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Advanced Valve – ein Name ist Programm Neue Lösungen mit Pneumatik

Redakteur: Silvano Böni

Mit dem kompakten Design und dem geringen Gewicht seiner AV-Ventile hat Aventics (ehemals Rexroth Pneumatics) neue Massstäbe bei Pneumatikventilen gesetzt, die fortschrittliche Konstruktions-Konzepte ermöglichen. Neben den beiden Ventilen AV03 und AV05 als Basis sorgt der modulare Aufbau des Systems für hohe Flexibilität.

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Kurze Schaltzeiten, geringes Gewicht, kleines Bauvolumen: Bei seiner AV-Familie setzt Aventics auf eine neue Konstruktionsweise und moderne Materialien.
Kurze Schaltzeiten, geringes Gewicht, kleines Bauvolumen: Bei seiner AV-Familie setzt Aventics auf eine neue Konstruktionsweise und moderne Materialien.
(Bild: Aventics)

Nach der erfolgreichen Markteinführung des AV03 erweiterte Aventics dieses Jahr die AV-Produktfamilie mit dem AV05 (maximaler Nenndurchfluss von 700 l/min). Wie schon der «kleine Bruder» AV03, bietet das AV05 ein bis zu 45 Prozent kompakteres Bauvolumen als vergleichbare Ventile auf dem Markt. «Doch im Baukasten befindet sich viel mehr als die beiden Ventile», erklärt Wolf Gerecke, Leiter Produktmanagement bei Aventics. «Wer sich das AV03 vor einem Jahr angesehen hat, wird sich wundern, welche zusätzlichen Möglichkeiten das AV-System mittlerweile bietet – wir haben kontinuierlich neue Optionen hinzugefügt.»

Im Vergleich zu bisherigen Ventilsystemen überzeugt die AV-Familie mit kurzen Schaltzeiten, geringem Gewicht und kleinem Bauvolumen. Wie auch beim AV03 wurde bei AV05 der Durchfluss im Ventilsystem optimiert. «Dadurch können die Ventile dichter an dem Ort eingebaut werden, an dem die Druckluft benötigt wird», hebt Gerecke hervor.

Modularer Aufbau – mehr als ein Schlagwort

Im Lastenheft für die AV-Familie stand die Modularität ebenfalls ganz oben auf der Prioritätenliste. «Wir wollten die Einsatzmöglichkeiten der AV-Ventile erweitern und gleichzeitig die Komplexität bei Logistik und Konstruktion verringern», berichtet der zuständige Produktmanager. So lassen sich Zweier- und Dreier-Grundplatten miteinander kombinieren – das ermöglicht den Einsatz einer beliebigen Anzahl von Ventilen mit nur zwei Grundplattentypen. Schlauchdurchmesser sowie Abgangsrichtung der Steckanschlüsse können im Konfigurator bestimmt oder auch nachträglich ausgetauscht werden.

Auch die elektrischen Anschlüsse tragen der geforderten Modularität Rechnung: Die dezentrale Feldbus-Anbindung mit dem Advanced Electronic System (AES) trägt dazu bei. Das AES verarbeitet analoge Signale ebenso wie digitale und ermöglicht eine schnelle Montage sowie einen flexiblen Einsatz. Über den Multipol-Anschluss lassen sich bis zu 36 Ventile in einem Ventilblock ansteuern. Da für den D-Sub-Anschluss zwei Abgangsrichtungen wählbar sind, lässt sich der Ventilblock optimal in die Anlage integrieren.

AV-Serie ist die neueste Generation der Ventile

Mit AV03 brachte Aventics – damals noch unter dem Namen Rexroth Pneumatics – ein völlig neuartiges Ventil auf den Markt. Das mehrfach patentierte Produkt mit einem maximalen Nenndurchfluss von 300 l/min ist das Ergebnis intensiver Forschungsarbeiten. «Bei der Entwicklung der AV-Serie haben wir alle bekannten Prinzipien der Konstruktion, der Werkstoffe und der Montage in Frage gestellt», berichtet Gerecke. Erstmals wurden die im Gehäuse liegenden Ventilkomponenten diagonal angeordnet. Bis zu 45 Prozent mehr Raum konnte dadurch gewonnen werden. Durch kürzere Wege vom Aktuator zum Ventil lassen sich zudem bis zu 20 Prozent Druckluft einsparen.

«Die Art der Konstruktion macht den Innovationssprung sichtbar, den wir mit der AV-Familie in der Pneumatik ausgelöst haben», hebt Gerecke hervor. Jedoch stecke dahinter viel mehr Arbeit und Know-how als nur die Idee, die maximale Länge in der vorgegebenen Geometrie zu nutzen. Um das Konstruktionsprinzip umsetzen zu können, wurden beispielsweise Hochtechnologie-Kunststoffe eingesetzt und eigens neue Spritzgussverfahren entwickelt. Die neuen Materialien machen das Produkt um bis zu 40 Prozent leichter. <<

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