Automatisierung Saar-Uni bildet Ingenieure für Industrie 4.0 aus

Redakteur: Jürgen Schreier

Ab dem Wintersemester 2015/16 bietet die Universität des Saarlandes den neuen Studiengang Systems Engineering an. Er orientiert sich an den Kernideen von Industrie 4.0 und vermittelt wichtige Grundlagen, die für die Entwicklung und Steuerung technischer Systeme notwendig sind.

Firmen zum Thema

Der Studiengang Systems Engineering orientiert sich an den Kernideen von Industrie 4.0 und vermittelt wichtige Grundlagen, die für die Entwicklung und Steuerung technischer Systeme notwendig sind.
Der Studiengang Systems Engineering orientiert sich an den Kernideen von Industrie 4.0 und vermittelt wichtige Grundlagen, die für die Entwicklung und Steuerung technischer Systeme notwendig sind.
(Bild: Uni Saarland)

In der Fabrik der Zukunft werden Maschinen intelligent vernetzt. „Es wird daher nicht mehr ausreichen, ein technisches System nur zu entwickeln. Ingenieure müssen auch in der Lage sein, Prozesse von der Produktidee bis zum Recycling zu begleiten“, sagt Matthias Nienhaus, Professor für Antriebstechnik an der Saar-Uni. Auf diese Herausforderungen wird der neue Studiengang Systems Engineering, der den bisherigen Mechatronik-Studiengang ersetzt, möglichst umfassend vorbereiten. „Wir haben unser Lehrangebot noch stärker auf die integrierten Systeme ausgerichtet, die in der Industrie eine immer wichtigere Rolle spielen“, erklärt Nienhaus.

Physikalisches Verständnis und gute Kenntnisse in Mathematik sind unabdingbar

Bachelor-Studenten können unter anderem zwischen den Vertiefungen Maschinenbau, Elektrotechnik, Mikrosystemtechnik und integrierte Systeme wählen. „Aufbauend auf diesen Grundlagen beschäftigen sie sich dann im Masterstudium zum Beispiel vertieft mit der Fertigungstechnik, Sensorik und Antriebstechnik“, erläutert Professor Nienhaus. Damit die Absolventen später wissen, wie sie ein Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus begleiten, belegen sie auch Kurse in den Wirtschaftswissenschaften, etwa zum Technologie- und Innovationsmanagement.

Ausserdem werden sie fundiert in die immer wichtiger werdende Softwaretechnik eingeführt und befassen sich mit Themen der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. „Die Studenten haben vielfältige Möglichkeiten, studienbegleitend praktische Erfahrungen in der Industrie zu sammeln, etwa im Rahmen eines kooperativen Studiums, oder in einem Forschungsprojekt“, sagt Nienhaus. Für den neuen Studiengang sollte man neben technischem Interesse und logischem Denkvermögen auch physikalisches Verständnis und gute Kenntnisse in Mathematik mitbringen.

Interessenten können sich noch bis zum 30. September 2015 in den Bachelorstudiengang einschreiben. Für den Masterstudiengang endet die Bewerbungsfrist am 1. September 2015.

(ID:43554733)