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Adaptierbare Greifmodule
Die dritte Säule des Programms bilden mechatronische Greifsysteme mit adaptierbaren, elektrischen Antrieben. Je nach Handhabungssystem und gewünschter Funktionalität können diese Module mit unterschiedlichsten Servomotoren ausgestattet werden. So ist es möglich, den Greifer mit dem gleichen Befehlssatz wie beispielsweise den übergeordneten Roboter anzusteuern. Flexibel und einfach kann jede Greifposition geändert werden, ohne dass es Probleme mit inkompatiblen Steuerungssignalen gibt. Zudem lassen sich die Eigenschaften der Anlagensteuerung hinsichtlich Programmierung, Safety oder Feldbusse direkt nutzen.
Jüngstes Beispiel für einen solchen adaptierbaren Greifer ist der robuste Grosshubgreifer EGA. Als Antrieb können bei ihm alle gängigen Industrie-Servomotoren eingesetzt werden, insbesondere auch Servomotoren im Spannungsbereich ab 230 V AC. Je nach Verwendung kann der Motor entweder parallel oder rechtwinklig zur Bewegungsrichtung angeflanscht werden. Die parallele Anordnung bietet sich insbesondere bei Roboterapplikationen an, bei denen die Höhe des Greifers minimiert werden soll. Der rechtwinklige Anbau ist beispielsweise bei Portalanwendungen ideal, bei denen die Breite des Greifers minimiert werden soll. Der EGA baut extrem flach und kompakt und weist nur geringe Störkonturen auf. Mit seiner Wälzführung ist er dauerhaft präzise und hat eine lange Lebensdauer. Zudem kommt das gewichtsoptimierte Design des Greifers der Dynamik und der Energieeffizienz der Anlage zugute.
Fazit
Nach Ansicht von Matthias Poguntke, Bereichsleiter Produkt- und Portfoliomanagement bei Schunk, werden in Zukunft sowohl pneumatische als auch elektrische Antriebe ihre Berechtigung haben. «Mechatronische Module sind besonders flexibel und trotz teilweise höherer Anfangsinvestition wirtschaftlich sehr attraktiv», erläutert Poguntke. «Für Pneumatikgreifer wiederum sprechen der attraktive Preis, die Robustheit sowie die einfache Inbetriebnahme und Wartung.» Er empfiehlt daher, nach Einsatzzweck, Umfeld und individuellen Anforderungen abzuwägen, welche Antriebsart den grösseren wirtschaftlichen Nutzen bringt. <<
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