Swissmechanic

Schweissverbindung stellt Vertrauen auf die Probe

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Prüfbericht schafft Klarheit

Stark fehlerhafte Schweissverbindungen offenbarten Schlackeneinschlüsse. Damit verringerte sich die tragende Querschnittsfläche der Verbindungen. Unter Dauerbelastungen wirkten die Einschlüsse wie eine innere Kerbe, woraus sich Risse entwickelten. Diese Stellen wuchsen mit fortlaufender Belastung an und führten über kurz oder lang zum Bruch der Schweissverbindung. Dass die Schlackeneinschlüsse als Schadenursache gelten, konnte das WITg zweifelsfrei nachweisen.

Der entsprechende Prüfbericht und die Expertise boten dem Anlagenbauer die notwendige Handhabe, um mit der Situation der fehlerhaften Bauteile umzugehen. Die Untersuchung des WITg führte ausserdem dazu, dass das Vertrauen zwischen dem Anlagenhersteller und dem Flughafenbetreiber wiederhergestellt werden konnte. Zusätzlich wurde auch der Zulieferbetrieb, der dem Fehlerbild nicht auf die Spur gekommen war, in die Verantwortung eingebunden.

Prozesse qualitativ sichern

Der vorliegende Fall zeigt eine unterschätzte Problematik. Schweissen gehört zwar zum Stand der Technik, doch kleine Einflüsse können unangenehme Konsequenzen haben. Darum ist solchen Fertigungsprozessen hohe Aufmerksamkeit zu widmen. Besonders bei neuen Prozessen lohnt es sich, neben der eigenen Qualitätsprüfung externe Kräfte beizuziehen, zum Beispiel eine Fachberatung oder ein Prüflabor. Nicht weniger wichtig ist die Ausbildung der Schweisser und der Anlagenbediener. <<

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