Erste Dörries VT 28 geht nach Indien Premiere mit Planetenträgern

Von Nikolaus Fecht, Presseagentur 3 min Lesedauer

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Starrag unterstreicht seine internationale Expansion mit der ersten Bestellung der neuen Vertikaldrehmaschine Dörries VT 28 auf der IMTEX in Bangalore – einer der führenden Werkzeugmaschinenmessen Asiens. Der Auftrag kam von Thaai Casting Limited mit Sitz in Chennai und markiert einen wichtigen Meilenstein für Starrags Aktivitäten in Indien.

Premiere mit Planetenträgern: Die erste neue Dörries VT 28 orderte das südindische Unternehmen Thaai Casting, das damit in einem neuen Werk grosse rotationssymetrische Bauteile in nur zwei Aufspannungen fertigt.(Bild:  Starrag)
Premiere mit Planetenträgern: Die erste neue Dörries VT 28 orderte das südindische Unternehmen Thaai Casting, das damit in einem neuen Werk grosse rotationssymetrische Bauteile in nur zwei Aufspannungen fertigt.
(Bild: Starrag)

«Dieser Auftrag ist eine deutliche Bestätigung unserer Entwicklungsanstrengungen. Die erste Dörries VT 28 geht an einen Kunden, dessen Kernfokus perfekt mit den Fähigkeiten der Maschine übereinstimmt – und das in einem preissensiblen Markt – dies unterstreicht die marktgerechten Features der Maschine» , sagte Christopher Topp, Product Sales Manager im Starrag-Geschäftsbereich «Large Parts Machining Systems» (LPMS).

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Auf lokale Anforderungen zugeschnitten

Die von Thaai Casting bestellte Dörries VT 28 wurde speziell für die Planetenträgerfertigung konfiguriert. Die Maschine ermöglicht das Komplettbearbeiten in lediglich zwei Aufspannungen. Das senkt nicht nur die Durchlaufzeiten, sondern steigert auch die Präzision – etwa beim Drehen der Aussenkontur und Ausspindeln der Planetenbohrungen.

Thaai Casting Limited

Thaai Casting Limited mit Sitz in Sriperumbudur, Tamil Nadu, hat sich einen hervorragenden Ruf im Druckguss und in der Präzisionsbearbeitung von Eisen- und Nichteisenwerkstoffen, einschliesslich Gasnitrieren und Induktionshärten, erworben. Das 2011 gegründete Unternehmen beschäftigt mittlerweile 370 Mitarbeiter und beliefert führende Automobil- und Nicht-Automobilhersteller wie Hyundai, Kia, Maruti Suzuki und viele mehr.

Das Unternehmen ist nach IATF 16949:2016 sowie TPG PRI, ISO 45001 und ISO 16001 zertifiziert und unterstreicht damit sein starkes Engagement für Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Im Rahmen seiner strategischen Diversifizierung expandiert Thaai Casting nun in den Windenergiesektor und beliefert einen der weltweit grössten Getriebehersteller mit Präzisionsgetriebekomponenten. Um diese nächste Wachstumsphase zu unterstützen, wird derzeit eine neue, hochmoderne, klimatisierte Produktionsanlage errichtet.

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Präzisionstechnik für anspruchsvolle Anwendungen

Die hohe Präzision verdankt die Maschine auch den verschleissfreien, hydrostatischen Führungen, die sich durch hohe Dämpfungseigenschaften und exzellente Temperaturstabilität auszeichnen. Der direkt angetriebene Drehtisch ermöglicht ein konstantes Drehmoment und eine Spitzenleistung von 98 kW, dynamisches Positionieren und wirtschaftliches Hochleistungsdrehen. Bauteile mit einem Durchmesser bis 2800 mm, einer Höhe von 2650 mm und bis zu 17 Tonnen Gewicht lassen sich so in hoher Präzision bearbeiten.

Digitale Stärke für komplexe Bauteile

Technisch ist die Dörries VT 28 auf dem neuesten Stand: Sie wurde von Beginn an für den Einsatz mit der neuesten Generation der Steuerung Sinumerik One entwickelt. Die nahtlose Integration ermöglicht nicht nur maximale Planungssicherheit, sondern auch eine hochdynamische Interpolationsbearbeitung. Gerade bei komplexen Werkstücken wie Planetenträgern, sorgt die Steuerung in Kombination mit der präzisen Maschine für eine exakte, reproduzierbare Qualität bei kurzen Bearbeitungszeiten.

Bereit für die Zukunft: Automatisierung & Effizienz

Die Dörries VT 28 ist bereits im Standard mit einem robotergesteuerten Werkzeugmagazin für 108 Werkzeuge und unterschiedliche Fräsköpfe ausgestattet. Für die weitere Automatisierung kann die Maschine mit einem Palettenwechsler ausgerüstet werden. Damit ist die Maschine zukunftssicher für Branchen wie die Windenergie, in denen Flexibilität und Skalierbarkeit entscheidend sind.

Zukunftsgerichtete Maschinenarchitektur

Ein besonderes Merkmal der neuen Baureihe ist der Einsatz von Ultra High Performance Concrete (UHPC) im Tisch-Untersatz. Der Werkstoff ersetzt den klassischen Gussunterbau und überzeugt durch seine Dämpfungseigenschaften sowie thermische Stabilität. Neben den übrigen Strukturelementen aus Stahl bleibt der geschmiedete RAM das Herzstück der Maschine.

Die Bauweise ermöglicht eine kompakte Bodenaufstellung, bei der der Fundamentsockel oberirdisch liegt und der Säulenfuss als integraler Bestandteil des Fundaments dient. Das reduziert die Fundamentkosten und erhöht die Steifigkeit. Getriebe im Tisch- und Fräsantrieb wurden durch Direktantriebe ersetzt – mit positiven Effekten auf Dynamik, Energieeffizienz und Wartungsaufwand.

«Die Dörries VT 28 erfüllt bereits in der Standardausführung alle Anforderungen unserer Kunden – ohne zusätzliche Anpassungen. Sie ist von Haus aus auf anspruchsvolle Geometrien und hohe Zerspanungsleistung vorbereitet und bietet damit ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis – gerade für wachstumsstarke Märkte wie Indien» , betont Christopher Topp.

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