Uhrwerkhersteller ist Landeron Swiss Movements in Kaiseraugst eine bei Insidern nachgefragte Adresse, wenn es um technische Zuverlässigkeit und um individuelles Design eines Kalibers für eine Uhr geht. Dass das Ganze auch bezahlbar ist, hat sich ebenfalls rumgesprochen. Landeron hat mit der «Micro5» der Chiron Group in ein Bearbeitungszentrum investiert, das wie geschaffen ist, dieses Image zu stärken und weiter auszubauen. Die Ergebnisse nach drei Monaten Praxis zeigen, dass sich da zwei gefunden haben.
Gesucht und gefunden – Krisztina De Paola hat sich in den letzten Monaten mit der «Micro5» angefreundet und findet: «Sie ist eine der besten Investitionen, die wir bisher gemacht haben. Wir kommen schnell zu den Prototypen und produzieren zuverlässig kleine Serien, und das in der gefordert hohen Präzision.»
(Bild: Chiron Group SE)
Ein mechanisches Uhrwerk ist einfach faszinierend: Mindestens 100, meistens mehr hochpräzise Teile werden auf kleinstem Raum von qualifizierten Händen zusammengesetzt – und mit einem Blick auf die Uhr an unserem Handgelenk wissen wir immer, wie spät es ist. Mit einer Präzision von 99,9 Prozent und besser.
Swiss made – etablierte Marke und Aushängeschild der Uhrenindustrie
Wer an eine Uhr denkt, denkt in der Regel an die Schweiz und die allseits bekannten namhaften Hersteller – das Image der sprichwörtlichen Schweizer Präzision ist fest etabliert; rund 17 Millionen Uhren hat die gesamte Schweizer Uhrenindustrie 2023 weltweit auf den Markt gebracht. Zum Vergleich: Apple Watches haben sich im gleichen Zeitraum 37 Millionen Mal verkauft, sind allerdings nur in der Stückzahl vorne, nicht im Umsatz. Und gerade in unserer immer umfassender digitalisierten Welt geht von Uhren mit mechanischen Uhrwerken eine besondere Strahlkraft aus. Das war ab den 1990ern nach der sogenannten «Quarzkrise» der 70/80er-Jahre, als batteriebetriebene Quarzuhren massenhaft den Markt fluteten und den traditionellen Uhrmanufakturen das Leben schwer machten, schon mal so. Eine bis heute so gut wie ununterbrochene Erfolgsgeschichte, die in der Schweiz gut 60 000 Menschen beschäftigt, die an die 25 Milliarden Franken umsetzen.
Landeron Swiss Movements
(Bild: Chiron Group SE)
Landeron Swiss Movements hat seinen Sitz in Kaiseraugst und entwickelt individuelle Uhrwerke. Das Programm bietet manuelle Uhrwerke, Automatikwerke, Chronographen und Tourbillons, Swiss made. Landeron beherrscht den gesamten Produktionsprozess mit Beratung, Design, Planung, Konzeption bis hin zur Prototypenfertigung und Serienproduktion. In La Chaux-de-Fonds sind die Produktion und die Werkzeugherstellung von Landeron. Unter den wenigen reinen Uhrwerkherstellern bietet Landeron einen hohen Grad an Individualisierung für zuverlässige und bezahlbare Kaliber.
Teil dieser Industrie ist auch Landeron Swiss Movements, mit der Inhaberin und Geschäftsführerin Krisztina De Paola sowie ihrem Mann, Sergio De Paola, der gelernter Uhrmacher und als Technischer Manager tätig ist. Sie hat Porzellanmalerin gelernt und alles, was mit Design und Dekoration zu tun hat, ist ihre Welt und Leidenschaft. Ende der 90er kam sie als Schmuckdesignerin in die Schweiz und war eine der wenigen Designer, die bereits computergestützte Programme wie 3D Studio Max bedienen konnten – das wird später im Zusammenhang mit der «Micro5» noch wichtig sein.
Zu den Uhren kam sie über ihren Mann Sergio, den sie Anfang 2000 kennenlernte. Krisztina De Paola gründete ihr Unternehmen im Jahr 2007 mit der Idee, selbst designte Produkte – Schmuck, Uhren und andere Luxusgüter – auf den Markt zu bringen. Mit der Zeit verlagerte sich der Fokus zunehmend auf die Produktion von Uhrwerken. Im Jahr 2015 wurde die Marke «Landeron Swiss Movements» registriert, und die De Paolas begannen, ihre Uhrwerke unter diesem Namen zu vermarkten. «Eine komplette Uhr zu bauen ist extrem komplex und das war auch nicht unser Ziel», sagt der gelernte Uhrmacher und Produktionsfachmann Sergio De Paola, der in der Branche sehr gut vernetzt ist und 40 Jahre Fachwissen und Erfahrung mitbringt. «Wir wollten uns auf das Uhrwerk konzentrieren und haben mit Landeron genau die für uns passende Basis gefunden, auf der wir aufbauen konnten. Nämlich zuverlässige und bezahlbare mechanische Uhrwerke herzustellen und gleichzeitig eine grosse Vielfalt individueller Kundenlösungen verwirklichen zu können.»
Design ist das Alpha und das Omega
In Kaiseraugst, direkt am Rhein gelegen, ist die Zentrale von Landeron mit Design, Engineering, Verwaltung und – neu mit der «Micro5» der Chiron Group – der Prototypenfertigung. In La Chauxde-Fonds sitzen die Produktion und die Werkzeugherstellung. Landeron hat sich in seiner Firmengeschichte mit einigen bahnbrechenden Innovationen hervorgetan. So zum Beispiel die drehbare Lünette, die Korrekturtasten zur Einstellung der Kalenderfunktionen ersetzte. Oder das erste Schweizer Elektrouhrwerk mit batteriebetriebener Unruh anstelle einer Zugfeder. Seit gut zehn Jahren stehen nun die De Paolas und ihre Mitarbeiter hinter der Marke Landeron und dem Leitmotiv des bezahlbaren und zuverlässigen Uhrwerks. Es gibt vier Uhrwerktypen im Produktprogramm: manuelle Uhrwerke, Automatikwerke, Chronographen und Tourbillons und in diesen Typen wiederum vier bis fünf verschiedene Kaliber. Krisztina De Paola ist die Ansprechpartnerin, wenn es darum geht, das passende Kaliber zu bestimmen und die Ideen der Kunden umzusetzen, sprich, das Design mit Form und Funktion des Uhrwerks entsprechend umzugestalten «Ob unsere Kunden aus Italien kommen oder aus Australien, Amerika und Asien – sie suchen alle das passende Uhrwerk für ihre Idee einer Uhr. Und da hat jeder so seine Vorstellungen, die wir zu erfüllen suchen», erzählt sie aus ihrer Erfahrung und gibt Beispiele: «Automatikwerk oder das genaueste aller Uhrwerke, den Tourbillon? Blaue oder rote Lagersteine, eine rechteckige oder runde Uhrform, eine zusätzliche Komplikation, sprich Ewige-Kalender-Funktion, Mondphasenanzeige – unsere Beratung am Anfang ist extrem wichtig für den Kunden, damit Uhr und Uhrwerk perfekt zusammenpassen. Es hat viele Faktoren zu bedenken, die ausschlaggebend sind für die technische Umsetzung, die Serienproduktion und schliesslich die Kosten.»
Stand vom 30.10.2020
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Nachhaltiger produzieren und schneller zur Nummer «Null»
Zusammen mit den De Paolas hat Simon Heim, der seit 2019 im Vertrieb der Chiron Group für die Schweiz tätig ist, die ersten Gespräche über die Anschaffung der «Micro5» geführt. Er wollte genau verstehen, was Landeron mit der speziell für die Mikrozerspanung designten Maschine vorhat. «Geholfen hat schon mal die Begeisterung der De Paolas für das Maschinenkonzept selbst», sagt Simon Heim und begründet das so: «Mit einem Energieverbrauch von nur 0,5 kW/h und mit nur einem Quadratmeter Stellfläche ist die ‹Micro5›, was man mit Fug und Recht als ‹nachhaltiges Produkt› bezeichnen kann. Genau das suchte Landeron.» Und Sergio De Paola ergänzt: «Bei den bestehenden CNC-Maschinen ist der Energiebedarf für das, was sie hier im Mikrobereich zerspanen, einfach viel zu hoch. Uns war wichtig, nach vorne zu denken und diese Kosten spürbar zu senken. Wie überall in der Schweiz so auch bei uns, ist der geringe Platzbedarf in der Produktion immer ein gutes Argument.» Die treibende Kraft hinter allem war vor allem Krisztina De Paola selbst. Sie hatte ihre Ziele klar definiert: den Prozess von der Handzeichnung des Designs, dem Schreiben des CAD/CAM-Programms, dem Rüsten und Bedienen der Maschine – all das im Haus selbst zu machen, um schneller vom fertigen Design zu den Prototypen zu kommen und natürlich auch, um Ideen und neue Designs auszuprobieren. «Im Moment», so Krisztina De Paola, «sind beispielsweise manuelle Uhrwerke gerade voll im Trend und auch bei den Tourbillons steigt die Nachfrage. Da haben wir alle hier alle Hände voll zu tun. Mit der ‹Micro5› kann ich sofort ans Werk gehen und die Basis für jeden Prototypen umsetzen, die vordere und hintere Platine. Wir kommen bedeutend schneller zur Nummer 0 der neuen Kreationen, schneller in die Serienproduktion und unsere Kunden ihre Uhren damit auch schneller in den Verkauf.» Eine Aussage, die Simon Heim sichtlich zufrieden stimmt. «Ich finde es beeindruckend, wie Krisztina De Paola sich mit der ‹Micro5› auseinandergesetzt hat und jetzt den gesamten Prozess von A bis Z beherrscht.»
Jeden Tag etwas verbessern
Smartwatches und Quarzuhren können oft nicht repariert werden, gehen sie kaputt, muss man sie entsorgen und eine neue kaufen. Alle Teile einer Uhr mit mechanischem Uhrwerk hingegen können repariert werden, was so einen Zeitmesser zu einem der nachhaltigsten Produkte überhaupt macht. Gut gepflegt und regelmässig gewartet hält sie ein Leben lang und mehr. Für Krisztina und Sergio De Paola steht das mit der Nachhaltigkeit auch sehr gut als Sinnbild für ihre Zukunftspläne. «Wir sind klein, pflegen eine verantwortungsvolle, offene und soziale Personalpolitik, haben alle Freude an der Arbeit – all das macht uns sehr flexibel. Und mit den neuen Möglichkeiten in der Fertigung mit der ‹Micro5› der Chiron Group haben wir einen richtigen Schritt getan, um umwelt- und kostenbewusster zu fertigen und so die individuelle Vielfalt unseres Programms auch weiterhin bezahlbar zu halten.»
EPHJ 2025
Die Landeron Swiss Movements GmbH (Stand Q55) und Chiron Swiss SA (Stand C89) stellen aus.