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Vielfältiger Einsatz in der Medizintechnik
Eine Mischung von Wolframgranulat und Epoxydharzen wird in Ultraschallköpfen (Transducern) als Backing Material eingesetzt, um störende Schallreflexionen zu minimieren. Hierbei wird die akustische Impedanz des Backingmaterials durch den Zusatz von Wolfram erhöht. Im Bereich Strahlentherapie bietet Triamet die Möglichkeit, harte Gammastrahlung abzuschirmen. «Radioaktive Seeds, die in der HDR-Brachytherapie in einen Tumor eingebracht und anschliessend wieder entfernt werden, können in Behältern aus Triamet aufbewahrt werden», erklärt Jung. Auch eine Abschirmung von Radiopharmaka-Ampullen zur Reduzierung der Strahlendosis, der die Mitarbeiter ausgesetzt sind, ist eine Einsatzmöglichkeit. Weiter eignet es sich aufgrund seiner Formstabilität, die eine einfache Reinigung und Sterilisation gewährleistet, für Isotopenbehälter. Entsprechend seiner RoHS-Konformität ist Wolfram atoxisch und nicht umweltgefährdend, sodass keine Beschichtung notwendig ist. Neben Abschirmelementen für die medizinische Diagnostik und Strahlentherapie kann Triamet auch als Werkstoff für Mikrosonden und Elektronenmikroskope eingesetzt werden. Im Vergleich zum Blei, das in der Vergangenheit häufig für diese Anwendungen genutzt wurde, zeichnet sich das platzsparende Triamet, das die Anforderungen nach ASTM B777 erfüllt, darüber hinaus dadurch aus, dass es aufgrund seiner hohen Widerstandskraft keine Stützstruktur benötigt.
Erhältlich ist Triamet als S- sowie G-Material. Die Bindephase des Ersteren besteht aus Kupfer und Nickel, ist paramagnetisch und nur schwach magnetisierbar, weshalb es in der Nähe starker magnetischer Felder, wie zum Beispiel in Kernspintomographen, eingesetzt werden kann. Die Bindephase des G-Materials setzt sich aus Eisen-Nickel-Verbindungen zusammen und wirkt im Gegensatz zum S-Material ferromagnetisch.
Universelle Einsetzbarkeit des Schwermetallpulvers auch in anderen Anwendungsbereichen
Neben dem Einsatz in der Medizintechnik kommt Triamet häufig als Ausgleichs- beziehungsweise Wuchtgewicht in der Automobilindustrie sowie aufgrund seiner langen Standzeiten und des sehr geringen Verschleisses im Aluminiumguss zum Einsatz.
Auch der Maschinen- und Anlagenbau greift auf das Produkt zurück, da Triamet mit einem hohen Elastizitätsmodul und dem für Sinterstoffe typischen Gefüge ausgezeichnete Dämpfungseigenschaften besitzt und Schwingungen dadurch erheblich reduzieren kann. Im Vergleich zu Stahl haben Werkstücke aus Triamet mit 340-390 GPa ein fast doppelt so hohes Elastizitätsmodul wie der viel verwendete V2A-Stahl mit 200 GPa, sodass bei gleicher Belastung eine um 40 Prozent geringere Durchbiegung auftritt. -mei- SMM
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