Control 2018 Qualität ist auch eine Frage der Daten

Redakteur: Anne Richter

Die Erhebung, Bereitstellung und Nutzung von Daten ist heutzutage für den reibungsfreien Prozessablauf mindestens ebenso wichtig wie die Fertigung selbst. Für die zerspanende Fertigung bietet Zoller unterschiedlichste Fertigungslösungen und stellt diese auf der Control vor.

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Schnell ans Messgerät: Werkzeuge an den Smart Cabinets softwaregestützt, einfach und schnell zusammenbauen.
Schnell ans Messgerät: Werkzeuge an den Smart Cabinets softwaregestützt, einfach und schnell zusammenbauen.
(Bild: Zoller)

Ob bei der Endkontrolle bei Werkzeugherstellern oder bei der Eingangskontrolle von Werkzeugnutzern: Den Universalmess­maschinen wie Genius, den Kompakt­messmaschinen der Pom-Baureihe und den Messgeräten wie Venturion von Zoller entgeht kein Detail. Ob die gemessenen Ist-Werte auch den Soll-Werten entsprechen, kann direkt mithilfe der Hersteller­daten aus der Cloud abgeglichen werden. Das ist der erste Schritt der vernetzten Fertigung und der paral­lelen Verfügbarkeit des realen Werkzeugs mit seinem digitalen Zwilling.

Wiederholgenau und reproduzierbar messen

Ob Inspektionsgeräte wie das neue Mµfocus zur Rauheitsmessung und Vermessung der Schneidkantenpräparation, Universalmessmaschinen wie «genius 3» oder Einstell- und Messgeräte für Zerspanungsbetriebe – für alle gilt: Werkzeuge werden wiederholgenau vermessen und geprüft sowie die Ergebnisse protokolliert.

Qualitätsprüfung dort, wo sie benötigt wird

Zoller hat anspruchsvollste Messtechnik aus den Messräumen herausgebracht – hinein in die Produktion. Speziell mit der Pom-Serie für prozess­nahes Messen können Mess- und Prüfaufgaben heute dort gelöst werden, wo sie benötigt werden: direkt im Wareneingang, neben der Schleifmaschine oder in der Qualitätskontrolle.

Dank der bedienerfreundlichen und leistungsfähigen Software Pilot 3.0 wird selbst mit Universalmessmaschinen wie Smartcheck oder Genius das Messen sämtlicher Geometrieelemente an Werkzeugen wie Schneidenradien, Winkel, Stufenlängen und Durchmesser für jeden Anwender ganz einfach ermöglicht. Die Parameter lassen sich einfach prüfen und nach den entsprechenden Richtlinien inklusive Prüfprotokolle lückenlos dokumentieren. Das bedeutet: Masshaltigkeit vom ersten Werkstück an.

Ordnung in allen Bereichen

Das richtige Werkzeug, die passende Werkzeugaufnahme und die korrekten Einstellparameter – all diese Daten sind in der zentralen Werkzeugdatenbank z.One hinterlegt und jederzeit abrufbar. So hilft die Zoller-Toolmanagement-Software bereits beim Zusammenbau des Komplettwerkzeugs, denn jede Komponente wird aufgeführt und der Zusammenbau dargestellt. Sind die Werkzeuge, Komponenten und Zubehörteile in den ebenfalls vernetzten Zoller-­Werkzeugschränken, den so genannten Smart Cabinets, gelagert, zeigt die Software auch den Lagerplatz an. Die Suche danach entfällt. Die Werkzeugdaten des Werkzeugsystems können dann auch in die Messgerätesoftware Pilot der Einstell- und Messgeräte, wie des Venturion 450 oder des Smile, eingelesen werden. Damit ist das Werkzeugsystem bereits eindeutig identifiziert, die Datenübertragung automatisiert. Die für die Bearbeitungs­maschine relevanten Messdaten werden anschliessend aufbereitet und direkt an die Maschinensteuerung übertragen. Das geht nicht nur viel schneller als die manuelle Eingabe, sondern beugt auch Tippfehlern und schliesslich Maschinencrashs vor.

Werkzeuge eindeutig identifiziert

Für die eindeutige Werkzeug-Identifikation bietet Zoller verschiedene Möglichkeiten: über RFID-Chips und über Datamatrix-Code, ausgedruckt auf einem Etikett oder fest integriert im Werkzeughalter. Eine einfache, schnelle und sichere Variante ist der von Zoller entwickelte Identifikations-Code «zidCode». Diese effiziente Lösung zur Werkzeugidentifikation und Datenübertragung benötigt keine Netzwerkanbindung, sondern übermittelt die Daten kompletter Werkzeuge ganz einfach via QR-Code. Der Ablauf ist denkbar einfach: Die Werkzeuge werden am Zoller-Einstell- und Messgerät gemessen, alle Daten in einem QR-Code verschlüsselt auf einem Etikett ausgedruckt, anschliessend gescannt – und die Daten werden automatisch in die entsprechenden Datenfelder der Steuerung der CNC-Maschine übertragen. Tippfehler durch Dateneingabe von Hand sind damit ausgeschlossen – und Prozesssicherheit ist garantiert.

Mit Toolmanagement-Software alle Daten im Blick

Eine transparente Datenbasis, jederzeit abrufbare Fertigungsdaten und nachvollziehbare Prozess­abläufe sind substantiell für die Qualitätssicherung und die Rückverfolgbarkeit. Mit den TMS Tool Management Solutions bietet Zoller Lösungen zur Werkzeugorganisation, die diese Kriterien erfüllen. Das Spektrum reicht dabei von der wirtschaftlichen Werkzeugverwaltung über die effiziente Lagerverwaltung bis hin zur perfekten Bedarfsoptimierung inklusive totaler Kostenkontrolle und statistischer Kontrollmöglichkeiten.

Durchgängige Daten – weltweit

Die in der zentralen Werkzeugdatenbank z.One gespeicherten und verwalteten Werkzeugdaten können weltweit, an jedem Fertigungsstandort, abgerufen werden. So wird sichergestellt, dass Toleranzen, Messabläufe und -vorschriften überall auf der Welt eingehalten werden und Messergebnisse weltweit einheitlich dokumentiert sind.

Neben Hardware wie Einstell- und Messgeräten, Universalmessmaschinen, Robotik-Lösungen und Werkzeugschränken bietet Zoller somit auch entsprechende Softwarelösungen, um Fertigungs­unternehmen mit einer durchgängigen, klar strukturierten Datenbasis auf die zunehmende Digitalisierung und die zukünftige smarte Fertigung vorzubereiten. -ari- SMM

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