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30 Millimeter Materialdicke und Nahttoleranzen bis 2 Millimeter
Auf dem elfachsigen Romat-Robotersystem werden die Ober- und Unterteile der Federelemente - sie bestehen aus den Stahlsorten S235 und S355 - im MAG-Verfahren geschweisst. Die Einzelteile der Schweisskonstruktionen bestehen aus bis zu 30 Millimeter dickem Material und werden mittels Brennschneidverfahren hergestellt. Die dabei auftretenden Toleranzen hat Gerb dank der Cloos-Schweisstechnik und intelligenten Nahtverfolgung sicher im Griff.
Mit massgenauen Magnethaltern werden die Einzelteile eines Federgehäuses zunächst auf dem Drehkipptisch des Roboters fixiert und in einem ersten Arbeitsschritt zusammengeheftet. Anschliessend schweisst der Romat 350 das Federelementgehäuse innen, bevor das Gehäuse komplettiert wird und die Verschweissung der Aussennähte folgt. «Je nach Ausführung und Bauform des Gehäuses ist die Anlage damit zwischen einer und zweieinhalb Stunden beschäftigt», rechnet Torsten-Uwe Tag vor. «Bei Handschweissung könnte ein Mitarbeiter über diesen langen Zeitraum nur schwer die gewünschte gleichbleibende Nahtqualität erreichen.» Ausserdem leiste der Roboter einen wichtigen Beitrag zur Humanisierung der Arbeitswelt. Das sei seinem Arbeitgeber sehr wichtig, so Tag. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf die installierte Absauganlage, die 15'000 Kubikmeter Luft pro Stunde aus der Schweisserei absaugt und reinigt, damit die Mitarbeiter in sauberer Luft besser agieren können. «Die Atemluft in unseren Hallen ist besser als manche Grossstadtluft», freut sich der Diplom-Ingenieur.
Zweistationenbetrieb schafft mehrere Vorteile
Die Roboterkompaktanlagen der C-Serie benötigen gerade mal 6 x 6 Meter Grundfläche und sind komplett ausgestattet mit Werkstückpositionierer, Romat 350-Roboter, Drahtvorschubsystem und Reinigungseinheit. Für eine optimale Bedienbarkeit sind Steuerschrank und die leistungsprogrammierte Impulsstromquelle GLC 353 MC3 im Aussenbereich platziert. «Wir haben hier noch eine weitere MC3 installiert, um erforderliche Handschweissungen einfach durchführen zu können», so der Fertigungsleiter. Ausserdem diene die dritte MC3 als redundantes System, falls eine Impulsstromquelle des Roboters ausgetauscht werden müsse.
Der sechsachsige Romat 350 mit 15 Kilogramm Tragkraft arbeitet mit einer Wiederholgenauigkeit von kleiner als 0,1 Millimeter. Er hängt an einer C-Säule von oben in den Arbeitsbereich hinein, wodurch der Roboterarm die Schweissbahnen der Komponenten innen wie aussen optimal erreichen kann. Fünf externe Achsen zur Werkstückmanipulation ergänzen die Beweglichkeit des Schweissroboters. Der Drehtisch mit seiner grossen Trennwand ermöglicht einen rationellen Zweistationenbetrieb: «Während der Roboter auf der einen Seite schweisst, kann unser Bediener auf der anderen Seite des Positionierers das nächste Federelement zum Schweissen vorbereiten oder ein fertiges Element entnehmen», erklärt Torsten-Uwe Tag.
Sein Fazit: «Mit den drei Roboterzellen erreichen wir eine hohe und gleichbleibende Schweissqualität, entlasten gleichzeitig unsere Mitarbeiter und können dank der Offline-Programmierung die Daten zwischen unseren Fertigungsstandorten einfach und sicher übermitteln.»
AutorDipl.-Ing. Walter Lutz , Freier Fachjournalist, D-35708 Haiger
InformationCarl Cloos Schweisstechnik GmbHIndustriestrasseD-35708 HaigerTel. +49 2773 85 0Fax +49 2773 85 275info@cloos.dewww.cloos.de
Vertretung in der SchweizHebutec AGGallusstrasse 169501 Wil (SG)www.hebutec.chAnwenderGerb Schwingungsisolierungen GmbH & Co. KGRoedernallee 174?176D-13407 Berlin (Reinickendorf)www.gerb.com
