Optimierung

Neuer KSS bringt 2300 statt 180 Bohrungen

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An die Werkstoffe angepasste Kühlschmierstoffe

Blaser Swisslube entwickelt für die spezifischen Zerspanungsprozesse angepasste KSS. An einem Beispiel im Bereich des Taschenfräsens von Titan konnte das Spanvolumen gegenüber einem herkömmlichen KSS um 140 % (Vw = 17 000 mm3 auf 42 000 mm3) bis zum maximal erreichten Werkzeugverschleiss gesteigert werden.

Neuer KSS: 2300 Bohrungen statt 180

An einem weiteren Beispiel, Bohrungen vom Durchmesser D = 1,9 mm in 1.4849, wurde bisher eine Standzeit von 180 Bohrungen erreicht. Mit einem auf den Prozess abgestimmten KSS konnte die Standzeit auf 2300 hochgeschraubt werden, was einer Standzeiterhöhung von Faktor 12 entspricht.

Schliesslich zeigte Dr. N. Jochum auf, dass Blaser Swisslube zwar zu den höherpreisigen KSS-Herstellern gehört, aber aufgrund seiner extensiven Grundlagenforschung massive Produktivitäts- und Standzeitsteigerungen bei den Zerspanungsprozessen ermöglicht.

Rechnet man alle Faktoren zusammen, fährt man mit dem Schweizer Kühlschmierstoff wirtschaftlich massiv besser als mit günstigen herkömmlichen Kühlschmierstoffen.

Wer das nicht glaubt, ist gerne eingeladen, im Technologiecenter von Blaser Swisslube seine Werkstücke im «besten zerspanungstechnischen Labor» der Schweiz fertigen zu lassen.

Hochglatte PVD-Beschichtungen

«Ultrafine» ist bei Eifeler (PVD-Beschichtungs-Spezialist) die Bezeichnung für eine Linie von Hartstoffschichten, die ein entscheidendes Plus aufweisen, wenn es um glatte und trotzdem sehr haftfeste und harte PVD-Arc-Beschichtungen geht.

Glatte Beschichtungen zu realisieren, ist noch unkritisch. Aber wenn es darum geht, sehr glatte und dazu sehr haftfeste, harte Schichten zu entwickeln und dass das Ganze noch dazu wirtschaftlich ist, dann kann man von einer grossen Herausforderung für einen Beschichter sprechen.

Glatt – hart – perfekte Bindung – wirtschaftlich

Eifeler hat diese Herausforderung angenommen und eine SPCS-Technologie entwickelt, mit der es möglich ist, solche PVD-Schichten prozesssicher herzustellen.

SPCS steht für «strongly poisoned cathode surface» und beschreibt ein spezielles PVD-Arc-Beschichtungsverfahren, bei dem eine innovative Gassteuerung hervorragende Schichteigenschaften produziert werden können.

Diese glatten und defektarmen Schichten zeichnen sich durch die hervorragende Haftfestigkeit und die hohe Härte bei verschiedensten Anwendungen aus: Zerspanung, Mikrozerspanung, Kunststoffspritzguss.

Anhand einiger Praxisbeispiele zeigte Dr. Eckard Voss (Geschäftsführer, Eifeler Group) auf, welche Vorteile sich konkret durch die hoch glatten PVD-Beschichtungen ergeben können. Sowohl die Produktivität als auch die Standzeit konnte bei Zerspanwerkzeugen dank der neuen Beschichtung erhöht werden. Aber auch beim Beschichten von Werkstückoberflächen können die ultraglatten Schichten ihr Potential ausspielen, wie beispielsweise bei Kunststoffspritzguss-Formen, die mit dieser Beschichtung sich leichter Entformen lassen und bessere Oberflächen der Kunststoffteile ermöglichen.

Einfache Optimierungsmöglichkeiten

Wie sich auch an diesen Beispielen gezeigt hat, kann durch die optimale Wahl an Werkzeugen, Kühlschmierstoffen oder aber Beschichtungen einiges aus der Produktion herausgeholt werden, zum Teil mit relativ wenig Aufwand. Das sind im Angesicht des starken Schweizer Frankens leicht zu integrierende Technologien, um auch in Zukunft am Werkplatz Schweiz erfolgreich zu agieren. <<

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