Halbzeuge kommissionieren Roboter erkennen Stangen, Profile und Rohre

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Chaotisch in Langgutkassetten gelagerte Halbzeuge greift und vereinzelt das Robotersystem «pick bar» von Kasto dank umfassender Sensorik. Damit kann es vollständig automatisiert ohne Bedienpersonal kommissionieren. Es lässt sich in Halbzeuglagern nachrüsten.

Automatisch erkennen: Scanner erfassen die eingelagerten Halbzeuge, damit die Roboter an optimalen Positionen einzelne Stäbe und Rohre greifen.(Bild:  Kasto)
Automatisch erkennen: Scanner erfassen die eingelagerten Halbzeuge, damit die Roboter an optimalen Positionen einzelne Stäbe und Rohre greifen.
(Bild: Kasto)

Chaotisch in Langgutkassetten eingelegte Stangen und Rohre automatisiert mit Robotern sicher zu greifen und zu vereinzeln, erweist sich als schwierig. Eine komplexe Erkennung und Anpassung ist unabdingbar. Vom Spezialisten für Halbzeuglager und automatisierter Kommissionierung Kasto im badischen Achern steht nun ein smartes System zur Verfügung. Es eignet sich für magnetische, blanke und schwarze Werkstoffe. Es lässt sich in aktuell installierte und bereits bewährte Langgutlager und Kommissionieranlagen integrieren.

Damit können Anwender unterschiedliche Stäbe aus Lagerkassetten mannlos im Drei-Schicht-Betrieb, also 24/7, entnehmen und manipulieren. Neben Flach-, Vierkant- und Rundstangen erkennt und greift das System auch Rund- und Profilrohre. Komfortabel lassen sich mehrere Produktionsschritte verketten. Zum einen kommissioniert das Robotersystem Langgut und bereitet Bunde zum Versand vor. Zum anderen stellt es einzelne Stangen zum Ablängen auf Sägen bereit.

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Selbst lernend ohne Teach-in

Um sicher zu erkennen und zu greifen, lässt sich das Robotersystem automatisiert anlernen. Zunächst bewegt es einen 3D-Sensor-Messkopf über die bis zu 6 m langen Lagerkassetten. Damit erzeugt es eine 3D-Punktewolke. Diese wird mit einem speziell entwickelten Algorithmus ausgewertet. Eine Software analysiert die Daten und lokalisiert die in den Kassetten befindlichen Stäbe sowie mögliche Greifpunkte für die Roboter. Dabei berücksichtigt sie ausschliesslich Greifpunkte, die einen Transport ohne Kollisionen ermöglichen. Diese «intelligente» Berechnung möglicher Fahrwege vermeidet zum einen ein Zusammenstossen der Roboter, zum anderen Kollisionen der gegriffenen Stäbe und Rohre mit Hindernissen. Insbesondere für Letzteres prognostiziert die Software geplante Bewegungen und optimiert die Transportbahn bis zur Zielposition.

Flexibel für Formen und Abmessungen

Das Greifsystem vereinzelt und bewegt unterschiedliche Halbzeuge. Anwender sind flexibel beim Greifen, Vereinzeln und Transportieren von Stahl. Flach-, Rund- und Profilstäbe können auch ummantelt oder etikettiert sein. Das Robotersystem kommuniziert mit ERP-Systemen sowie mit vor- und nachgelagerten Maschinen. So können jeweils erforderliche Halbzeuge stets zum Materialfluss passend transportiert werden. Das Robotersystem verbindet Lager, Sägen und beispielsweise Umreifungsaggregate.

Zusätzlich optimiert die Software Stapel durch Manipulation einzelner Stäbe anhand von Abmessungen und Auftragsumfang. Somit kann das Robotersystem kantige Stäbe und Profile so legen, dass sie sich ideal zum Bund binden lassen. In der Standardausführung greift das System bis 500 kg schwere Stäbe und Rohre. Als Option verwirklicht der Hersteller auch Roboter, die schwerere Halbzeuge greifen und transportieren. Zum Anpassen an individuelle Profile steht eine Vielzahl an Greifern zur Verfügung. Die Software wählt selbsttätig den jeweils zum Profil bestens passenden Greifer.

Ergonomisch und effizient

Automatisiertes Entnehmen von Halbzeugen aus Lagerkassetten entlastet das Personal. Schwere und unhandliche Stangen manuell oder mit einem Kran zu heben und zu transportieren, entfällt. Damit vermindern Unternehmen körperliche, die Gesundheit beeinträchtigende Belastungen des Personals. Zudem vermeiden sie mögliche Gefahren. Durch die intuitive Benutzeroberfläche nutzen Fachkräfte das System einfach und effizient, ohne umfangreiche Trainings oder spezielle technische Kenntnisse. Sie arbeiten bereits nach kurzer Unterweisung sehr effizient und produktiv. Somit können Stahlverarbeiter und -händler wirtschaftlicher arbeiten. Sie können trainiertes Personal sinnvoll und effizient einsetzen. Dabei profitieren sie von der umfassenden Flexibilität des Robotersystems.

(kmu)

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