Vorschau SMM-Kongress 2016 Optimierte Fertigungsstrategien – «Lean Manufacturing»

Redakteur: Sergio Caré

Packende Referate und zukunftsweisende Themen: der 5. SMM-Kongress im Messe Forum Luzern. Am 7. Dezember 2016 zeigt der Kongress, wie optimierte Fertigungsstrategien aussehen und welche Chancen «Lean Manufacturing» einem Unternehmen bieten kann. Die «Keynote» hält Dipl.-Ing. Walter Fust.

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Der 5. SMM-Kongress am 7. Dezember 2016 bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich mit Fachleuten gezielt auszutauschen.
Der 5. SMM-Kongress am 7. Dezember 2016 bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich mit Fachleuten gezielt auszutauschen.
(Bild: Thomas Entzeroth)

Lean Manufacturing» und effiziente Fertigungsprozesse sind Grundvoraussetzung für Industrie 4.0. Die Wissenstagung des Schweizer Maschinenmarktes bietet den Teilnehmern die einzigartige Gelegenheit, sich von Spezialisten über realisierte Lean-Prozesse aus erster Hand zu informieren. Im Mittelpunkt des 5. SMM-Kongresses, der in enger Zusammenarbeit mit Swissmechanic durchgeführt wird, steht die Effizienzsteigerung von produzierenden Unternehmen. Wichtig dabei: der individuelle Austausch mit den Fachleuten, die «Lean Manufacturing» in unterschiedlichen Unternehmen umgesetzt haben. Am Nachmittag des Tagungstages geht es dann konkret in die Zerspanung. Auch hier sind mit effizienten Prozessen massive Produktivitätssteigerungen realisierbar. Rundum ein Kongress, der Unternehmen Möglichkeiten der Produktivitätsoptimierung aus unterschiedlichen Perspektiven aufzeigt.

Praxisnahe Referate

Erst kürzlich auf Lean-Prozesse umgestiegen ist der Präzisionswerkzeughersteller Dixi Polytool AG. «Die Umsetzung von ‹Lean Manufacturing›-Prozessen ist eine enorme Herausforderung, vor allem auch auf menschlicher Ebene», sagt Marc Schuler, Managing Director bei Dixi Polytool. Das Westschweizer Unternehmen hat dank «Lean Manufacturing» die Organisation des Unternehmens komplett umgestellt. Keine Maschine blieb an ihrem Platz. Die Effizienz wurde massiv gesteigert, die Kosten reduziert. «Die Umsetzung ist jedoch menschlich enorm anspruchsvoll», warnt Schuler. In seinem Referat will Schuler darum aufzeigen, wo die Schwierigkeiten im Unternehmen lagen, wie sein Team damit umgegangen ist und wie die Probleme gelöst wurden.

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Ebenfalls aus der Praxis berichtet Robert Ulrich. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Wertfabrik AG. Der Unternehmensberater bezeichnet sich selber als «Lean-Consultant» und zeigt am Beispiel der Ferrum AG, wie mit der Lean-Methodik Durchlaufzeiten in der Fertigung reduziert und die Produktivität massiv angehoben wurde. Die 1917 gegründete Ferrum entwickelt, produziert und vertreibt Maschinen zum Verschliessen von Dosen für die Getränke-, Lebensmittel- und Dosenfertigungsindustrie.

«Lean 4.0» bietet Chancen

Von seinem grossen Erfahrungsschatz wird Oliver Müller, Direktor bei Swissmechanic, berichten. «Die produzierende Industrie im Umbruch. Lean Manufacturing spielt dabei eine tragende Rolle, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben», sagt Müller. Was eine schlanke Produktion kann, wo «Manpower» unverzichtbar bleiben wird und welchen Einfluss Industrie 4.0 haben wird, darauf wird Müller in seinem Referat Antworten liefern. Der Zusammenhang zwischen «Lean» und Industrie 4.0 ist nach Prof. Dr.-Ing. Joachim Metternich, Dozent am Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen der Technischen Universität Darmstadt, fliessend. Für ihn ist «Lean Manufacturing» Basis, um den nächsten entscheidenden Schritt in Richtung Industrie 4.0 zu gehen. Oder wie Metternich sagen würde: «Industrie 4.0 bietet der schlanken Produktion die Möglichkeit, die nächste Weiterentwicklungsstufe zu erklimmen.» Der Vortrag von Metternich beleuchtet folgende Fragen: Wo stehen Maschinenbau-Unternehmen heute auf ihrem Weg zur schlanken Produktion? Welche konkreten Potentiale bieten sich durch die weitere Digitalisierung von Prozessen im Maschinenbau? Wie kann ein Unternehmen diese Potentiale erkennen und priorisieren? Diese Fragen und mehr sollen am SMM-Kongress beantwortet werden. Viele bekannte Unternehmen wie Brütsch-Rüegger, Georg Fischer oder Mapal werden aus ihrem fachkundigen Erfahrungsschatz plaudern.

Dipl.-Ing. Walter Fust

Das letzte Tagungsreferat hält eine der grössten und bekanntesten Schweizer Unternehmerpersönlichkeiten. Keiner, der seine Läden nicht kennt. Dipl.-Ing. Walter Fust tritt am SMM-Kongress als «Keynote»-Sprecher auf und präsentiert sein Lebenswerk. Bekannt wurde der studierte ETH-Ingenieur durch seine Elektro-Fachgeschäfte Dipl. Ing. Fust AG, die in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum feiern. Anstatt in den Maschinenbau einzusteigen, gründete er unmittelbar nach Abschluss seines Studiums die heutige Dipl. Ing. Fust AG, welche auf den ersten Blick nicht viel mit seinem Studium zu tun hatte. Parallel dazu engagierte Fust sich als leidenschaftlicher Maschinenbauingenieur in der Werkzeugmaschinenindustrie – seit über 30 Jahren wohlgemerkt. In der Starrag Group war Fust lange Jahre Mehrheitsaktionär und Verwaltungsratspräsident. Seit 2014 ist der Ostschweizer Industrielle im Aufsichtsgremium der Tornos AG. Kurz: Fust blickt auf eine 50-jährige unternehmerische Erfolgsgeschichte zurück.

5. SMM-Kongress

Der 5. SMM-Kongress wird vom Schweizer Maschinenmarkt und seinem Westschweizer Schwestermagazin MSM (Le Mensuel de l’industrie) organisiert. Beginn der Veranstaltung am Mittwoch, 7. Dezember, auf dem Gelände des Messe Forum Luzern ist um 8.30 Uhr – Ende wird um 18.00 Uhr sein. Zusätzlich zu den interessanten Fachreferaten bildet das weibliche Vokal-Quartett «Dezibelles» das musikalische Rahmenprogramm. Interessierte Besucher können sich auf der Website des SMM-Kongresses informieren und anmelden. Im Tagungspreis inbegriffen sind Tagungsunterlagen, Begrüssungskaffee und Gipfeli, Pausenverpflegung und Getränke, Lunch und der Abschluss-Apéro sowie ein Gratisabonnement SMM oder MSM für sechs Monate.

Zur Anmeldung und Informationen

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