Anbieter zum Thema
Automatisierte Gesamtanlage mit Shuttle-Lagerliften
Das Potenzial, das Intralogistik inzwischen bereithält, nutzt ein grosser deutscher Automobilhersteller von Anfang an. Als er die Produktion für ein neues Serienmodell plante, sah er auch gleich eine vollautomatisierte Anlage dafür vor. Das Werk fertigt dort mit Spritzgiessmaschinen die Seitenschweller und Stossfänger des noch jungen Automodells. Nach dieser Maschine hat Kardex Remstar mit Shuttle-Lagerliften ein Puffersystem aufgebaut. Dorthin legt ein vollautomatisierter Roboter mit seinem Greifsystem die Seitenschweller und Stossfänger ab, die er der Spritzgiessmaschinen entnommen hat.
Neben der Pufferfunktion übernehmen hier die Lagerlifte auch Prozesstechnik, weil so die Giessteile überprüft auskühlen können. Dafür strömt seitlich durch die Lagerlifte speziell gereinigte und staubfreie Luft ein und fliesst nach oben wieder kontrolliert ab. Bei der Umstellung von einem Bauteil zum anderen holt sich der Roboter auch das passende Greifsystem aus dem Shuttle XP. Je nach Wandstärke müssen die markierten Seitenschweller und Stossfänger aber unterschiedlich lang abkühlen. Auch über diese Informationen verfügt die Lagerverwaltungs-Software Power Pick Global, die ausserdem alle anderen relevanten Daten speichert und über entsprechende Schnittstellen den beteiligten Softwaresystemen zur Verfügung stellt. Zusätzlich dazu haben alle Lagerlifte eine speicherprogrammierbare Steuerung.
«Wir haben die Lagerlifte in die Gesamtsicherheitstechnik der Roboterzelle eingebunden und steuern auch die Kommunikation mit dem Roboter. Davor mussten wir uns jedoch sehr intensiv mit dem Materialfluss, der Prozesslandschaft und übergreifenden Funktionsabläufen auseinandersetzen», berichtet Automobil-Experte Braumüller. Der Autohersteller hat nun eine automatisierte Gesamtanlage, die neben den Auskühlzeiten auch die gesamte Prozesssicherheit und alle Qualitätskriterien einhält. Gleichzeitig dokumentiert das System den gesamten Produktionsprozess.
Automatisation der Logistikprozesse auf dem Vormarsch
«Zukünftig spüren auch Unternehmen der Automobilindustrie den vielzitierten demografischen Wandel. In der Folge steigt der Bedarf an der Integration von Robotern in Logistik- und Arbeitsprozesse», prognostiziert Holger Seidel, Geschäftsfeldleiter Logistik- und Fabriksysteme des Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung aus Magdeburg. Auch die Bedeutung von Assistenzrobotern nehme weiter zu. Demgemäss steige der Bedarf an Technologien für die sichere Mensch-Roboter-Kooperation, also Innovationen und Entwicklungen, durch die Mensch und Roboter unmittelbar und ohne trennende Schutzzäune gefahrlos miteinander arbeiten könnten. Im Fokus bleibt dabei die sogenannte «Low-Komplex-Automatisierung». <<
(ID:43116122)
