Zerspanung Peter Lehmann AG: T1-520520 varioX: hochgenau und schnell

Redakteur: Matthias Vogel

>> Der aufgesetzte Getriebe-Drehtisch T1-520520 varioX von pL Lehmann macht aus der dreiachsigen Quaser-Fräsmaschine MV-204 CPL ganz nach Bedarf ein hochproduktives 5-Achs-Bearbeitungszentrum. Dabei bleibt auf dem Tisch noch genügend Platz für einfache dreiachsige Zerspanarbeiten. Für einen Lohnfertiger wie HSF in Sulzbach, der viele verschiedene Kleinserienteile produzieren muss, ist diese Kombination eine äusserst wirtschaftliche Lösung.

Anbieter zum Thema

Das aufgespannte Gehäuse muss sechsseitig zerspant werden. Die 5-Seiten-Bearbeitung findet zunächst auf dem Lehmann-Schwenk-Drehtisch statt. Für die Rückseitenbearbeitung wird das Werkstück in den Schraubstock daneben gesetzt.
Das aufgespannte Gehäuse muss sechsseitig zerspant werden. Die 5-Seiten-Bearbeitung findet zunächst auf dem Lehmann-Schwenk-Drehtisch statt. Für die Rückseitenbearbeitung wird das Werkstück in den Schraubstock daneben gesetzt.
(Bild: Lehmann)

Ein dreiachsiges Bearbeitungszentrum, das durch einen aufgesetzten, zweiachsigen Drehtisch ergänzt wird, lässt sich – bei genügend grossem Maschinentisch – fünfachsig und parallel dreiachsig verwenden, was summa summarum acht Achsen ergäbe. Zwar eine rein gedankliche Zahlenspielerei, deren praktischer Aspekt sich jedoch für viele Anwender auszahlt. Denn tatsächlich bietet ein dreiachsiges Fräszentrum, das mit zusätzlichem Schwenk-Drehtisch von pL Lehmann ausgestattet ist, viel mehr Möglichkeiten als ein reines 5-Achs-Zentrum und ist häufig die produktivere Lösung.

Mit einer solchen 3+2-Achsen-Lösung lässt sich eine Mehrteile-/Mehrseiten-Bearbeitung oft leichter realisieren als mit dem fünfachsigen Pendent. Denn in die Zusatzachse können auf einfache Weise Spanntürme oder -brücken integriert werden, wogegen bei 5-Achs-Maschinen ein stets mit dem Tisch schwenkender oder drehender Aufbau grössere Kollisionsgefahren birgt.

Auch in den zu bewegenden Massen ist ein wesentlicher Pluspunkt der 3+2-Achsen-Lösung zu erkennen: Während eine 5-Achs-Maschine den kompletten Maschinentisch samt Werkstück beschleunigen und abbremsen muss, bewegen sich bei aufgesetzten Drehachsen nur diese zusammen mit dem Werkstück, also deutlich geringere Massen.

Flexibilität beim Maschinenpark

Vorteile, die auch Hartmut Spreitzer, Gründer und Geschäftsführer der HSF Feinmechanik und Maschinenbau GmbH in Sulzbach, überzeugten. Seine rund 20-köpfige Firma arbeitet als Lohnfertiger vorwiegend für Unternehmen aus der Automatisierungsbranche sowie der Mess- und Prüftechnik.

So übernahm HSF von Beginn an die Herstellung mechanischer Präzisionsteile, und zwar von Einzelteilen bis hin zu mittleren Losgrössen von rund 300 bis 400 Stück. Hartmut Spreitzer erklärt: «Unsere Kunden kommen zu uns mit kleinen, 20 mm grossen Teilen, aber auch mit Werkstücken von bis zu 1500 mm Länge. Wir verarbeiten Aluminium, Kunststoffe und CFK sowie hochlegierte Werkzeugstähle und Edelstahl. Immer häufiger werden 3D-Teile verlangt mit Bohrungen und Fräsbearbeitungen in allen Lagen. Diese Vielfalt erfordert eine hohe Flexibilität bezüglich des Maschinenparks. Schliesslich soll für jeden Bearbeitungsfall eine passende Maschine vorhanden sein, die aber aus wirtschaftlichen Gründen auch weitgehend ausgelastet sein muss.»

(ID:32248660)