Verdrahtungssysteme Neue Wege in der Schaltschrankverdrahtung

Redakteur: Silvano Böni

>> Je komplexer Maschinen und Anlagen werden, desto mehr Bauteile müssen in einem Schaltschrank untergebracht werden und desto komplexer wird dessen Verdrahtung. Die Spezialisten von Lütze haben sich dieser Problematik angenommen und präsentieren nach mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungszeit die Lösung: das LSC-Airstream-Schaltschrankverdrahtungssystem.

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Das LSC-Airstream-Schaltschrankverdrahtungssystem bricht mit vielen Konventionen in der Schaltschrankverdrahtung. Herausgekommen ist ein System, dass in puncto Stabilität und Modularität einen neuen Massstab in Sachen Schaltschrankbau definiert.
Das LSC-Airstream-Schaltschrankverdrahtungssystem bricht mit vielen Konventionen in der Schaltschrankverdrahtung. Herausgekommen ist ein System, dass in puncto Stabilität und Modularität einen neuen Massstab in Sachen Schaltschrankbau definiert.
(Bild: Lütze AG)

Schaltschränke sind heute «intelligente Inseln» in den Fertigungshallen der Industrie. Kein Wunder: Die Steuerungs- und Kontrollaufgaben in der Fertigung werden immer komplexer. Die Schränke sind bis an den Rand gefüllt mit passiven, aktiven und Logik-Bauteilen – und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Raummanagement im Schaltschrank mit Wachstumsperspektive nach oben ist darum das zentrale Entscheidungskriterium für ein modernes Schaltschranksystem.

Beim Automationsspezialisten Lütze hat sich im vergangenen Jahr ein Entwicklerteam um Firmenchef Udo Lütze intensiv mit der Zukunft der Schaltschrankverdrahtung und folgender Frage beschäftigt: Was muss bei Verdrahtungssystemen optimiert werden und was ist die technische Lösung hierfür? Schnell wurde klar, dass eine Weiterentwicklung bestehender Systeme nicht alle heutigen und zukünftigen Fragestellungen lösen kann. Es musste ein radikaler Schnitt her. Eine völlige Neuentwicklung. Ergebnis ist das LSC-Airstream-Schaltschranksystem.

Die Zukunft ist rund

Was als Erstes beim neuen LSC Airstream ins Auge fällt: Die Stege sind rund. Dem konstruktiven Prinzip von Brücken und Tunneln nachempfunden, bietet die Rundung entscheidende technische Vorteile. Mit weniger Material, in diesem Falle Aluminium, wird eine höhere Endfestigkeit und das bei gleichzeitig weniger Eigengewicht erzielt. Aber nicht nur das: Die Rundung ermöglicht, dass auch grosse überstehende Bauteile aufgerastet werden können. Lütze kann darum alleine mit der 7,5-mm-DIN-Hutschiene alle möglichen Komponenten aufrasten. Eine 15-mm-DIN-Schiene ist nicht mehr notwendig.

Zum Zweiten fallen der Schraubenkanal und der Core (Kernstruktur) auf. Diese Struktur, ein Bauprinzip ähnlich dem einer Bienenwabe, bietet erstmalig in der Verdrahtungstechnik ein bis dato unerreichtes Mass an Systemstabilität und Verwindungssteifigkeit. Der Vorteil: Selbst schwerere Bauteile lassen sich einfach und flexibel ohne Zubehör befestigen. Weitere Pluspunkte: Im integrierten Schraubenkanal verschwinden alle störenden Schraubenköpfe – eine Gleitmutter kann sich frei ohne Widerstand bewegen. Der neue Airstream-Aufbau bietet darüber hinaus nicht nur Befestigungsoptionen vorn, also via DIN-Hutschiene, sondern auch hinten, wie zum Beispiel für Kabelösen und -klammern. Die Airstream-Rundstege sind erhältlich in symmetrischer und asymmetrischer Bauform. Die asymmetrische Bauform eignet sich dabei zum Aufrasten von Geräten wie beispielsweise einer SPS.

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