Simus: Daten analysieren und klassifizieren Rhätische Bahn aktualisiert Stammdaten

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Informationen über Rollmaterial, Fahrleitungen, Tunnel und Brücken speichert und pflegt die Rhätische Bahn in umfangreichen Datenbanken. Vor einem Wechsel des ERP-Systems analysierte, aktualisierte, bereinigte und strukturierte das Unternehmen sämtliche Daten mit der Software Classmate.

Um sämtliche Bauteile und Komponenten von Fahrzeugen und Bahnstrecken zuverlässig zu warten, instand zu halten und instand zu setzen, müssen die Fachkräfte schnell und einfach auf aktuelle und korrekte Daten und Informationen zugreifen können. (Bild:  Rhätische Bahn / Andy Mettler)
Um sämtliche Bauteile und Komponenten von Fahrzeugen und Bahnstrecken zuverlässig zu warten, instand zu halten und instand zu setzen, müssen die Fachkräfte schnell und einfach auf aktuelle und korrekte Daten und Informationen zugreifen können.
(Bild: Rhätische Bahn / Andy Mettler)

Die Rhätische Bahn versorgt als Wirtschaftsunternehmen in Graubünden den hinsichtlich der Fläche grössten Kanton der Schweiz. 1 600 Mitarbeitende tragen dazu bei, jährlich etwa 12 Millionen Personen zu befördern. Zudem transportiert das Bahnunternehmen auf einem 385 km umfassenden Streckennetz jährlich etwa 603 000 t Güter und 509 000 Automobile.

Reisende sind von einzigartigen Aussichten auf die Berglandschaft fasziniert. Dies betrifft vor allem Fahrten in den speziellen Zuggarnituren Bernina Express und Glacier Express. Letztere verwirklichen Eisenbahnverkehr auf Strecken in Höhen bis über 2 250 m über N. N.

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Erhalten und modernisieren

Hinter diesen Spitzenleistungen steht ein hoher Aufwand, die Bahnstrecken zu erhalten und zu modernisieren. Diese wurden in den Jahren 1889 bis 1914 erbaut. Es gibt 115 Tunnel, 606 Viadukte und 45 Galerien. Einige der Lokomotiven, Waggons und anderweitigen Fahrzeuge bewähren sich seit mehr als 100 Jahren. «Dazu gehört bei uns alles, was Räder hat», erklärt André Bieri, der als Technischer Leiter Rollmaterial, Pflege und Umbauten koordiniert. Die Basis dazu bildet die Hauptwerkstatt in Landquart. Die Mitarbeitenden finden Unterstützung durch eine umfassende IT-Infrastruktur. Diese wird im Bereich Rollmaterial nach einer im Jahr 2018 verabschiedeten Roadmap für die Einführung eines Digitalen Zwillings der Infrastruktur modernisiert. Meilensteine bildeten die Ablösung eines Systems zum Product Lifecycle Management (PLM), die Einführung des 3D-CAD-Systems Creo Parametrics, die Einfügung eines neuen E-CAD-Systems sowie die Einführung einer Software zum Application Lifecycle Management (ALM) einschliesslich der Anbindung des neu eingeführten ERP-Systems S/4Hana an das PLM-System.

Datensätze analysieren und aktualisieren

«Wir standen vor der Herausforderung, die in mehr als 50 Jahren gewachsenen 180 000 Material-​Stammdaten aus PLM und ERP zusammenzuführen und zu bereinigen», berichtet Reto Hansmann, Projektleiter Digitaler Zwilling, und ergänzt: «Doch die Datenleichen, Dubletten, Ungleichheiten und verschiedenen Pflegestände der Materialien konnten wir mit unseren Mitteln nicht ausräumen.»

In Internetrecherchen fanden sie einen Partner für die Aufbereitung der Materialstämme. Dazu sagt André Bieri: «Die Spezialisten von Simus Systems überzeugten uns in ersten Gesprächen mit ihrer Erfahrung, systematischen Methodik und der Software Simus Classmate.» Mit der Software lassen sich grosse Datenbestände auf Basis fortlaufend anpassbarer Regelwerke bearbeiten. So begann im März des Jahres 2021 zunächst ein Pilotprojekt. Dabei zeichnete sich schnell ab, dass der Softwarehersteller Simus Systems nicht nur beim Aufbereiten der Stammdaten, sondern auch bei anderen Aufgaben im Rahmen der Migration unterstützen konnte.

Zuverlässig auswerten

Beim Aktualisieren der Stammdaten analysierten die Spezialisten des Bahnunternehmens, unterstützt durch Experten des Softwareherstellers, etwa 180 000 Datensätze. Darunter waren einige, die bereits seit über 50 Jahren bestehen und weit zurückliegende Daten enthielten. Was manuell kaum zu schaffen wäre, gelingt mit automatisierten Prozessen. Dazu enthält die Software Classmate ein Basisregelwerk. Es wird an individuelle Vorgaben und Bedingungen angepasst. Nach jedem Bereinigungslauf können die Regeln verfeinert und verbessert werden, bis in allen Kategorien die gewünschten Ergebnisse erreicht werden.

Dazu gehört auch die Aufstellung einer geeigneten Klassifizierung, die zu einer systematischen und strukturierten Ordnung der vielfältigen Inhalte führen sollte. Die Klassenzuweisung mit eindeutigen Beschreibungen der spezifischen Merkmale vereinfacht zum einen die Suche. Die Software Class­mate kann dafür aus Schlüsselmerkmalen automatisch Kurztexte für das ERP-System ableiten. Zum anderen ergaben sich zahlreiche Datensätze als unbrauchbar oder mehrfach. Diese sortierte die Software automatisch aus. Die verbliebenen 108 000 Datensätze übertrug sie in das ERP-System.

Qualität der Daten sichern

«Während dieser Migrationsvorbereitung haben wir die Qualitäten von Simus Classmate richtig kennen und schätzen gelernt. Warum sollte uns die Software nicht helfen, im laufenden Betrieb die Datenqualität zu erhalten», hinterfragt Reto Hansmann. So wurde die Software an 34 Arbeitsplätzen in der Konstruktion eingeführt, um einen koordinierten Prozess zum Anlegen von Stammdaten zu unterstützen. Bei Artikeleröffnungen in PLM und ERP wird ein Workflow angestossen, der zur richtigen Klassifizierung und Kurztextgenerierung führt. Mit der Einführung erhielt ein vierköpfiges Kernteam Administratoren-Schulungen, um nun die Anwender zu unterstützen. Damit man in der Masse und Vielfalt von Materialien schnell das Gesuchte findet, wurde das Modul Classmate Finder eingeführt. Die Suchmöglichkeiten gehen weit über die Eingabe von Texten oder Bezeichnungen hinaus. «Durch die benutzerfreundliche und intuitive Bedienung kann die Suchmaschine gegenüber dem ERP-System punkten und schafft sich selbst einen grösseren Anwenderkreis», sagt André Bieri und fasst zusammen: «Inzwischen sind 55 Lizenzen im Einsatz, auch in der Materialwirtschaft. Die Software vereinfacht und beschleunigt erheblich, Objekte zu finden und zu definieren. Somit arbeiten unsere Fachkräfte in der Wartung, der Instandhaltung und Instandsetzung wesentlich effizienter.» (kmu)

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