Schaublin Machines SA: Qualität und Präzision mit Schweizer Maschinen
>> Die Firma Blum CNC-Technik mit Sitz in Heidelberg hat seine Fertigung konsequent auf Qualität und Präzision ausgerichtet. Sämtliche Zerspanungsmaschinen sind Schweizer Marken, drei davon sind Drehcenter von Schäublin Machines – ein vierte ist in Planung.
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Eigentlich ist die Firma Blum CNC Technik das perfekte Schweizer Vorzeigeunternehmen: Qualität, Präzision und Genauigkeit stehen im Vordergrund, die Maschinen zur Fein- und Mikrobearbeitung sind alles Schweizer Fabrikate und die hergestellten Bauteile verlassen das Unternehmen bis auf das letzte Mikrometer genau.
Präzision und Qualität aus Heidelberg
Doch das Unternehmen ist nicht in der Schweiz angesiedelt sondern in Heidelberg, einer Region in der eher Industrien mit grösseren und gröberen Dimensionen Tradition haben. Auch kann Blum CNC Technik auf keine lange Geschichte in der Uhren- und Schmuckbranche zurückbilden. Im Gegenteil: Inhaber und Geschäftsführer Thomas Blum hat das Unternehmen erst vor elf Jahren gegründet und ist im Jahr 2000 mit zwei fabrikneuen CNC- Maschinen von Fehlmann gestartet. «Am Anfang ist es nicht unbedingt mein Plan gewesen in den hochgenauen Bereich zu gehen. Aber wir wurden immer wieder mit solchen Aufgaben betraut und mit der Zeit haben wir uns immer mehr Know-how auf diesem Gebiet erarbeitet», erklärt T. Blum die Anfänge des Unternehmens.
Im Fokus: Flexibilität, Genauigkeit und Zuverlässigkeit
Heute sind bei Blum 14 Mitarbeiter beschäftigt und zehn Zerspanungsmaschinen in Betrieb – alle Maschinen sind Schweizer Fabrikate. Drei davon sind von Schäublin Machines aus Bevilard im Jura bernoise. «Wir haben Kunden die in der Produktentwicklung tätig sind und da müssen wir in der Lage sein, auch sehr kurzfristig Teile herzustellen und zu liefern. Dafür bieten uns die Schaublin Maschinen die entsprechende Flexibilität», erklärt T. Blum die Auswahl an Schaublin-Maschinen.
Doch nicht nur die Flexibilität sowohl Einzelteile als auch kleine und mittlere Serien herzustellen spielen eine Rolle, sondern auch Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Maschinen. T. Blum ergänzt: «Auch auf der ältesten Maschine kann heute noch mit derselben Präzision gefertigt werden wie am ersten Tag. Diese Präzision ist wirklich unvergleichlich. Über viele Jahre arbeiten die Maschinen schon im zwei-Schicht-Betrieb absolut zuverlässig und sind robust und stabil»
Teile für optomechanische Geräte zum Einsatz in der Medizin
Das passt genau auf die Bedürfnisse von Blum CNC Technik. Das Unternehmen produziert unter anderem viele Bauteile für optomechanische Geräte, bei denen Laserkomponenten eingesetzt werden und Laseranwendungen erfolgen. Die Toleranzen liegen hier im einstelligen µ-Bereich. Viele verschiedene Komponenten müssen in solch einer Anwendung zusammenspielen und je präziser die Einzelkomponenten sind, desto genauer ist auch das Endprodukt. So produziert Blum beispielsweise Komponenten für Geräte zur minimalinvasiven Chirurgie, bei denen der Knochenbohrer über eine Sonde angetrieben wird.
Ein anderes Beispiel ist eine Verstellhülse für ein optomechanisches Gerät in dessem Tubus die Linsen gefasst sind. Hier muss auch der Grundkörper mit hoher Präzision bearbeitet sein, beim Innendurchmesser liegt sie bei 10µm. Der Tubus wird auf der Hochpräzisions-Drehmaschine 180-CCN von Schäublin gefertigt. «Vor allem wegen der Dimension des Bauteils ist die Bearbeitung besonders anspruchsvoll», erklärt T. Blum. Alle Bearbeitungswerte mussten entsprechend angepasst werden, es ging darum Schwingungen zu eliminieren und die Spannsituation demgemäss zu ändern.
Maschinen zur flexiblen Drehbearbeitung
Mit den Präzisions- und Hochleistungsdrehmaschinen der Reihe CCN können kleine und mittelgrosse Werkstücke gedreht, gebohrt, gefräst und mit Gewindebohrungen versehen werden. Die Drehmaschinen arbeiten alle mit einer Fanuc-Steuerung und sind für die Prototypenherstellung und für die Herstellung von Werkstücken in kleinen und mittleren Serien ausgelegt und sie eignen sich insbesondere auch für das Hartdrehen. Die Serie 180 in der Ausführung R-TM ist mit einem Revolver ausgestattet, der sechs angetriebene und sechs feste Werkzeuge aufnimmt. Ein weitere Schaublin Maschine bei Blum aus der CCN Reihe ist die 125 CCN L-T. Diese Ausführung ist für die lineare Drehbearbeitung ausgelegt. Die dritte Schäublin Maschine ist die 250-CNC R-TM. Diese Fertigungsmaschine ist mit Prismenführungen für die hochpräzise Führung des Revolverschlittens ausgestattet. Der Revolver hat Aufnahmen für acht angetriebene Werkzeuge.
Ein weiteres Produktbeispiel ist die Fertigung von Glasfaserkupplungen. Glasfaserleitungen müssen an gewissen Stellen gekoppelt werden und für die 0,25 mm dicken Kabel braucht es Kupplungen die in einem sehr geringen Toleranzbereich gefertigt sein müssen. Das Licht wird nur im Inneren des Kabels geleitet und damit es keinen Verlust gibt müssen die jeweiligen Kabelenden hundertprozentig aufeinanderpassen. Die Toleranzen in der Fertigung liegen hier im Bereich von 5µm. Die Montage erfolgt anschliessend teilweise im Reinraum. Zur Kontrolle von Genauigkeit und Präzision hat Blum einen klimatisierten Messraum u.a. mit Messtechnik von Zeiss eingerichtet
Know-how, Erfahrung und Ausbildung in der Feinmechanik
Doch es sind nicht nur die Maschinen die für die Qualität und Präzision bei Blum verantwortlich sind sondern auch Know-how und Engagement der Mitarbeiter. Alle Mitarbeiter in der Fertigung sind ausgebildete Feinwerkmechaniker, ein in Deutschland anerkannter Ausbildungsberuf vergleichbar mit einer Polymechanikerausbildung in der Schweiz. Doch selbst ausgebildete Feinwerkmechaniker benötigen ein bis zwei Jahre um auf dem Gebiet der Präzision versiert zu werden. «Man kann Schnittwerte nicht einfach von grösseren Produkten herunterrechnen, da müssen Erfahrungen gesammelt werden», erklärt T. Blum. Deshalb ist das Unternehmen auch Ausbildungsbetrieb und bietet seit 2005 Schulabgängern eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker.
Kapazitätserweiterung und Schweizer Messen
Thomas Blum plant bis zum Ende 2011 mit einer weiteren Schäublin Maschine, der Weiterentwicklung der 180-CCN R-TM mit neuer Steuerung. «Wir wollen im Drehbereich einfach mehr Bedarf decken können und brauchen deshalb einfach mehr Kapazität. Die 180-CCN ist für uns einfach auch eine Maschine mit der wir von kleinsten bis zu mittleren Teilegrössen das ganze Spektrum produzieren können», fasst T. Blum zusammen.
Doch nicht nur die Schaublin Maschinen sondern generell Präzisions-Zerspanungsmaschinen wie sie Schweizer Maschinenbauer herstellen sind für das Produkte- und Kundenspektrum von Blum interessant. Und damit auch Messen wie die Prodex und die Siams. «Wir gehen jedes Jahr auf die Schweizer Fachmessen um uns in Richtung Präzisionsbearbeitung zu informieren», erzählt. T. Blum. Auch damit unterscheidet Blum sich nicht von vielen Schweizer Zerspanungsbetrieben. <<
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