Lorch: Kollaborativ schweissen

Schweissen effizient automatisieren mit Cobot

| Redakteur: Konrad Mücke

Kompakt und flexibel: Der Schweiss-Cobot von Lorch lässt sich ohne Schutzumhausung rasch und problemlos in jede Produktionsumgebung integrieren.
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Kompakt und flexibel: Der Schweiss-Cobot von Lorch lässt sich ohne Schutzumhausung rasch und problemlos in jede Produktionsumgebung integrieren. (Bild: Lorch)

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen werden von Fachkräftemangel, hohen Kosten und rasch sich entwickelnden Technologien gefordert. Auch beim Schweissen können sie dem mit Automation begegnen. Ein Gesamtpaket minimiert Investitionen, Installations- und Inbetriebnahmezeiten.

Kollaborativ zu schweissen ermöglicht, Fertigungsabläufe effektiver zu gestalten und bei wechselnden Auftragssituationen flexibel zu reagieren. Dies haben einige mittelständische Fertigungsbetriebe bereits erkannt und wissen das zu schätzen. Beispielsweise berichtet Kurt Frank, technischer Geschäftsführer der Resch Maschinenbau GmbH aus Töging am Inn: «Die Installation des Cobots von Lorch hat unsere Erwartungen weit übertroffen.» Kleine und mittlere Serien kann das Unternehmen inzwischen bei deutlich kürzeren Bearbeitungs- und Durchlaufzeiten fertigen. «Im Vergleich zum Handschweissen ist der Cobot deutlich schneller. Werkstücke, die sonst bis zu 45 Minuten benötigen, sind jetzt in fünf bis sieben Minuten gefertigt», sagt dazu Torben Bruhn, Metallbaumeister bei Resch. Der Schweiss-Cobot erhöht nicht nur die Produktivität des Fertigungsbetriebs enorm, sondern sorgt auch für eine gleichbleibend hohe Qualität der Schweissnähte. Einmal programmiert, schweisst er Bauteile in Serien durchgehend bei gleichbleibend hoher Qualität.

Einfach zu programmieren

Die Programmierung des Cobots ist ohne weitreichende IT-Kenntnisse möglich. «Wer mit einem Smartphone umgehen kann, programmiert problemlos auch den Cobot», erläutert Torben Bruhn. Werkstückdaten, wie Blechdicke und Werkstoff, werden einfach über das in der Software Cobotronic integrierte Assistenzsystem eingegeben. Weitere Parameter, wie Schweissstrom und -geschwindigkeit, werden automatisch berechnet. «Die Programmierung des Schweiss-Cobots macht Spass und ist leicht verständlich», berichtet Simon Ludwig, Schweisser bei der Hodapp GmbH in Achern. Dort wurde bisher ausschliesslich per Hand geschweisst. Mit Automation hatten die Mitarbeitenden bisher keinerlei Erfahrung. Dennoch konnten sie von Beginn an den Cobot mühelos programmieren. Dank der intuitiven Programmierung und Bedienung entlastet der Schweiss-Cobot die Schweisser von Routineaufgaben. So können Unternehmen dem Mangel an Fachkräften entgegenwirken. Zudem können sie auch junge Fachkräfte für die Tätigkeiten als Schweisser begeistern.

Kurzfristig zu installieren

Ein wesentlicher Vorteil der Automation mit einem Cobot von Lorch ist, dass die komplette Anlage schnell und einfach zu installieren und in Betrieb zu nehmen ist. Erfordern herkömmliche Industrieroboter oft zusätzliche Baumassnahmen und ein umfassendes Training des Personals, ist dagegen das Cobot Welding Package rasch einsetzbar. Das beschreibt Johnny Ruyssinck, Ausbildungsleiter bei der Hodapp GmbH: «Bereits nach drei Stunden war der Cobot von Lorch komplett installiert und stand für erste Schweissarbeiten bereit.» Ist zudem der Cobot einmal von einer Schweissfachkraft optimal programmiert, können weniger qualifizierte Mitarbeiter die weitere Produktion bei wiederholbarer Qualität des Schweissergebnisses übernehmen. «So sind hochqualifizierte Schweisser frei für Aufgaben, die unabdingbar weitreichendes Know-how in Schweisstechnik erfordern», fügt Johnny Ruyssnick an. Als hilfreich für den kurzfristig zu verwirklichenden Einsatz der Schweissautomation bewerten Anwender auch die gute Betreuung durch die Partner des Herstellers. Sie schätzen das umfassende Fachwissen und die Gesamtkompetenz hinsichtlich Verfahrens-Know-how und Service.

Flexibel integrierbar

Führungskräfte sind vor allem von der Effizienz und der Flexibilität des automatisierten Schweisssystems beeindruckt. Dazu sagt Thomas Kaysser, Gesellschafter und Geschäftsführer der H.P. Kaysser GmbH + Co. KG in Leutenbach: «Das Potential des Cobots von Lorch als assistierender Roboterarm, der nicht in einer Schutzzelle eingehaust sein muss, haben wir unverzüglich erkannt.» Sein Unternehmen ist mit modernsten Maschinen bis hin zu gros­sen Industrierobotern ausgestattet. Es nutzt die automatisierte, kollaborativ arbeitende Schweissanlage vor allem zum flexible Produzieren kleiner Serien an Bauteilen aus Stahl und Edelstahl. «Der Cobot passt perfekt in unser Produktionsumfeld», konstatiert Ralph Schröppel, Leiter des Bereichs Feinblech bei H.P. Kaysser. Denn der nur 30 kg leichte Schweiss-Cobot lässt sich problemlos in der Produktionshalle unterschiedlich positionieren. Er benötigt nur wenig Stellfläche. Vor allem kann man ihn ohne aufwendige Schutzeinrichtung in jede Produktionsumgebung integrieren und unverzüglich nutzen.

Automatisierung beginnen oder erweitern

Paul Spronken, Leiter Lorch Automation Solutions, erläutert den flexiblen Einsatz der kollaborativen Schweissroboter: «Ob als erster Schritt in Richtung Automatisierung oder im Rahmen einer bereits bestehen­den automatisierten Produktionsumgebung – die Resonanz der Anwender zeigt, dass wir mit unserem Cobot Welding Package den Unternehmen genau da helfen, wo sie Unterstützung benötigen. Aufgrund der einfachen Programmierung werden nicht nur der Einstieg in die Automatisierung und damit auch der Weg zu Industrie 4.0 leicht gemacht. Gleichzeitig können die Unternehmen ihre Produktivität nochmals deutlich steigern und sie haben mit dem Schweiss-Cobot einen zusätzlichen Schweisser im Team, der den stetig wachsenden Fachkräftemangel erfolgreich auffangen kann.» - kmu - SMM

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