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Schnelle Adaption vorhandener Vorrichtungen
Ein weiterer Vorteil des Rahmensystems: Für unterschiedliche Werkstückvarianten lassen sich sehr schnell vorhandene Vorrichtungen adaptieren. Denn die Grundplatte, die vier Säulen und der Rahmen bleiben unverändert, zudem bietet Zeiss für die Konstruktion praxiserprobte Standardkomponenten an. Die dadurch relativ einheitlichen Vorrichtungen eröffnen dem Anwender die Chance, auch Tastersysteme und Messprogramme weitgehend zu standardisieren. So spart dieser Zeit bei Konstruktion und auch wieder bei der Programmierung.
Für mehr Durchsatz bei Werkstücken, die Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, sorgt zudem der in die Vorrichtung integrierte Temperatursensor. Er erfasst die Werkstücktemperatur zu Beginn der Messung automatisch und gibt diese Information über eine Schnittstelle direkt an das Koordinatenmessgerät weiter. Der Anwender muss den Sensor nicht mehr manuell oder per Temperaturtaster zuführen – gerade in der Serienmessung ein Effizienzkriterium.
Verbesserte Steifigkeit bietet höhere Stabilität
Doch das neue System erhöht nicht nur den Durchsatz, es bietet auch mehr Stabilität. Die verbesserte Steifigkeit der Vorrichtungen ist auf das mechanische Prinzip des Hebels zurückzuführen. Bei der Säulenbauweise herkömmlicher Vorrichtungen stehen die Elemente, die das Werkstück fixieren, auf relativ hohen Säulen. Bei der Rahmenlösung sind die entsprechenden Säulen wesentlich kürzer, weil sie nicht wie sonst üblich auf der Grundplatte, sondern auf dem darüber liegenden Rahmen befestigt sind. Kürzere Säulen erhöhen die Stabilität, denn spannt der Anwender das Bauteil gegen den Anschlag, biegt sich die Vorrichtung mit den hohen Säulen aufgrund des Hebelprinzips deutlich weiter auf als die Vorrichtung in Rahmenbauweise. Letztere ist somit die stabilere Variante – zugunsten einer höheren Präzision. -ari- SMM
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