Igus: Linearsysteme Mit Leichtigkeit gegen Unkraut

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Leichte und schmierfreie Lineartechnik von Igus unterstützt bodenschonendes Arbeiten des autonomen Unkrautroboters «AX-1», der vom norwegischen Start-up Kilter entwickelt wurde.

Landwirtschaftsroboter profitieren von wartungsfreien, ohne Schmierung arbietenden Linearmodulen von Igus.(Bild:  Igus)
Landwirtschaftsroboter profitieren von wartungsfreien, ohne Schmierung arbietenden Linearmodulen von Igus.
(Bild: Igus)

Der autonom arbeitende Roboter bringt dank Künstlicher Intelligenz (KI) und Sensortechnik Herbizide so exakt auf Unkraut, dass der Chemikalieneinsatz um bis zu 95 Prozent sinkt. Der vollständig automatisch arbeitende Landwirtschaftsroboter des norgwegischen Herstellers fährt per GPS autonom über Felder. Er erkennt Unkraut mit einem Vision System und Künstlicher Intelligenz. Statt grossflächig Herbizide zu versprühen, bringt der Roboter winzige Tropfen gezielt über ein Düsensystem auf das Unkraut auf – ähnlich präzise wie ein Tintenstrahldrucker. Die Vorteile erläutert Anders Brevik, Geschäftsführer von Kilter: «Wir können dank dieser gezielten Aufbringung den Ertrag um bis zu 35 Prozent steigern, da die Nutzpflanzen ohne Unkrautdruck gedeihen und ihr Stoffwechsel nicht mehr durch Herbizide beeinträchtigt wird.»

Boden schonen

Der Roboter aus Norwegen schont zudem den Boden, sowohl durch den reduzierten Chemikalieneinsatz als auch durch das Design des Roboters selbst. «Uns war wichtig, dass der Roboter ‹AX-1› auch technisch möglichst umweltschonend arbeitet», sagt Trygve Weum, Konstrukteur bei Kilter. Gleichzeitig sollten die Komponenten möglichst leicht sein, damit der Roboter den Boden im Einsatz nur minimal verdichtet. Besonders herausfordernd war das beim Verstellmechanismus des Sprühmoduls. Denn die meisten verfügbaren Linearsysteme arbeiten mit Schmiermitteln und sind relativ schwer. Beim Hersteller Igus fanden die norwegischen Konstrukteure geeignete Linearsysteme.

Sprühsystem auf Pflanzenhöhe einstellen

Um die Höhe des Sprühdüsenmoduls der aktuellen Pflanzenhöhe anpassen zu können, nutzen die Konstrukteure von Kilter ein Linearmodul der Serie «drylin SLW-25120» von Igus. Das System basiert auf einer robusten Linearführung «drylin W» aus hartbeschichtetem Aluminium und einer Trapezgewindespindel mit Elektromotor. Durch die Rotation der Spindel bewegt sich die Gewindemutter entlang einer Achse – und mit ihr ein Linearschlitten, der mit dem Sprühdüsenmodul verbunden ist. Das Grundgewicht des Linearsystems liegt bei etwa 5,9 kg, zuzüglich rund 0,9 kg pro 100 mm Hublänge. Für die Bewegungen der Mutter und des Schlittens ist kein Schmierfett erforderlich. Mutter und Gleitlager des Schlittens bestehen aus einem Hochleistungskunststoff, in den mikroskopisch kleine Festschmierstoffe integriert sind. Sie ermöglichen einen reibungsarmen Trockenlauf. «Ebenso wichtig ist, dass sich nun kein Schmierfett mehr mit dem Staub vom Feld zu einer reibungserhöhenden Paste verbinden kann», berichtet Trygve Weum. Das macht die Mechanik weitaus ausfallsicherer. Reinigen und Nachschmieren entfallen.

Robust und zuverlässig

Das Linearmodul konnte die norwegischen Ingenieure von Kilter zudem durch seine Robustheit überzeugen. Denn auf dem Feld kann es kräftetechnisch rau zugehen. «Die verwindungssteife Doppelwellenkonstruktion sorgt für eine hohe Stabilität. Mit einer maximalen axialen Traglast von 2500 N und einer zulässigen Radialkraft von bis zu 10 000 N bietet das System eine mehr als ausreichende Sicherheitsreserve, um das rund 60 kg schwere Sprühmodul über Jahre zuverlässig zu bewegen», sagt Michael Hornung, Produktmanager bei Igus für Linear- und Antriebstechnik der Reihe «drylin». Es bliebe somit genug Spielraum für zusätzliche Belastungen, etwa durch Stösse auf dem Feld. «Das Modul trägt massgeblich zur Ausfallsicherheit des Roboters und somit zur Zufriedenheit der Landwirte bei», fasst Trygve Weum zusammen.

(kmu)

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