In den kommenden 12 bis 36 Monaten wird Oerlikon den letzten Schritt zum Pure-Play-Marktführer im Bereich Oberflächenlösungen durch Abspaltung des Bereichs Polymer Processing Solutions unternehmen.
(Bild: Oerlikon)
«Wir haben den finalen Schritt in unserer langfristigen Strategie bekannt gegeben: Oerlikon wird sich auf das Geschäft mit Oberflächenlösungen konzentrieren. Wir werden so zum Pure-Play-Marktführer in unseren breit aufgestellten Märkten, mit attraktiven organischen und anorganischen Wachstumsmöglichkeiten. Das fokussierte Unternehmen wird seine Technologieführerschaft weiter nutzen, um Wachstum und Profitabilität zu steigern, indem wir regional und in neue Anwendungsbereiche und Endmärkte expandieren», so Michael Süss, Executive Chairman von Oerlikon. «Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung werden Optionen für die Abspaltung von Polymer Processing Solutions prüfen, mit dem Ziel, den Wert für alle Stakeholder zu optimieren.»
2014 begann Oerlikon mit der Umsetzung der Strategie, Pure-Play-Marktführer im Bereich Oberflächenlösungen zu werden. Von fünf hat sich der Konzern auf zwei Divisionen verschlankt. Beide sollen «Sweet Spots» in ihren jeweiligen Märkten belegen und führende Technologien anbieten, die hohe Eintrittsbarrieren darstellen. Die Synergien zwischen den beiden Divisionen seien jedoch begrenzt.
Finaler Schritt in strategischer Ausrichtung des Unternehmens
In den kommenden 12 bis 36 Monaten wird Oerlikon den letzten Schritt zum Pure-Play-Marktführer im Bereich Oberflächenlösungen durch Abspaltung des Bereichs Polymer Processing Solutions unternehmen. Der genaue Zeitpunkt ist abhängig von der zyklischen Erholung des Filament-Bereichs von Polymer Processing Solutions. Der Konzern wird die am meisten wertschöpfende Option für Polymer Processing Solutions wählen.
Der Geschäftsbereich Polymer Processing Solutions soll sich nach der Abspaltung als Markt- und Technologieführer in den Endmärkten profilieren. Diese sollen von langfristigen Wachstumstrends wie dem Bevölkerungswachstum und der damit verbundenen Nachfrage nach Bekleidung und Geotextilen, zum Beispiel für den Bausektor, profitieren.
Mit dem Abschluss der strategischen Neuausrichtung soll Oerlikon zum globalen Pure-Play-Marktführer in den Endmärkten von Surface Solutions werden. Die Division bedient einen breiten Kundenstamm in verschiedenen Industrien – von der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt und der Energiewirtschaft bis hin zu Luxusgütern, Medizintechnik und Halbleitern. Oerlikon plant, das profitable Wachstum mit seinen Kernkompetenzen und innovativen Technologien voranzutreiben, die die Kunden dabei unterstützen sollen, effizienter und produktiver zu werden, bei niedrigerem Energieverbrauch, geringerem Abfallaufkommen und weniger Emissionen. Dazu gehöre auch, neue Anwendungsbereiche, Märkte und Regionen zu erschliessen.
2023: Robustes operatives Jahresergebnis in einem anspruchsvollen Umfeld
Prof. Dr. Michael Süss, Präsident des Verwaltungsrats und Executive Chairman von Oerlikon: «2023 ist es uns gelungen, kurzfristigen negativen Marktbedingungen und ungünstigen Währungseffekten (CHF –174 Mio. beim Umsatz 2023) zu trotzen und unsere Strategie weiter fortzuführen. Unsere schnellen und entschiedenen strategischen Massnahmen, insbesondere im 4. Quartal, haben unser bestehendes Geschäft optimiert und das Fundament für Wachstum und Profitabilität gestärkt.»
(Bild: Oerlikon)
Der Bestellungseingang von Oerlikon sank um 17,8 Prozent auf CHF 2 457 Mio. Bereinigt um Währungseffekte und die Riri-Übernahme sank der Bestellungseingang um 16,8 Prozent. Der Konzernumsatz sank um 7,4 Prozent auf CHF 2 693 Mio., einschliesslich eines negativen Währungseffekts von 6 Prozent und Auswirkungen aus der Akquisition von Riri von +4,5 Prozent. Der währungsbereinigte organische Rückgang von 5,9 Prozent war bestimmt durch den Rückgang im Filament-Geschäft von Polymer Processing Solutions, während Surface Solutions ein währungsbereinigtes organisches Umsatzwachstum von 7 Prozent verzeichnete.
Das operative Konzern-EBITDA sank um 13,4 Prozent von CHF 513 Mio. im Jahr 2022 auf CHF 444 Mio. Die operative EBITDA-Marge lag bei 16,5 Prozent, im Vergleich zu 17,6 Prozent im Jahr 2022. Grund waren geringere Umsätze, höhere Herstellungskosten, nachteilige Wechselkursauswirkungen und ungünstige Mixeffekte. Die operative EBIT-Marge belief sich auf 8,7 Prozent (CHF 235 Mio.), im Vergleich zu 10,4 Prozent (CHF 301 Mio.) im Vorjahr.
Das unbereinigte EBITDA des Konzerns verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,2 Prozent auf CHF 384 Mio. bzw. 14,2 Prozent des Umsatzes (2022: CHF 418 Mio. bzw. 14,4 Prozent des Umsatzes). Das unbereinigte EBIT des Konzerns betrug CHF 105 Mio. bzw. 3,9 Prozent des Umsatzes (2022: CHF 176 Mio. bzw. 6 Prozent des Umsatzes).
Oerlikon hat sein Additive-Manufacturing (AM)-Geschäft strategisch neu ausgerichtet. Die Produktion wird konsolidiert und das Geschäft in den USA konzentriert, um von den USA als grösstem Wachstumsmarkt für AM zu profitieren.
Um die Widerstandsfähigkeit der Division zu stärken, optimiert Surface Solutions ihre Standorte für Beschichtungen in Deutschland und stellt die Dienstleistungen im Bereich thermisches Spritzen in den USA ein. Bei Polymer Processing Solutions wurden der Geschäftsbereich Teknoweb eingestellt und das Intralogistik-Angebot veräussert. Diese Massnahmen führten zu grösstenteils nicht liquiditätswirksamen Einmalbelastungen, die in den Ergebnissen des 4. Quartals enthalten sind. Das operative EBIT und EBITDA für 2023 und 2022 wurden um diese Massnahmen bereinigt.
Der Konzerngewinn war durch den Rückgang bei Polymer Processing Solutions und die vorgenannten Kostenmassnahmen beeinträchtigt. Er belief sich im Jahr 2023 auf CHF 23 Mio. und im Jahr 2022 auf CHF 93 Mio. Der Gewinn je Aktie betrug im Jahr 2023 CHF 0.10 (2022: CHF 0.27).
Per 31. Dezember 2023 wies Oerlikon eine Nettoverschuldung von CHF 1 151 Mio. aus. Damit betrug das Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem EBITDA 2,6. Das ist eine Steigerung im Vergleich zur Quote von 0,9 zum Jahresende 2022 und hauptsächlich auf die Akquisition von Riri und den Rückgang bei Polymer Processing Solutions zurückzuführen. Letzterer wirkte sich auf EBITDA und Nettoumlaufvermögen aus. Die Eigenkapitalquote von Oerlikon belief sich Ende 2023 auf 25 Prozent.
Im Geschäftsjahr 2023 reichte Oerlikon 78 Patente ein und investierte weiter in Innovationen. 3,8 Prozent (CHF 103 Mio.) des Konzernumsatzes 2023 flossen in F&E, um neue, bessere und nachhaltige Technologien zu entwickeln, die den Kundenbedürfnissen entsprechen.
Ausblick für 2024
Für 2024 erwartet Oerlikon einen währungsbereinigten organischen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich und eine operative EBITDA-Marge von 15 bis 15,5 Prozent. Oerlikon rechnet damit, dass das Wachstum bei Surface Solutions durch den zyklischen Rückgang bei Polymer Processing Solutions kompensiert wird. (neu)
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Stand vom 30.10.2020
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