Tube 2018

Pipelines sorgen für grosse Rohraufträge

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Schweissnähte von Pipelinerohren erhalten besondere Aufmerksamkeit

Auch die Schweissnähte werden unter unwirtlichen Umgebungen herausgefordert. Eine Variante, die Güte der Naht zu sichern und sie nicht zu einer Schwachstelle werden zu lassen, ist die Entmagnetisierung der Rohre. „Die Magnetisierung kann einerseits beim Walzen, Fräsen, Formen und Plasmaschneiden der Stahlbleche entstehen und andererseits beim Unterpulver-Schweissen der Spiral- oder Längsnahtrohre“, sagt Dietmar Rieser, Geschäftsführer von Schuler Atis. Beim Zusammenschweissen der Rohrenden im Feld werde der Lichtbogen bei zu hohem Restmagnetismus abgelenkt, was die Qualität der Naht beeinträchtige. „Bei entmagnetisierten Grossrohren ist das nicht der Fall.“ Jüngste Ergebnisse deuteten zudem auf eine erhöhte Korrosion von nicht entmagnetisierten Rohren hin, berichtet Schuler Atis.

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Eine hohe Betriebsfestigkeit für den Werkstoff und dessen Verbindungsstellen ist also Bedingung für eine Langlebigkeit einer Pipeline. „Null Fehler“ in der Schweissnaht sei daher die geforderte Realität, unterstreicht Salzgitter Flachstahl. Zunehmend wichtiger werde die Sauergasbeständigkeit. Denn „es werden immer häufiger Öl- und Gasquellen mit hohem Schwefelwasserstoffgehalt angeschlossen und ausgebeutet“, erläutert das Unternehmen. Diese Medien seien zudem hoch korrosiv, wenngleich auf der atomaren Ebene und mit blossem Auge nicht erkennbar. Die Eigenschaften und die chemische Zusammensetzung von Stählen für Grossrohre seien in mehreren Normen wie der EN 10028, EN 10208 oder API 5L beschrieben. Standards sind im Pipelinegeschäft also wichtig.

Weitere Pipelineprojekte stehen trotz mancher Rückschläge an

Auch wenn im Pipelinesektor viel Bewegung ist – nicht alle Träume von guten Geschäften durch Grossprojekte erfüllten sich in den vergangenen Jahren. So wurde vor einigen Jahren das Nabucco-Projekt eingestellt, das Erdgas von Aserbaidschan nach Mitteleuropa transportieren sollten. Für die South Stream, die russisches Gas durch das Schwarze Meer nach Südost- und Südeuropa liefern sollte, kam Ende 2014 das Aus. Die politischen Entwicklungen hatten die South Stream eingeholt. Auch ob die Turkish Stream – aus Sicht Russlands – als Ersatz für die South Stream gebaut wird, wird auf politischer Ebene entschieden.

Gekippt wurden auch die Pläne für eine Ölförderung in der Tschuktschensee vor der Küste Alaskas. Aus Sicht von Shell war der zu erwartende Ertrag bei gleichzeitig hohen Kosten nach Probebohrungen nicht so wie erhofft. Der Ölkonzern cancelte schliesslich das Projekt doch noch. Woraufhin Umweltschützer jubelten, die vor den Folgen für die Natur gewarnt hatten.

Auch wenn mancher Traum wie eine Seifenblase platzte, werden weltweit weitere Pläne für Pipelines – zum Beispiel für die grossen Märkte im asiatischen Raum – geschmiedet und liegen noch zahlreiche Ideen in den Schubladen der Planer, wie die Tube-Veranstalter mitteilen. Leistungsfähige Rohrhersteller werden also auch zukünftig nicht in die Röhre gucken müssen.

Der Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesterportal blechnet.

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